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Path – Noch ein soziales Netzwerk. Brauchen wir das wirklich?

Filed Under (Consulting, PSAG) by on 22-01-2012 and tagged , , , ,

Path – das soziale Netzwerk mit den meisten Vorschußlorbeeren löst in der Version 2.0 mal wieder einen Hype im Silicon Valley aus. Glaubt man diversen Blog Posts, dann ist die Elite der Early Adopter im Augenblick nur noch auf Path aktiv.

Bestechend ist die Idee, vor allem, weil es irgendwie was elitäres hat, daß man sich innerhalb von Path nur mit bis zu 150 Personen vernetzen/befreunden/verpathen kann. Getreu dem Grundsatz, daß man nur wenige echte Freunde haben kann. Und die soll man bei Path treffen. Drum gibts auch keine Listen oder Circles, in die man seine Freunde einsortieren kann. Denn man hat bei Path ja nur die echten Freunde. Die essentiellen sozusagen.

Schön. Ich habe dort im Augenblick genau zwei Freunde. Weil mehr noch nicht den Weg zu Path gefunden haben. Es ist ja in einer weiteren Hinsicht auch noch recht elitär das Path, es läuft nämlich nur auf iPhones und auf Android Smartphones. Kein Web Interface, kein Programm für den Mac, keines für Windows. Nur Smartphones. Aber: Path ist vor allem schön und: leicht zu bedienen.

Schön

Auf das Plus Tippen und hat dann die Auswahl (siehe den Viertelkreis unten links): Foto schießen oder aus dem Album veröffentlichen, Freund(e) anschreiben, an einem Foursquare Ort einchecken, Musik veröffentlichen, die man gerade hört, einen Gedanken Posten oder zu Bett gehen/aufwachen. Soweit ich bisher gesehen habe, gibts keine Möglichkeit Links automatisch zu teilen (wie mit Hootsuite, wo man einfach owly: vor der URL im Safari eingibt und sich dann Hootsuite öffnet und die URL verkürzt): 

 

Da aber erfüllt es einen prima Zweck, denn es kann etwas, was all die anderen Smartphone Anwendungen nicht können: Es kann das, was man bei Path postet auch zu Facebook und zu Twitter stellen und einen gleich bei Foursquare einchecken. Na gut, das kann Foursquare stenggenommen auch. Aber nicht so schön und nicht mit sowenigen Tips auf dem Bildschirm:

Check In

Und: Path stellt die Fotos, die man macht, in ein Facebook Album ein, so daß sie von Facebook Benutzern direkt angesehen und kommentiert werden können, ohne zu klicken. Das stört mich an allen anderen Anwendungen, wie z.B. HootSuite immer sehr. HootSuite lädt die Fotos auf die eigene Website hoch und zeigt dann bei Facebook nur einen Link an. Da klicken Facebook Freunde aber nicht drauf und sie können auch nicht kommentieren. 

Facebook

Man kann Fotos innerhalb von Path mit ein paar Filtern nachbearbeiten. Das ersetzt Instagram soweit und praktisch ist, daß die Path Applikation die so nachbearbeiteten Fotos gleich wieder ins iPhone Fotoalbum speichert. Dadurch hat man sie für einen Parallelpost, z.B. zu Google+ gleich zur Verfügung.

An Twitter schickt es einen Link, mit dem der "Moment" dann immerhin im Web angezeigt werden kann. Auch hier sehr schönes Design! Und: Man kann endlich mehr, als 140 Zeichen auch zu twitter schicken, denn der Rest vom Tweet kann dann einfach bei Patch weitergelesen werden. Ein großer Vorteil gegenüber anderen Apps, die einen bei aktivierter Twitter Anbindung immer auf 140 Zeichen begrenzen (und das im Zeitalter der iPhones, die auch SMS die aus mehreren Teilen bestehen und als mehrere SMS versendet werden, wieder korrekt zusammen anzeigen).

Path Website

Path bedient sich bei den Orten aus dem Fundus von Foursquare, alle Orte, die dort von fleißigen Benutzern angelegt wurden, sind schon verfügbar. Nicht so, wie Facebook oder Google+, wo alle Orte noch einmal angelegt werden müssen. Und es erledigt den Checkin gleich mit. Anscheinendaber über die API, denn man wird kein Major, wenn man via Path eincheckt.

Orte

Path hat ein erweitertes "Gefällt mir" System mit immerhin 4 Smilies und einem Herzchen. So kann man seiner Stimmung etwas differenzierter Ausdruck verleihen. Natürlich kann man auch einen Kommentar abgeben.

Interessant ist, wenn man in einem Kommentar genannt wird und der Verfasser des Kommentars diesen auch auf Facebook und Twitter postet, dann hat man zumindest auf Twitter eine Mention: 

Insgesamt ist Path eine interessante Anwendung. Bleibt zu hoffen, sie bleiben auf dem Pfad, den sie eingeschlagen haben, finden eine interessante Möglichkeit, Geld zu verdienen (wie wärs mal mit einem Abomodell?) und integrieren baldmöglchst Google+ (sobald eine Schreib-API dort erscheint). Dann wäre der Smartphone Client der "Alles mit einem" Client für die Sozialen Netzwerke.

Ach ja, Schlafen gehen kann man auch

Schlafen

und wenn man wieder aufsteht, rechnet Path aus, wie lange man geschlafen hat

Schlafdauer




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