Patch VMWare ESXi 4.0

Sonntag 17. Januar 2010 von Christian Pohle

Wir haben seit einiger Zeit das Problem, daß wir zwei virtuelle Maschinen auf unserem ESXi Host nicht mehr sichern können (wir erledigen die Sicherung ja mit VMExplorer, der einen Snapshot anfertigt), weil die beiden VMs mit der Meldung “Create Virtual Machine Snapshot” auf ewig in der Taskliste des ESXi stehen bleiben und dann auch keine weiteren Aktionen aus dem vSphere Client für diese beiden Maschinen mehr möglich sind.

Erster Schritt: Patchlevel anpassen, denn unser ESXi ist noch im Urzustand, wie er bei der Installation war. Zum Patchen muß der ESXi Host zunächst im Maintenance Modus sein, dazu müssen alle virtuellen Maschinen heruntergefahren werden:

Alle VMs heruntergefahren

Wenn alle Systeme heruntergefahren sind, dann kann man den ESXi Server in den Maintenance Modus schalten (das kann man zwar auch aus dem Host Update Utility, wenn das aber fehlschlägt, dann war das ganze Patchscannen umsonst, daher finde ich es sicherer, wenn der Host vorher im Maintenance Modus ist):

Maintenance Modus

Wenn er im Maintenance Mode ist:

Maintenance Mode

ruft man das “VMWare Host Update Utility v4.0″ auf, das wird bei der Installation der vSphere Konsole mit installiert. Man meldet sich an seinem Host an (bzw. trägt den ESXi Host ein, wenn das noch nicht geschehen ist) und klickt “Scan for Patches”

Scan for Patches

Wenn das erledigt ist, dann wird angezeigt, wieviele Patches gefunden wurden und ein Knopf “Patch Host” wird aktiv:

Patch Host

Das zeigt die Patches im einzelnen an und bringt einne Knopf “Install”:

Install

Je nach Anzahl der Patches kann das eine Weile dauern, es sollte am Schluß die ersehnte Meldung “Patching has succeeded” angezeigt werden:

Patching has succeeded

Nun den ESXi Server rebooten:

Reboot ESXi

Wenn er sauber hochfährt (ohne Virtuelle Maschinen, denn er ist im Maintenance Modus), dann kann man den Maintenance Modus verlassen:

Maintenance Modus verlassen

und nochmal Rebooten. Danach sollte ein erneuter Aufruf des Host Update Utility melden “Host is up to date”:

Host is up to date

Fertig? Leider noch nicht, denn die VMWare Tools aus den Stationen sind noch alt und müssen aktualisiert werden. Das kann man für mehrere VMs auf einmal oder einzeln nacheinander aus dem Guest Menü machen:

Upgrad VMWare Tools

Achtung: Das fährt die Stationen nochmal runter! Am Ende sollte der VMWare Tools Status überall OK sein:

VMWare Tools Status

Fertig!

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Hamachi2 Gateway auf ESXi 4.0 Server betreiben

Montag 16. November 2009 von Christian Pohle

Die neue Version “2″ von LogMeIn Hamachi erlaubt, ein VPN Netzwerk zu erstellen in dem ein Rechner als “Gateway” dient:

Gateway

Wird dieser im Firmennetzwerk platziert, dann beziehen die Clients draußen in der Welt auf dem Hamachi Adapter eine Adresse vom DHCP Server im Firmennetzwerk und können sofort alle Rechner im Firmennetzwerk erreichen. Kein Umständliches Rumgetue mehr mit Routen auf den Rechnern draußen – es funktioniert schnell und einfach.

Betraibt man aber das zentrale Gateway auf einem ESXi 4.0 Server, stellt man fest, daß dieser Rechner sich sofort vom Netzwerk verabschiedet und auch nichts mehr PINGen kann, sobald man im LogMeIn Webinnterface diesen Rechner als Gateway definiert. Die Lösung liegt darin, daß der Rechner, der als Gateway dient, eine Netzwerk-Brücke anlegt und dazu auf dem Netzwerkadapter den Promiscous Mode einschaltet. Dieser ist aber auf dem ESXi 4.0 standardmäßig verboten.

Daher muß man den Netzwerkswitch, auf welchen der Hamachi Client gebunden ist, in den Promiscous Mode schalten:

Priomiscous Mode für Netzwerk Switch

Das kann durchaus im laufenden Betrieb geschehen, laufende Services werden -meistens- nicht beeinträchtigt.

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Performancegewinn mit VM Explorer

Donnerstag 15. Oktober 2009 von Christian Pohle

Vor kurzem habe ich ja den VM Explorer für das Backup von Virtuellen Maschinen auf ESXi Hosts empfohlen, nun bin ich einmal mehr entzückt, denn es geht noch besser. Mit der neuen Version 1.6.008, die heute erschienen ist, wird die Sicherung von VMs um den Faktor 2-4 beschleunigt. Ich habe die Betaversion schon einige Wochen im Einsatz und die Änderungen sind dramatisch:

  • Backup zweier VMs vorher 150 Minuten, jetzt 55 Minuten
  • Weitere zwei VMs vorher 48 Minuten, jetzt 21 Minuten

Ich habe natürlich auch den Restore gestestet und eine der Maschinen, die ich gesichert habe, zurückgespeichert, unter neuem Namen registriert, in ein anderes Netzwerk gehängt und hochgefahren. Läuft einwandfrei.

Das einzige, was ein wenig unbequem ist, ist daß man auf dem ESXi nun SSH einschalten muß, und nach dieser Änderung leider den ESXi neu starten muß. In der Hilfe des VM Explorer ist genau beschrieben, wie das geht:

SSH auf dem ESXi einschalten

Das läßt sich aber sicher nicht umgehen und in Zukunft weiß ich es von vorneherein, wenn ich einen ESXi einrichte, daß ich sofort SSH einschalte, denn der Geschwindigkeitsunterschied beim Sichern ist das wert.

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VM Explorer für das Backup des ESXi Host

Montag 7. September 2009 von Christian Pohle

Für das Backup unserer VMs auf dem ESXi Host habe ich ein Produkt gefunden, daß perfekt für ein einfaches und gutes Backup geeignet ist: VM Explorer vom Schweizer Hersteller Trilead. VMExplorer verbindet sich, einmal auf einer Windows Station installiert, mit dem oder den ESX Servern und bietet für jeden Server die Möglichkeit, ein Backup durchzuführen. Dabei wird dann von der VM ein Snapshot erstellt und dieser Snapshot auf den Backup Speicherplatz übertragen, dieser ist in unserem Fall eine 2 TB Festplatte, die an der Windows Station angeschlossen ist.

VM Explorer Ansicht der ESXi Systeme

In der Free Edition war’s das auch schon, man braucht dann die Pro Edition, damit man einen Backup Scheduler aktivieren kann. In diesem legt man dann die Backups nach eigenem Gusto und gewünschter Häufigkeit an. In unserem Falle wird die externe 2 TB USB Festplatte jeden Freitag ausgetauscht und so sind die Backup Jobs darauf ausgerichtet, den Exchange, den SQL Server und die Kundensysteme täglich zu sichern und die restlichen VMs im Laufe der Woche jeweils einmal:

VM Explorer Backup Jobs

Einmal am Tag schickt VM Explorer dann ein E-Mail mit der Nachricht, ob alle Backups gut verlaufen sind:

VM Explorer Status Report

Die Sicherungen selbst werden standardmäßig in Verzeichnissen abgelegt, die mit dem Namen der VM und Datum und Uhrzeit der Sicherung gekennzeichnet sind. Hier sind die normalen Dateien der VM abgelegt, diese können dann mit VMExplorer auf den ESXi Host zurückgesichert werden, auch unter anderem Namen, so daß die laufende Instanz nicht beeinträchtigt wird.

Kopie der VM Dateien

Es ist auch möglich, aus dem Sicherungsverzeichnis heraus eine VM mit vCenter Converter ins VMWare Workstation Format zu konvertieren – für Notfälle beim Totalausfall des ESXi sicher eine mögliche Option.

Insgesamt macht das Produkt einen runden Eindruck und ist die Lizenzkosten von 490 EUR absolut wert, wenn man regelmäßige Backups anfertigen möchte. Für Einmalbackups oder gelegentliche Backups von Hand genügt die Free Edition, die es glücklicherweise auch gibt.

Ich habe natürlich auch einige Restore Tests gemacht und dabei festgestellt, daß ich die Option “Compress Disk Files” im Tab “Connection” keinesfalls aktivieren darf, da sonst mein ESXi bei der Rücksicherung abbricht. Die Option ist allerdings standardmäßig beim Einrichten eines Backups auch nicht aktiviert.

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Fehler bei der Anwendung von Transformen

Donnerstag 6. August 2009 von Christian Pohle

Als ich meine VMWare Systeme von VMWare Server 1.0.9 auf den neuen ESXi 4.0 migrierte, erhielt ich bei einigen Systemen beim Upgrade der VMWare Tools die Fehlermeldung “Fehler bei der Anwendung von Transformen”:

Screen-1207

Die einfachste Lösung ist, wenn man die VMWare Tools deinstalliert, dann die virtuelle Maschine rebooted und danach die VMWare Tools wieder installiert. In allen Fällen kam bei mir die Fehlermeldung nicht mehr.

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Asterisk auf VMWare ESXi

Donnerstag 28. Mai 2009 von Christian Pohle

Ich hatte vor, meinen Asterisk Server, der auf einer physikalischen Maschine installiert ist, auf den ESXi Server zu migireren. Der alte Asterisk ist Version 1.4 und ich müßte, das unterliegende Linux aktualisieren, die Treiber von der ISDN Karte (die ich nicht mehr brauche) rauskratzen und den Asterisk auch auf die neueste Version bringen.

Zuviel Arbeit. Statt dessen habe ich lieber die Konfigurationsdateien vom Asterisk gesichert und mir eine Installations CD als ISO Image vom Projekt AsteriskNOW geladen. Neue Virtual Machine erstellt, ISO Image als Boot Datei geladen und AsteriskNOW installiert. Beim erstellen der Virtual Machine muß man nur darauf achten, daß man als Netzwerkkarte die “E1000″ wählt, sonst findet das Linux in AsteriskNOW keine Netzwerkverbindung:

Bild

ich habe eine 16GB Disk angelegt, die ist wahrschinelich noch viel zu groß. Beim Setup das Default Harddisk Layout akzeptiert, die Timezone ausgewählt (“Berlin”) und das root Passwort gesetzt.

Nach der Installation ruft man die Adresse, die der Server vom DHCP erhalten hat, auf und man findet sich im komfortablen FreePBX Browser Interface wieder, in dem man recht bequem die Teilnehmer, SIP und IAX2 Kanäle einrichten kann. Sogar das Flash Operator Panel, das alle aktiven Verbindungen anzeigt, ist schon vorinstalliert. Perfekt, gute Arbeit vom AsteriskNOW Team!

Das Zurückspielen meiner Einstellungen war recht einfach, ich habe allerdings mir die Mühe gemacht, meine Konfigurationsdateien durchzufuzeln, was nicht mehr gebraucht wird, wegzuwerfen und die Konfiguration im FreePBX nachzubauen. Nach weniger als 3 Stunden waren wir wieder online.

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Dateien auf den ESXi 4.0 Datastore kopieren

Dienstag 26. Mai 2009 von Christian Pohle

Wenn man eine Virtual Machine von einer CD/DVD booten muß oder anderswie ein ISO Image in einer VM mounten muß, dann muß man beim ESXi 4.0 nicht mehr umständlich mit WinSCP eine Verbindung aufmachen und dann den ISO Kopieren, denn es gibt nun den Link “Browse Datastore”, dieser erscheint z.B. wenn man mit der rechten Maustaste im vSphere Client auf einen Datastore klickt. “Browse Datastore” fördert einen kleinen Filemanager zu Tage, der es erlaubt, Dateien bequem hinauf- und auch herunterzuladen:

ESXi 4.0 Browse Datastore

Danach kann man bequem die ISO Datei mounten.

Übrigens: Mit dem Browse Datastore kann man auch alle Dateien auf den Datastores vom ESXi hin- und her verschieben.

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VMWare ESXi 4.0

Freitag 22. Mai 2009 von Christian Pohle

VMWare hat gerade den ESXi 4.0 veröffentlicht. Die neueste Version des ESX Server als installable ISO Image zum kostenlosen Download. Gegen bloße Registrierung kann man das ISO Image kostenfrei laden, brennt es auf eine CD, legt diese in seinen 64-bit Server ein (der muß allerdings auf der Hardware-Kompatibilitätsliste stehen), booted von dieser CD und etwa 10 Minuten später läuft der ESXi Server und ist bereit zur Aufnahme von virtuellen Maschinen.

Ich habe mir für den ESXi 4.0 einen neuen Server bei DELL beschafft, der wurde zeitgleich mit der Veröffentlichung geliefert, es ist ein DELL T605 mit 16 GB RAM und 2*250 GB und 2*1,5 TB SATA Festplatten in jeweils einem RAID 1 Verbund. Für DELL Server gibt es eine spezielle Version des ESXi Image mit DELL Treibern und Management Agents vorinstalliert, da wir dann in der ESXi auch gleich angezeigt, ob es der Hardware gut geht.

Der ESXi Server wird mit dem ebenfalls kostenlos herunterladbaren vSphere Client verwaltet und physikalische und virtuelle Maschinen werden mit dem ebenfalls kostenlos herunterladbaren VMWare vCenter Converter auf den ESXi migriert.

Bei einem Hardwarepreis von etwa 2.000 EUR ist das eine Low-Budget Lösung für viele kleine Unternehmen, die von der Virtualisierung profitieren wollen. Auf jeden Fall ist der ESXi gegenüber der Installation von VMWare Server auf Windows oder Linux vorzuziehen, die Performance und die Verwaltbarkeit ist dramatisch besser.

Natürlich muß man auf die Verfügbarkeitsfeatures von VMWare erstmal verzichten, kann die aber jederzeit kostenpflichtig nachrüsten, genauso, wie man Supportverträge mit VMWare erwerben kann.

Der hier vorgestellte Ansatz ist zunächst mal gefacht für kleine Unternehmen, die mittelfristig mit einem VMWare Server auskommen und keine extremen Ansprüche an die Verfügbarkeit des Systems stellen. Natürlich muß man sich in diesem Zusammenhang konzeptionelle Gedanken über Backup, Recovery und Verfügbarkeit machen, aber die Hürde für den Einstieg in die wirklich performante Virtualisierung ist mit ESXi 4.0 deutlich niedriger angesetzt worden.

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