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18

Die Zukunft der Computer

Filed Under (Consulting, PSAG) by on 18-07-2009 and tagged

Die Zukunft der Computer kann ich auch nicht zuverlässig voraussehen. Ich versuche es zwar, aber lustiger ist, die Beurteilungen der Computerzukunft aus den vergangenen 70 Jahren heute nachzulesen.

Da wäre zum Beispiel Thomas Watson, seinerzeit Chef von IBM, damals noch mit der Herstellung von Schreibmaschinen beschäftigt, der sagte 1943

Ich glaube, es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern.

Fast schade, daß er nicht recht hatte, das würde uns einen großen Haufen Elektronikschrott sparen. Er war aber im Zeitgeist, denn noch 1949, also 6 Jahre später schrieb die Fachzeitung “Popular Mechanics”:

In Zukunft könnte es Computer geben, die weniger, als 1,5 Tonnen wiegen.

Nun, wenn man moderne iPhones ansieht, in denen in ein paar Gramm die Rechenleistung ganzer Säle voller Computer steckt – wobei ich glaube, daß man mit einem Saal voll Computer die Rechenleistung seinerzeit sinnvoller verbraten hat, als mit einem iPhone, aber das nur am Rande.

Wenige Jahre später, 1957 schrieb der Lektor für Wirtschaftsbücher
beim Verlag “PRENTICE HALL”:

Ich habe das ganze Land bereist und mit allen Experten gesprochen und ich sage Ihnen: Datenverarbeitung ist ein Mode-Fimmel, der nicht einmal das Jahr überstehen wird!

Nun, seine Hoffnung war vergebens, die elektronischer Datenverarbeitung hat sich letztendlich doch durchgesetzt, seinerzeit mit Röhren und Lochkarten. Fast ein wenig schade, denn Computer haben nicht nur möglich gemacht, mehr Arbeit in weniger Zeit zu erledigen, sondern auch viele Arbeitsplätze auf dem Gewissen, die unwiederbringlich verloren sind. Denn die Mär von “es werden eben qualifiziertere Arbeitsplätze geschaffen” die ging ja nie auf.

Als dann 1968 der Mikroprozessor erfunden wurde, sagte ein IBM-Ingenieur:

Aber … wozu soll er gut sein?

Sollen wir’s ihm erzählen? Telefone, Mikrowellen, Waschmaschinen, Autos. Er würde vielleicht einwenden, daß das alles ohne Mikroprozessor auch schon funktionierte, nicht? In die gleiche Kerbe schlägt Ken Olson, Präsident und Gründer der Digital Equipment Corporation, er konnte sich 1977 noch nicht vorstellen, daß man mal seinen Computer im Lebensmittelsupermarkt kaufen wird:

Es gibt keinen erdenklichen Grund, weshalb jemand einen Computer für zu Hause haben wollen sollte.

32 Jahre später wissen wir, daß Sie einen Computer für zu Hause brauchen, um mein Blog zu lesen…




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