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Filme der Canon EOS 550D in Studio 14

Filed Under (Fotografie, PSAG) by on 25-07-2010 and tagged , , , ,

Seit ich meine neue Kamera, die Canon EOS 550D habe, hat es keinen Timmy und Tobi Film mehr gegeben (allmählich kommen auch die ersten Reklamationen)

Canon EOS 550D

Das hat zwei Gründe:

  1. Ich mußte erst lernen, wie man mit der Canon 550D filmt. Filme mit einer Spiegelreflexkamera zu erstellen ist etwas ganz anderes, als eine Handycam auf das Geschehen zu halten.
  2. Ich mußte die technische Möglichkeit entwickeln, diese Filme weiterzubearbeiten.

Nummer 1 war recht schnell geschehen, mit ein paar Fehlversuchen habe ich mir inzwischen die folgende Checkliste für “Einfach was filmen, wie früher”, also ohne technische Spielereien mit der Tiefenschärfe zurechtgelegt:

  • Wahlrad auf Video
  • ISO auf Auto
  • AF-Modus auf Quick
  • AF während Filmen aus
  • Movie Belichtung Manuell
  • Verschlußzeit 1/30 Sekunde
  • Blende möglichst hoch, zwischen 20 und 12
  • Auf das Zielobjekt halten, Auslöser halb drücken
  • ISO ablesen, alles zwischen 400 und 3200 ist OK, falls nicht Blende verstellen

Damit geht’s dann ganz gut und das meiste, was ich filme, ist scharf. Im Gegensatz zur Handycam hat die Canon allerdings keinen Stabilisator, also gilt, möglichst ruhig halten, am besten auf das Joby Gorillapod draufsetzen, das kann man besser festhalten

Joby

Außerdem habe ich gelernt, daß ich das Zomm während der Aufnahme nicht verändere, aber das darf man bei einer Handycam eigentlich auch nicht, weil das Ergebnis nicht schön wird.

So, nun wurde gefilmt und die Filmeschnipsel, die rauskommen, sind in etwa so, wie früher mit der Handycam, nur eben in HD. Als ich die Speicherkarte in den Computer einlegte und die Filme reinkopierte, bemerkte ich, was HD wirklich heißt: Problem 2 trat auf.

Die Canon 550D produziert MOV Dateien mit einer Auflösung von 1920*1080, 25 Bilder pro Sekunde. Full HD eben.

Pinnacle Studio 14

Ich kann diese in Pinnacle Studio 14 einlesen, aber nicht abspielen. Der Ton wird korrekt wiedergegeben, die Bilder jedoch werden in zu langsam abgespielt, so daß am Ende der importierten Datei etwa erst die Hälfte der Bilder gezeigt wurde (und Timmy und Tobi meist in Zeitlupe spielen). Dies gilt sowohl für den Preview der Datei per Doppelklick, als auch für in die Timeline eingefügten Dateien, wenn ich die Timeline starte.

Interessanterweise kann ich jedoch den Film ausgeben – dann werden die einzelnen Filme korrekt gezeigt und auch bis zum Ende in richtiger Geschwindigkeit wiedergegeben – Ton und Bild laufen die ganze Zeit synchron.

Ich muß allerdings eingestehen, daß mir nie wirklich aufgefallen ist, daß ich die Filme nur mit Splash Lite abspielen konnte, weil ich Splash Lite auf allen meinen Rechnern installiert habe und Filme immer damit abspiele.

Quicktime scheitert und zeigt genau die gleichen Verzögerungseffekte, wie Pinnacle Studio.

Marcus Schuler gab mir den Tipp, den DNxHD Lite Codec von Avid zu installieren und dann die Dateien mit MPEG StreamClip zu konvertieren. Das funktioniert klasse, die Konvertierung läuft zwar ewig und die Datei wird riesig, aber nun kann ich sie mit Quicktime abspielen. Ein erster Fortschritt. Leider unterstützt Pinnacle Studio 14 keine Clips in DNxHD, obwohl sie schon seit Jahren zu Avid gehören!

Im nächsten Schritt habe ich getestet, ob ein anderes Format Linderung bringt. Ich habe mit dem Xilisoft Video Konverter die .MOV Dateien nach .WMV konvertiert, auch in Full HD. Das brauchte noch länger, als die Konvertierung in DNxHD, brachte aber ein wenig Verbesserung, denn nun konnte ich den Film auf die Timeline ziehen und ansehen. Bis zur ersten Überblendung, dann kam Studio wieder ins Schleudern und das Timing war futsch.

Meine Anfrage bei Avid wurde (nach einigen Tagen Wartezeit anstelle der angegebenen 48 Stunden) mit den Mindestspezifikationen für Studio 14 und die Verarbeitung von Full HD beantwortet:

Anforderungen für Full HD

Und da haben wir’s: ich nenne keinen Intel Core 2 Quad mit 2,66 GHz mein Eigen, sondern nur einen Core 2 Duo mit 2,2 GHz. Womit wir recht einfach erklären können, warum das Full HD Bearbeiten nicht funktioniert. Die Antwort an sich brachte mich dann aber auf folgende Überlegung:

  • Ausspielen tue ich den Film für Vimeo allerhöchstens als hd720 mit 1280*720, für unsere eigene Infrastruktur im Hause sogar nur als Standard-Video, weil wir kein HD abspielen können.
  • Warum also soll ich den Film unbedingt in 1920*1080 bearbeiten, nur um ihn dann im letzten Schritt runterzurechnen?

Gesagt, getan, ich konvertierte die Filme mit Xilisoft Video Converter in ein AVI Format mit 1280*720, was erfreulich kleine Dateien produziert und im Gegensatz zu meinen bisherigen Versuchen sogar richtig schnell geht:

Xilisoft Video Converter für low HD

Diese Filme benutze ich dann im Pinnacle Studio und siehe da: Überblenden, Auf und Abblenden, Sound mixen, sogar unser Titel, der von rechts nach links läuft – alles funktioniert flüssig und meine CPUs werden mit höchsten 70-75% belastet, während der Preview läuft

Preview in Pinnacle Studio 14

Am Ende rendere ich den Film als 1280*720 raus und die Qualität ist sehr schön und genügt als Überbrückung, bis ich mir einen Laptop zulegen kann, mit dem ich die Full HD Filme bearbeiten kann. Die Originaldateien in Full HD hebe ich auf jeden Fall mal auf!

Jetzt muß ich nur noch meinen Workflow für die Veröffentlichung der Videos an das HD Format anpassen und schon kann der nächste Timmy und Tobi Film erscheinen…




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