ACHTUNG – Ich übernehme keine medizinische Verantwortung für meine Leser! Das kann ich nicht, ich verfüge nicht über die entsprechende Ausbildung und auch nicht das entsprechende Wissen. Die folgenden Feststellungen geben daher ausschließlich meine persönliche Erfahrung und meine persönliche Meinung wieder, ohne jede medizinische Grundlagendiskussion!
Durch meine (für mich) optimale Ernährung (ich nenne das ja Urmenschenernährung) hab ich vor anderthalb Jahren mein anscheinend optimales Gewicht von 79-80 kg erreicht, das sich seither nicht mehr verändert, egal, wie viel ich esse (und ich hau tüchtig rein, wie Ihr wißt). Da ich das Richtige esse, bin ich nicht nur gefühlt kerngesund, sondern auch nachweisbar, denn meine Blutwerte (ich laß alle 6 Monate beim Fliegerarzt ein großes Blutbild anfertigen) sind top.
Viszeralfett
Mich stört aber, daß da so ein kleines, zusammengerolltes Handtuch um meinen Bauch geschnallt ist. Sieht ziemlich dämlich aus und man kann es greifen.

Das ist kein Bild von mir – es dient nur der Verdeutlichung, wie man zuviel Viszeralfett ganz einfach feststellen kann: Durch Greifen. Es ist unentbehrlich für den Körper, weil Viszeralfett dazu da ist, die inneren Organe einzubetten. Darum ist es auch anders zusammengesetzt, als sonstiges Körperfett, sehr stoffwechselaktiv (es schüttet sehr schnell und gerne einige Fettsäuren ins Blut aus). Viszeralfett ist aber auch ziemlich gefährlich für den Stoffwechsel, wenn man zuviel davon hat. Mit zuviel Viszeralfett steigt das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Arterienverkalkung und es beeinflußt den Cholesterinspiegel negativ (das hab ich aus einem Lehrbuch für innere Medizin). Sobald man es greifen kann, ist es zuviel (wissenschaftlicher mißt man den Taille-Hüft Quotienten, das Ergebnis kommt aber aufs gleiche raus).
Dummerweise hält der Körper (und auch unsere Gesellschaft) bei Menschen über 40 ein paar Kilo Fett am Bauch für wichtig. Weil man dem Mammut nicht mehr nachjagen kann und schon lange keinen Hasen mehr erwischen würde (unser Körper hat ja keine Ahnung von Lebensmittelhändlern). Ich kann mir aber auch heute noch bedarfsgerecht und jederzeit mein Essen jagen, drum teste ich gerade an mir, ob man auch mit 47 Jahren das (überflüssige) Viszeralfett am Bauch loswerden kann und mache meine
Reduktionswoche(n)
Bei meiner "normalen" Ernährung (siehe Urmenschenernährung) führe ich mir ja schon recht wenig Kohlenhydrate zu (und dann meist nur solche mit einer niedrigem Glykämischen Last) und ernähre mich überwiegend von Eiweiß und Fett. In der Reduktionswoche dreh ich den Kohlendydrathahn mal ganz zu (damit der Körper vollständig in Ketose gerät, also Fett in Glukose umwandelt) und führe ihm außerdem kein Fett zu. So bleibt ihm nix anderes übrig, als aus dem Fett in meinen Körperzellen den notwendigen Treibstoff für das tägliche Leben zu generieren. Da ich kohlenhydratarme Ernährung gewohnt bin und immer wieder mal (ganz unabsichtlich) kohlenhydratfreie Tage einlege, fällt meinem Körper das auch total leicht.
Ich hab etwa 6 kg Viszeralfett (behauptet meine Waage). Also rechne ich: 1 kg Körperfett hat etwa 7000 kcal (1 Gramm hat 9 kcal, aber Körperfett enthält auch etwas Wasser in der Zelle, damit es wabbliger wird und nicht so hart). 6 kg * 7000 kcal ergibt 42.000 kcal, die ich verbrennen muß. Bei einem geschätzten Grundumsatz von 2.500 kcal am Tag und einer Zufuhr (durch Eiweiß, Suppe und Salat) von etwa 500 kcal stell ich mich auf 42.000 kcal / 2.000 kcal = 21 Tage ein.
Also 3 (Reduktions-) Wochen. Danach sollte ich 74 kg wiegen.
Speiseplan
Da ich bei meiner normalen Ernährung ja überhaupt nicht auf Fette oder Kalorien achte, mag ich mir für die 3 Wochen auch keine Rechnerei antun, sondern hab ich mir einen fixen Speiseplan gezimmert. Es gibt jeden Tag:
Klar kommt jetzt sicher jemand und diskutiert mir mir, ob Urmenschen Eiweiß-Shakes hatten. Und, ob die überhaupt gesund und natürlich sind. Sind sie nicht. Sie sind völlig künstlich, sogar die verschiedenen Geschmacksrichtungen sind nur Aromastoffe. Sie sind aber die einfachste Möglichkeit, kohlenhydrat- und fettfrei reines Eiweiß zu mir zu nehmen, das brauche ich, damit mein Körper nicht auf die dämliche Idee kommt, meine Muskulatur abzubauen und das Viszeralfett dranzulassen. Drei Wochen lang wird mich das auch nicht umbringen, ich hab mich 45 Jahre aus Kunstprodukten ernährt und das auch überlebt.
Das mit den 3-4 Tassen Gemüsebrühe ist übrigens garnicht so einfach. Wenn ich nicht drauf achte, komm ich nur auf 1-2 Tassen. Sie ist aber wichtig, liefert Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme.
Ziel
Nach einer Woche bemerke ich schon was: Da, wo ich den Gürtel meiner Jeans zumachen möchte, ist kein Loch mehr (bisher war der Dorn immer im letzen Loch, jetzt zeigt er beim Zumachen des Gürtels einen guten Zentimeter hinter das letzte Loch, ohne, daß ich was einziehen würde). Aber ich kann immer noch was greifen an den Hüften, also gehts weiter.
Letztendlich soll sich genau so viel Fett an meinem Bauch greifen lassen:

Nebenwirkungen
Meine Reduktionswoche hat aber auch Nebenwirkungen, wenn auch geringfügig:
Das wars aber auch schon an Nebenwirkungen. Ich bin geistig und körperlich topfit und zu den gleichen Leistungen fähig, wie sonst auch. Keine Einschränkungen.
Diät?
Warum nenne ich das eigentlich nicht Diät? Weil ich Diäten nicht empfehle. Diät ist die Vorsilbe von Jojo. Mit einer Diät Gewicht zu reduzieren, wenn man nicht gelernt hat, sich gesund zu ernähren, ist vollkommen sinnfrei. Am Anfang steht das Erlernen einer gesunden Ernährung, nicht eine Diät und schon garnicht weniger essen. Essen muß Freude machen und mehr essen macht mehr Freude. Vergleichen wir das mit dem Fliegen von Flugzeugen: Zuerst lernt der Pilot, wie man geradeaus fliegt und dabei die Höhe einhält. Erst, wenn er das beherrscht, lernt er, wie man die Höhe verändert, nach unten oder nach oben. Danach wird sie aber wieder eingehalten, die Flughöhe.
Wenn man gelernt hat, das richtige zu essen, kommt der Gewichtsverlust von ganz alleine, denn der Körper trennt sich gerne von den überflüssigen Pfunden, die schleppt er nicht sehr gerne mit sich herum. Wir ballern ihn nur durch falsche Ernährung ständig mit allen möglichen Zuckerarten voll, so daß er garnicht mehr weiß, wohin damit und die einlagert. In Fettzellen. Die er eigentlich garnicht braucht.
Drum bitte ich die übergewichtigen unter meinen Lesern, diese Reduktionswoche(n) mir nicht nachzumachen. Ansonsten gebe ich meine Ideen ja gerne zur Nachahmung frei, aber diesmal nicht. Wer abnehmen will, stelle seine Ernährung um, gute Beispiele geben die Gesund Essen Beiträge hier im Blog oder die Bücher zur LOGI Methode.
Meine Reduktionswoche dient tatsächlich nur dazu, auszuprobieren, ob es möglich ist, auch mit 47 Jahren noch den Fettring am Bauch zu eleminieren und wie es sich danach anfühlt. Und: Ob es gelingt, danach mit normaler Ernährung (in meinem Sinne), das niedrige Gewicht wieder zu halten.
ACHTUNG – Ich übernehme keine medizinische Verantwortung für meine Leser! Das kann ich nicht, ich verfüge nicht über die entsprechende Ausbildung und auch nicht das entsprechende Wissen. Die folgenden Feststellungen geben daher ausschließlich meine persönliche Erfahrung und meine persönliche Meinung wieder, ohne jede medizinische Grundlagendiskussion!