Ich hab seit einigen Wochen ein Triple SIM Kit von Callstel (gibt es beim Pearl Versand) an mein Backup iPhone montiert und nach anfänglicher Skepsis bin ich recht angetan davon, denn es funktioniert wirklich – man kann in/an sein iPhone drei SIM Karten montieren und die per Software umschalten.
Meine Anwendungsfälle dafür sind:
Im Kit enthalten ist das schwarze Schutzcover (rechts im Bild) und die biegsame Leiterbahn mit dem Dual SIM Halter. Die 3 SIM Karten und das iPhone muß man natürlich haben und das Werkzeug zum entfernen des Kartenslots vom iPhone findet man in der Verpackung des iPhone:
Als erstes montiert man die beiden “normalgroßen” SIM Karten in die beiden Slots der biegsamen Leiterbahn hinein, bei mir im Bild sieht man zwei SIM Karten, die ich schon mal mit der SIM Karten Stanze zu microSIMs gemacht habe (weil ich die bisher in diesem iPhone ja immer manuell getauscht hatte):
Dann schiebt man die biegsame Leiterbahn in den original SIM Karten Halter des iPhone:
schiebt dann noch die dritte SIM Karte mit in den SIM Halter rein (das geht gut), knickt die Leiterbahn einmal um:
und schiebt das ganze dann in den SIM Kartenslot des iPhone. Nur Mut, bei mir ging das ganz einfach:
Dann knickt man nochmals, so daß die beiden SIM zusätzlichen SIM Karten Halter hinten liegen und gibt das ganze in die mitgelieferte Schutzhülle, die eine extra Aussparung hat:
Und der Lohn der Mühe: Ab sofort hat man im Menü Einstellungen – Telefon – SIM-Anwendungen drei neue Punkte und mit Switch Number schaltet man zwischen den drei SIM Karten hin und her:
Auch wenn es abenteuerlich klingt, es funktioniert tatsächlich bei mir seit einigen Wochen stabil und ich schalte recht oft um.
Normalerweise telefoniere ich ja am liebsten über meine Gigasets, die haben sich bewährt, laufen stabil und bieten eine excellente Sprachqualität. Heute hab ich ein Announcement für die neue Version von Zoiper bekommen und das hat mich bewogen, mal wieder ein Softphone auf meinem Laptop zu installieren. Für den Einsatz vom Laptop aus, mit dem ich ja viel unterwegs bin, sind zwei Features in einem Softphone unabdingbar:
Sollte ich mal kein Headset dabei haben, kommt Zoiper sogar mit dem in meinem HP EliteBook 8740w eingebauten Array Mikrofon zurecht und hat in Testgesprächen sogar mit dem so notwendigen Freisprechen eine absolut akzeptable Gesprächsqualität produziert.
Also ist Zoiper ab sofort mein Notfall Client für die PSAG Intercall, wenn ich mal nichts dabei habe, als meinen Laptop.
Ursprünglich hatte Thomas sich das Gigaset DX800A Telefon ausgesucht, weil wir damit auf der Hütte im Zillertal ein per DECT angebundenes Telefon ohne Verlegung von Kabeln in jedes Zimmer stellen konnten (darüber haben wir hier en Detail berichtet). Inzwischen wurde das Telefon durch Softwareupdates immer weiter verbessert, gewann neue Funktionen hinzu und seit einiger Zeit dienen mir 3 DX800A auf meinen beiden Schreibtischen (einen im Haus in Dorfen, einen bei einem Kunden), sowie auf der Hütte und im Haus am Wörthersee als mein primäres Bürotelefon.
Für meinen Bedarf im Büro ist jeweils ein Mobilteil Gigaset C610 dran konfiguriert (nur auf der Hütte sind darüber hinaus noch weitere 5 Gigaset 3000 Mobile konfiguriert)
Welche Funktionen benutze ich?
Ich kann jede Verbindung sowohl auf dem Tischtelefon, als auch auf dem Mobilteil benutzen, genauso aber auch ein Gespräch, daß ich auf dem Tischtelefon führe, einfach auf das Mobilteil weitergeben (oder umgekehrt), egal, um was für eine Verbindung es sich handelt. Das führt zu tollen Situationen: Ich kann mit dem Mobilteil im Fitnessraum ein Gespräch annehmen, das auf dem Handy reinkommt (weil das Handy im Büro liegt, denn im Fitnessraum hat es keinen Empfang), dann mit dem Mobilteil ins Büro gehen und das Gespräch dort auf dem Tischtelefon am Headset weiterführen oder sogar auf das Konferenztelefon weitergeben.
Ach ja: Headset. Das DX800A kann neben dem Mobitelefon über auch ein Headset über Bluetooth ansteuern. Ich habe das mit meinem Jabra M5390 Bluetooth Headset eine Zeitlang probiert, war aber nicht begeistert.
Das Problem liegt dabei nicht am Headset oder am DX800A. Das hat absolut störungsfrei funktioniert. Einmal eingebucht paßt das. Das Headset schaltet sich aber ab, wenn es aufgeladen wird und das erste Gespräch nach dem Aufladen konnte ich dann meist nicht schnell genug übergeben. Also kann man es nicht nach jedem Gespräch in die Ladestation stecken und läßt es auf dem Schreibtisch rumliegen. Dann aber ist es genau dann leer, wenn man ein längeres Gespräch hat. Taugt mir nicht.
Besser ist da für mich ein kabelgebundenes Headset, wie meine Jabra GN2100, die mit dem passenden 2,5mm Anschlußkabel nicht nur am DX800A (rechts vorne) angeschlossen werden können, sondern bei Bedarf auch als Headset am Mobilteil dienen können. Am DX800A muß man übrigens eine der Direktwahltasten mit der Funktion “Headset” belegen, dann kann man das Headset leicht aktivieren.
Noch eine tolle Sache ist die Zeitsteuerung für die Klingeltöne. Da man die Klingeltöne nicht ganz ausschalten kann, eines meiner Telefone aber bei einem Kunden im Büro steht, wo ich nur 2 Tage die Woche bin, verwende ich dort die Zeitsteuerung, um die Klingeltöne einfach auszuschalten. Ich habe 0-24 Uhr als “Aus” definiert und schalte die gesamte Zeitsteuerung einfach ein, wenn ich das Büro verlasse und aus, wenn ich wieder dort im Büro bin.
Alle beschriebenen Funktionen benutze ich seit Monaten im rauhen Tagesbetrieb und sie funktionieren völlig störungsfrei. Natürlich hätte ich noch eine kleine, eine klitzekleine Wunschliste an Gigaset für das DX800A:
Eine kurze Wunschliste, nicht?
Das hatt' ich nun schon mehrfach, daß die Facebook App auf dem iPhone falsche Bilder anzeigt. Ist ziemlich lästig, weil man die Kommentare und Posts von Freunden durcheinander bringt, denn man guckt eher auf das Bild, als auf den danebenstehenden Namen. Absolut inakzeptabel ists aber, wenn mein eigenes Foto falsch angezeigt wird:
Einzige Lösung, die mir dazu eingefallen ist: Die Facebook App löschen. Dazu mit dem Finger lange auf das Facebook Icon tippen, bis das schwarze Kreuz links oben erscheint, das dann antippen und die Abfrage mit "Löschen" beantworten:
Dann kann man sie im Appstore wieder suchen und installieren:
Nachteil der Aktion: Man muß sich wieder mit seinem Facebook Account anmelden:
Aber: Sofort sind die Bilder repariert (vgl. oben)
Meine Facebook App fürs iPad hatte den Fehler auch schon mal. Gleiche Reparatur, ist ja schließlich die gleiche App.
Das iPhone ist ja durch die Synthese eines Telefons mit einem MP3 Player eine perfekte Einheit, mit der man seine Musik immer dabei hat. Allerdings stellt das iPhone auch einige Anforderungen an einen angeschlossenen Kopfhörer, weil es zum einen ein Telefon ist und so während des Musikgenusses durch sei Gefunke Störungen auf das Kabel des angeschlossenen Kopfhörers gibt, zum anderen, weil man das iPhone gerne mit einem Bumper umhüllt und dann nicht mehr jeder Stecker paßt.

So mußte ich mich von meinen über viele Jahre liebgewonnenen Koss Porta Pro Kopfhörern nun leider trennen. Die sind zwar optimal zu falten und zu verstauen, klingen sehr gut, tragen sich einfach fantastisch, weil sie so leicht sind und überhaupt nicht drücken (gelegentlich rupften sie mir mal ein Haar aus, aber davon hab’ ich ja genug). Leider aber paßt der Stecker nicht an ein iPhone mit Bumper und, schlimmer, er kann die Störgeräusche vom iPhone nicht abfangen, sondern leitet sie in seine Lautsprecher weiter. Da fällt dann kaum mehr ins Gewicht, daß man mit ihm nicht telefonieren und den iPod nicht steuern kann.
Außer Konkurrenz ist natürlich mein Sennheiser HD 25. Der dient nicht zum Musikhören, sondern zur Arbeit und ist unverzichtbar für jeden Tontechniker und DJ. Die Muscheln sind einzeln schwenkbar, er ist geschlossen, macht richtig laut und ist extrem robust. Für unterwegs ist er mir allerdings zu sperrig und natürlich paßt der Stecker nicht ins iPhone mit Bumper, er hat keine Steuertasten fürs iPhone und die Störgeräusche schlagen auch voll durch. All das stört aber im Einsatz an der PA Anlage nicht:
Zurück zum iPhone.
Zuerst mal nimmt man natürlich die Apple Original Kopfhörer, die beim iPhone mitgeliefert werden. Die sind günstig, leicht zusammenzurollen und in der Hemdtasche zu verstauen. Man kann mit ihnen telefonieren und den iPod steuern, jeder sieht sofort, daß man ein iDevice am anderen Ende hat, weil die weißen Dinger nun mal jeder aus der Werbung kennt. Sie klingen halt so naja. Um ehrlich zu sein: Sie klingen ziemlich naja. Eigentlich klingen sie nicht. Zusammen mit der Lautstärkebegrenzung der Apple Devices klingen sie rsogar echt wenig.
Ich habe aber immer ein Paar dabei, denn sie sind die einzigen, die man verwenden kann, wenn man sich nicht ganz abschalten möchte, sondern nur mit einem Ohr Musik hören will. Sie sind auch die einzigen, die in eine Hemdtasche passen, es ist keine Katastrophe, wenn sie wegkommen,weil man sie billig nachkaufen kann und, ja man kann tatsächlich mit ihnen telefonieren. Allerdings sind sie auch immer, wenn man sie braucht, ganz entsetzlich verknotet. Aber was erzähle ich – jeder, der ein iDevice hat, weiß das aus eigener Erfahrung.
Einige Zeit habe ich den Sennheiser MM200 mit meinen iPhones verwendet. Die Dinger haben einen ordentlichen Sound, allerdings hapert es auch hier an der maximalen Lautstärke. Für inEar Modelle tragen sie sich recht ordentlich, man kann das Kästchen an einem Gummiband um den Hals hängen oder mit einem Clip an der Kleidung befestigen (beides mitgeliefert). Musik kann man starten und stoppen am Kästchen und man kann lauter und leiser stellen. Das Kästchen wird per Bluetooth gekoppelt, das erscheint einem erstmal toll, weil man kein Kabel zwischen iPhone und dem Kästchen hat. Die dünnen Kabel zwischen Kästchen und Ohrstöpseln verursachen nur sehr minimale Tragegeräusche, nur wenn es windig ist und man leise Musikpassagen hört, stören die Windgeräusche an den Kabeln etwas.
Mit der Zeit stellte ich dann fest, daß die Kopplung über Bluetooth auch Nachteile hat: Ich habe mehrere iPhones und ein iPad. Einen schnurgebundenen Kopfhörer stecke ich einfach um. Stecker hier raus. Stecker dort rein. Fertig. Ein Bluetooth Headset muß man erst mühsam umkoppeln. Das ist sehr lästig. Zweitens: Das Ding braucht ein Akku. Das ist oft leer, wenn man Musik hören möchte und man muß es regelmäßig aufladen, wozu man ein spezielles USB Kabel mitnehmen muß und ein Ladegerät.
Telefonieren geht mit dem Sennheiser MM200 nicht, ich habe die Gesprächspartner immer gut verstanden, die mich aber nicht. Es gab ständig Reklamationen, ich wäre so schlecht verständlich, ob ich nicht näher ans Mikro könnte. Ich hatte im Laufe eines Jahres mal einen Garantieschaden, der rechte Lautsprecher wurde immer leiser. Da habe ich anstandslos und schnell von Sennheiser einen Ersatz erhalten. Toller Service. Inzwischen wird der rechte Lautsprecher übrigens wieder leiser.
Einen gewaltigen Nachteil haben sie auch: Sie sind nicht weiß.
Als nächstes versuchte ich die Apple In Ear Kopfhörer. Die werden hochgelobt, wegen den zwei Systemen und dem tollen Klang. Davon habe ich persönlich nichts gehört. Gut, das mag an meinen Ohren liegen: Zunächst spielte ich rum mit den verschiedenen Aufsätzen, S, M und L werden als Gummistöpsel mitgeliefert. Baß hörte ich nur mit den S Aufsätzen, aber auch nur, wenn ich die Dinger in einem bestimmten Winkel ins Ohr steckte. Kaum verrutschen sie, ist der Baß weg. Da sie nie gleich sitzen, ist immer ein Ohr leiser, als das andere. Da sie relativ tief ins Ohr müssen, kommen sie immer voller Ohrenschmalz wieder raus. Hört man leise Musik und geht dabei spazieren, nerven die Geräusche der Kabel an der Kleidung, die sich 1:1 ins Ohr übertragen.
Postiv? Das Mikrofon ist toll, meine Gesprächspartner haben mich immer toll verstanden. Man kann den iPod vollumfänglich steuern. Sie sind weiß und das Kabel hat die richtige Länge.
Ich hab sie verschenkt.
Letzthin war ich dann im Bose Store in München, hoffend, daß ich mit einem neuen Kopfhörer wieder raus komme. Ich hab verschiedene Modelle probiert und blieb am Bose OE2i hängen. Bose Fans brauche ich den Klangunterschied nicht zu beschreiben, das Ding klingt nicht naja, sondern richtig super (auch besser, als mein geliebter Koss Porta Pro). Ein klassischer Kopfhörer in Form eines Ohrenwärmers (was man im Winter gut brauchen kann) mit einer Bedieneinheit am Kabel, um den iPod zu steuern. Mikrofon klasse, meine Gesprächspartner verstehen mich sehr gut (natürlich sieht es immer etwas debil aus, wenn man ohne Telefon am Ohr telefoniert). Durch die Form bedingt, drückt der Kopfhörer etwas, wenn man eine Brille trägt (der Kopfhörer drückt auf das Ohr, das Ohr auf die Brille und die Brille dann auf den Kopf. Läßt sich nur vermindern, indem man Brillen mit sehr schmalen Bügeln kauft. Oder Kontaktlinsen).
Aber das wichtigste: Er ist weiß.
Das ist auch einer der drei Gründe, warum ich mich in den Bose OE2i verliebt habe und nicht in das größere Modell mit Geräuschunterdrückung: Den gibt es nicht in weiß. Nur in silber mit schwarzen Bügeln (kann natürlich sein, Bose ändert das bald). Die beiden anderen Gründe: Das Modell mit Geräuschunterdrückung zaubert magisch alle Umgebungsgeräusche weg. Ich habe ein wenig Sorge, daß ich dadurch mal in einen fahrenden Panzer laufe, weil ich ihn nicht höre. Grund 3: Es braucht ein Akku, das man aufladen muß, siehe oben.
Den Bose OE2i kann man perfekt zusammenfalten und dann mit dem mitgelieferten, sehr stabilen Etui prima in die Tasche stecken. Ohne Etui passt der Kopfhörer auch in die hintere Tasche einer Jeans, das ist praktisch zum Spazierengehen, aber dann sollte man auf jeden Fall an seinen Kopfhörer denken, bevor man sich hinsetzt. Besser ist, ihn am Hals aufzubewahren (wie man das damals mit den Walkman Kopfhörern gemacht hat, damit auch jeder gesehen hat, daß man einen Walkman hatte).
Die Ohrpolster, das Kabel und das Transportetui sind übrigens einzeln nachkaufbar! Apropos Kabel: Das ist leider nicht weiß und es ist eine Idee zu lang (etwa 20 cm). Das wars aber schon mit den Nachteilen. Kommt mir jetzt nicht mit dem Preis, der ist für den Klang und den Style absolut angemessen.
So, zu guter Letzt hatte ich Euch noch ein Kapitel mit Tricks zum Steuern des iPhone / iPod versprochen. Ich beziehe mich auf die Steuertasten an den Original Apple Earphones und am Bose OE2i: