Wir empfehlen unseren Kunden, Festplatten von Laptops auf jeden Fall zu verschlüsseln. Dafür steht unseren Kunden das OpenSource Produkt TrueCrypt und das kommerzielle Produkt SafeGuardEasy zur Verfügung.
Nun wird in den Medien eine Passwort Attacke auf solche verschlüsselte Laptop Festplatten genannt. Wir haben das im Sinne unserer Kunden, wie folgt, untersucht:
Ausgangsunkt ist der Blog Eintrag von Joanna Rutkowska, in welchem Sie einen Proof-of-Concept vorstellt, wie man an das Bootkennwort des Anwenders für TrueCrypt rankommt und somit die Festplatte entschlüsselt bekommt:
Soweit die Theorie. Daß das ganze funktioniert, kann man selbst ausprobieren, indem man das USB Image aus dem Blogeintrag von Joanna Rutkowska herunterlädt, auf einem USB Stick installiert:
und dann von diesem Booted:
Nun teilt sich die Lösungswelt, während die Attacke bei einem Laptop mit TrueCrypt genau so funktioniert, wie von Frau Rutkowska gezeigt, so baut das kommerzielle Produkt “SafeGuard Easy” durch seinen Schutz des Master Boot Record eine Hürde ein (abgesehen davon, daß der Exploit von Frau Rutkowska ein SafeGuard Easy System zurückweist, würde er doch im Prinzip funktionieren).
Wird nun auf einem SafeGuard Easy System die MBR Protection aktiviert (was standardmäßig der Fall ist):
dann erhält der Anwender eines so gehackten Notebooks beim nächsten Start, allerdings erst nachdem er das Kennwort eingegeben hat, eine Meldung:
Hier wäre es nun Zeit, das Notebook nicht mehr aus den Augen zu lassen und sofort der IT Abteilung zur Analyse zu übergeben. Somit könnte zumindest der Diebstahl des Passwortes verhindert werden.
Ungeachtet dieser eindrucksvollen Demonstration der Möglichkeit, sich das Kennwort für eine Festplattenverschlüsselung via Software zu beschaffen, ist der Schutz gegen diese Attacke recht einfach und von allen unseren Kunden realisiert:
Das war’s schon. Ist ein Notebook so geschützt, muß das hier im Beispiel verwendete Zimmermädchen schon genau wissen, wie man bei diesem speziellen Notebook das BIOS Kennwort zurücksetzt oder die Festplatte ausbaut. In beiden Fällen muß die Festplatte ausgebaut werden – dann kann aber auch ein Hardware Keylogger installiert werden, der im Gegensatz zur hier gezeigten Softwarevariante absolut zuverlässig funktioniert.