Samstag 24. Juli 2010 von Christian Pohle
Unsere Kunden, die db-direct oder Multicash/dreCash einsetzen, wissen sofort, wovon ich bei “Erstellung von DTAUS Dateien” spreche. Den anderen sollte man einen kurzen Erklärungssatz zukommen lassen:
DTAUS ist ein Standardformat zur Übermittlung von Überweisungen an Banken. Es stammt aus dem Jahre 1976, so, wie auch die Abkürzung DTAUS, die für “Datenträger-Austausch” steht. DTAUS Dateien werden heute mit Programmen fürs Electronic Banking an die Banken übermittelt und gesammelt unterschrieben, was in Fällen, wo man deutlich mehr, als eine Zahlung zu leisten hat, ungleich praktischer ist, als die aus dem Heimbereich bekannten Verfahren, die Zahlungen in den Webbrowser einzutippen.
Die meisten Buchhaltungsprogramme verstehen sich darauf, offene Zahlungen in eine Datei im DTAUS Format zu packen, die überträgt man dann mit seinem Electronic Banking Programm an die Bank und unterzeichnet die gesamte Datei dann mit einer TAN oder schaltet sie mit einem HBCI Schlüssel frei oder, oder oder.
Nun gibt es aber Fälle, daß die Datensätze, die da bezahlt werden, eben nicht aus der Buchhaltung kommen, weil es zum Beispiel Personalzahlungen sind, für die in der Buchhaltung nur die Gesamtsumme ausgewiesen werden soll. Für solche Fälle habe ich in den vergangenen Jahren immer die Software “DTAUS” von Gandke & Schubert (jetzt Sage) empfohlen – die gibt es aber nicht mehr zu kaufen. Also mußte etwas neues her und ich probierte ezDTA von ezSoftware:

Auf Anhieb ein schönes Programm, lief in meinem Testlabor einwandfrei, kam mit Netzwerklaufwerken zum Speichern der Daten und eingeschränkten Rechten der Anwender auf dem PC sofort zurecht.
Aber die Erwartungshaltung meines Kunden war hoch, die Software, wenn schon neu, sollte natürlich nicht nur können, was die alte Software konnte, sondern gleich viel mehr. Was, stellte sich erst nach der Installation heraus und so kam ich mit einem Anforderungskatalog zurück:
- Wir tragen immer den Namen des Empfängers in das erste Feld “Empfänger” ein und seine Personalnummer in das zweite Feld “Empfänger”. So wird die Personalnummer nicht zur Bank gesendet, aber natürlich möchten wir die auf dem Buchungsbeleg angedruckt haben.
- Wir möchten keine Daten vorher eintragen, jede Überweisung ist einzeln und jeder Empfänger wird meistens nur einmal verwendet.
- Der Buchungsbeleg muß aber schöner werden, so eine Textdatei ist doch nicht übersichtlich.
- Wie, es druckt nur 2 Felder vom Verwendungszweck im Buchungsbeleg an? Wir brauchen aber alle vier!
Gut, das kennt jeder, der Software bei Anwendern installiert. Ich nahm die Anforderungen mal mit und schrieb ein nettes Mail an Herrn Schuster von ezSoftware. Ich war überrascht, als ich nach kurzer Zeit von ihm die Nachricht bekam, daß er mir zwar nicht genau sagen kann, wann er die Änderungen realisieren wird, aber daß er es vorhat.
Noch überraschter war ich dann, als ich nach einiger Zeit von ihm eine neue Version zum Testen erhielt, in der alle Anforderungen vorbildlich umgesetzt waren. Zur Formatierung des Buchungsbeleges (im Jargon der Software “Kontoauszug” genannt) hat er sogar eine Excel Vorlagendatei .XLT eingesetzt, die ich dann für meinen Kunden sowohl farblich als auch mit einigen noch gewünschten Summen ergänzen konnte:

Wenn in der Softwareschmiede jemand sitzt, der den Kunden zuhört und ihre Anforderungen umsetzt – so macht Standardsoftware Spaß. Wir können ezSoftware nur rundheraus empfehlen!