Es ist bald wieder an der Zeit – wir sollen unseren Bundestag wählen. Früher hatte ich mal eine ganz klare Vorstellung, welche Partei die richtige für mich ist und das Kreuzchen an der für mich richtigen Stelle zu machen, war kein Problem. Inzwischen gelingt mir das nicht mehr so einfach und ich bin mir von Wahl zu Wahl unschlüssig, welche der Parteien ich wählen soll.
Zum Glück wird pünktlich zu jeder Wahl von der Bundeszentrale für politische Bildung der Wahl-O-Mat bereitgestellt:
Wahl-O-Mat präsentiert 38 Thesen und fragt jeweils ab, ob man zustimmt, nicht zustimmt oder dazu keine Meinung hat. Zu jeder These hat Wahl-O-Mat auch die offiziellen Stellungnahmen der politischen Parteien gespeichert und zählt mit, wie gut die eigenen Antworten zu den Parteien passen.
Am Ende der Befragung kann man noch diejenigen Thesen markieren, die einem persönlich besonders wichtig sind, diese werden dann doppelt gezählt. Dann kann man bis zu 8 Parteien auswählen, mit denen die eigenen Thesen verglichen werden. Hier finde ich die Beschränkung auf 8 recht unpraktisch, denn bei den meisten Abkürzungen, besonders der Mini-Parteien weiß man eh nicht, was sich dahinter verbirgt.
Am Ende steht dann die Auswertung, zu jeder Partei wird mit einem Balken angezeigt, wie diese Parte zu den eigenen Antworten paßt. Die Antworten der Parteien kann man auch im Antwortenkatalog übersichlicht herunterladen und nochmal einzeln vergleichen.
Der Wahl-O-Mat ist die einfachste und schnellste Alternative zu “Nicht Wählen gehen”, denn unabhängig davon, daß Politik nicht immer ehrlich ist, nicht zur Wahl gehen, heißt, auf das winzige Recht zur Mitbestimmung verzichten und dem Sieger seine Stimme geben ob er einem gefällt oder nicht. Doof, oder?