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Mittels Roaming einer deutschen Datenkarte würde man ja in Spanien arm, wenn man online arbeitet, wie ich, also muß hier, wie ich das auch in Österreich und in der Schweiz praktiziere, eine Prepaid Karte her. Das ist in Spanien einen Hauch komplizierter, als in den genannten Ländern, aber es gibt zum Glück professionelle Unterstützung eines Versenders: Unter www.prepaid.es kann man die benötigte Datenkarte nicht nur vorab bestellen und gleich aktivieren lassen, man bekommt auch sehr gute, deutsche Anleitungen dazu (die man dann nur noch lesen und befolgen muß). Der Anbieter versendet nur gegen Vorkasse, also muß man ein paar Tage vorher bestellen, damit die Karte rechtzeitig da ist:

www.prepaid.es

Ich hab mich für eine Vodafone BONESESSION entschieden, weil ich weiß, daß vor dem Hotel Fuerteventura Princess ein Vodafone Sendemast steht und die Geschwindigkeit meistens über 2 MBit liegt (allerdings muß man in Spanien öfter mal damit rechnen, daß das UMTS/HSPA ausfällt und der Sendemast dann nur mit GPRS sendet. Am besten macht man dann eine Pause, die Störung geht vorbei, nach 1 oder 2 Stunden ist der Mast im allgemeinen repariert und sendet wieder Full Speed).

Wenn man die beiliegende Anleitung gelesen hat, nimmt man ein altes Handy samt Ladegerät mit, damit man in der Lage ist, in Spanien (das geht nicht von Deutschland aus!) die Datenoption zu aktivieren. Ich hab eines meiner alten Nokia Einfachhandies mitgenommen, das dient dann gleichzeitig als Backup, falls die diversen Smartphones mal den Geist aufgäben:

Nokia

Aktiviert wird die Datenoption mit einer SMS

C MES

so wird z.B. das 2 GB Paket aktiviert (die SMS ist je nachdem, welches Paket man mitgekauft hat, unterschiedlich). Bei der Gelegenheit schalte ich gleich noch die PIN Abfrage der SIM Karte aus und baue danach die Karte in den Router um.

Dort muß man dann ein neues Dialup Profil eingeben, um den APN “ac.vodafone.es” zu hinterlegen:

APN

Da Vodafone Spanien kein Internetportal anbietet, in welchem man das restliche Guthaben abfragen kann, muß man selbst ein wenig Buchführung betreiben. So lese ich regelmäßig aus meiner Web’n'Walk Box IV, in der die Karte drinsteckt, den “Basic Status” aus und notiere mir die Received und Sent Megabytes und die Duration der Verbindung, damit ich interpolieren kann, falls die mal unterbrochen wird (was eigentlich nicht passiert):

Buchhaltung

Hier sieht man schon, ich habe gerade nachgeladen, was etwas umständlich funktioniert, andererseits auch wieder einfach ist, denn man muß dem Personal in einem Laden nichts besonderes erklären.

Zunächst muß die Karte aus dem Router raus und kommt wieder in das Nokia Handy rein. Einschalten. Damit zur nächsten Tankstelle oder zum Supermarkt, es bieten viele eine PrePaid Handyaufladung an. Ich nehme gleich noch die Karte mit, auf der die Nummer des Telefons draufsteht, dann kann ich die dem Personal hinlegen, einen 50 € Schein dazu und die wissen, was zu tun ist:

Karte

An meiner bevorzugten Tankstelle laden sie online auf, das bedeutet, Sie nehmen den 50er, tippen auf einem Kreditkartenterminalähnlichen Gerät rum und mein Nokia bekommt eine SMS, daß nun 50 € Guthaben aufgeladen wurden. Quittung gibts auch noch.

Zurück im Hotel muß dann umgebucht werden, nämlich vom Geldguthaben in Gigabytes; das geschieht wieder mit einer SMS

C MES

so wird ein 2 GB Paket gekauft, das kostet 32 € (auf den Kanaren, denn hier gibts keine Mehrwertsteuer). Das restliche Geldguthaben kann man mit *134# abfragen, das restliche Megabyteguthaben leider nicht, drum die Buchführung, siehe oben.

Es soll bei 80% verbrauchtem Guthaben eine SMS kommen, die ich natürlich nicht empfangen kann, solange die SIM Karte im Router steckt, weil die Web’n'Walk Box IV dafür keine Applikation hat.

Theoretisch könnte man mit der Karte auch telefonieren, was sich natürlich unpraktisch gestaltet, solange die im Router eingebaut ist. Außerdem finde ich einen Tarif von 0,38 € nicht wirklich sexy, da ist mein T-Mobile iPhone sogar im Roaming günstiger.

Bleibt zuletzt nur noch der Merker in meiner ToDo Liste, daß ich in 8 Monaten über www.prepaid.es eine Aufladung bestelle und durchführen lasse, denn ohne weitere Aufladung wird eine spanische Prepaidkarte nach 9 Monaten (!) deaktiviert und die Nummer gelöscht (die sind hier relativ knapp mit den Handynummern).

Als einer der Wegbereiter des papierlosen, oder nennen wir es ehrlicherweise “papierarmen” Büros, erstelle und pflege ich ja einige kundenindividuelle Anwendungen zum Dokumentenmanagement. Bei diesen Anwendungen ist natürlich immer eine Scannerschnittstelle mit drin (neben der obligatorischen Schnittstelle zum Import von PDF und TIFF Dateien, sowie meiner Schnittstelle zu Microsoft Outlook), um Dokumente, die noch auf Papier vorliegen, ins System zu bringen.

Normalerweise führe ich in meinem Bürokoffer immer meinen Überall-Scanner mit mir (man muß ja mit gutem Beispiel voran gehen), nach Fuerteventura hab ich mir die paar Gramm fürs Reisegepäck aber gespart. Zu gering ist die Chance, daß mir hier auf der Insel Dokumente unterkommen, die ich scannen muß. Ich programmiere aber aktuell eine neue Version einer Dokumentenverwaltung für eine Rechtsabteilung eines Unternehmens und dazu muß ich auch regelmäßig testen, ob meine Scannerschnittstelle sauber funktioniert (ich kann alle TWAIN kompatiblen Scanner aus der Anwendung direkt ansprechen und Dokumente ohne weitere Dialoge scannen. Nur so ist ein integrierter Arbeitsablauf möglich, man gibt alle Daten zu den entsprechenden Dokumenten ein und zieht im gleichen Vorgang die Papierdokumente, E-Mails aus Outlook und eventuell auf der Platte oder im Netzwerk vorhandene Files mit hinein. Dann kann man den Vorgang in einem Rutsch abschließen).

Hier kommt ein kleines Stück Software zum nützlichen Einsatz, nämlich TwainImporter Pro von scanworks. Den habe ich auf der virtuellen Maschine installiert, auf der ich meine Anwendung teste und er stellt eine TWAIN Schnittstelle zur Verfügung:

TwainImporterPro

Wenn meine Anwendung nun via TWAIN scannt, öffnet TwainImporter Pro einen Filedialog, in dem ich PDF, TIFF oder auch JPEG Dateien auswählen kann. Die ausgewählten Dateien werden dann in die TWAIN Schnittstelle eingelesen und für meine Anwendung sieht es so aus, als würden diese Daten direkt vom Scanner kommen. Ich hab’ ihn so eingestellt, daß er immer alle Dateien aus einem bestimmten Verzeichnis importiert und löscht. So kann ich den Dialog ausblenden und gebe ihm einfach die zu scannenden Dateien in einem bestimmten Verzeichnis – das ist genauso, als würde ich Papier in einen Scanner einlegen (nur daß der Scanner die Papiere hinterher nicht automatisch schreddert):

Scanworks TWAIN Importer

Fernab von der Programmierung hat das übrigens noch einen weiteren praktischen Nutzen (über dessen Legalität muß der geneigte Leser natürlich selbst entscheiden): Es gibt PDF Dokumente, die dagegen geschützt sind, gedruckt zu werden oder auch nur dagegen geschützt, wieder in einen PDF Drucker ausgegeben zu werden (z.B. manche Formulare in Adobe Acrobat). Die kann man über TwainImporter Pro prima einlesen und dem Adobe Acrobat als Scan eines Papierdokumentes präsentieren!

Für die nächsten 7 Tage habe ich mein Büro hier in Fuerteventura aufgeschlagen. Wer genau wissen möchte, wo es liegt, hier ist die Karte:


View Larger Map

Vom Strand aus betrachtet, sieht das so aus, am Ende der Pfeilspitze ist mein Balkon:

Bürobalkon

Von der anderen Richtung aus gesehen, siehts dann so aus:

Aussicht

Die Miniaturisierung des notwendigen Rechenzentrums ist in den letzten Jahren auch weit, weit fortgeschritten. Im Bild von links unten nach rechts: Die Tasche mit den Kabeln, drüber der Ersatzlaptop, rechts der Blackberry, darüber das Ersatz iPhone, dahinter die Basisstation meines C610 VoIP Telefons, dann das iPad, eine kleine Steckdosenleiste und rechts der UMTS Router, der das WLAN hier aufspannt und einen Netzwerkanschluß für das VoIP Telefon bereitstellt. Auf Drucker und Scanner habe ich aus Gewichtsgründen verzichtet.

Rechenzentrum

Nicht jedoch auf die Kaffeemaschine, die Handpresso samt einem ordentlichen Vorrat an ESE Pads gehört genauso, wie ausreichend Wasser zur Basisversorgung:

Kaffeemaschine

Erreichbar bin ich, wie immer, über meine normalen Büronummern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien, sowie über die Expressnummern. Natürlich auch sehr gerne per E-Mail, Google+, Facebook oder Twitter, das ist dann nicht so zeitkritisch, wie telefonieren, denn zwischendurch kann schon mal sein, daß ich meine Füße ins Wasser stelle:

Füße im Wasser

Auf meinem neuen Laptop mit Windows 7 64-bit ist Office 2010 in der 32-bit Variante installiert (das hat mehrere Gründe, einer davon ist, daß das Outlook Plugin unseres Mailservers PSAG Mail noch kein Outlook 64-bit unterstützt). Irgendeiner dieser Gründe führte dazu, daß in meinem Outlook der Evernote Button nicht erschien (den brauche ich aber täglich, um interessante E-Mails ganz einfach in Evernote zu speichern).

Outlook zeigte mir unter Options – Add-Ins dann auch, daß das Evernote Add-In inactive wäre:

Inactive

Der Versuch, es zu aktivieren (über den “Go” Button unten im Dialog), scheiterte in der Fehlermeldung “Not loaded. A runtime error occurred during the loading of the COM Add-in”:

Aktivierung

Eine Neuinstallation brachte auch keine Besserung, auch, wie in manchen Foren empfohlen wurde, Deregistrierung des Plugins mit REGSVR32 /U EvernoteOL.dll (im Verzeichnis von Evernote ausgeführt) änderte nix.

Die Anfrage bei Evernote (wozu ist man Premiumkunde) erbrachte folgende Vorgehensweise, die dann auch zum Erfolg führte:

  • Evernote und Outlook, am besten alle Programme, schließen
  • Evernote deinstallieren
  • Rechner rebooten
  • Die aktuelle Pre-Release Version von Evernote herunterladen
  • Evernote nun installieren, aber “Custom” wählen und Evernote nicht “For All Users” installieren, sondern nur für den angemeldeten Benutzer (es wird dann in das Local App Data installiert)

Tatsache, der Evernote Button ist wieder da (und funktioniert)

Evernote Button

Da hätte ich eine glänzende Idee gehabt: Auf den DVDs mit Aufnahmen aus der Metropolitan Opera sind immer zum Originalgesang auch Untertitel in allen möglichen Sprachen untergebracht. So könnte ich, dachte ich mir, eine Oper genauso verfolgen, wie in der Münchener Staatsoper, wo Übertitel eingeblendet werden (Untertitel wären da nicht so sehr praktisch, die müßten ja irgendwo im Orchester eingeblendet werden).

Also mit dem Xilisoft DVD Ripper Ultimate 7 (eine Testversion von DVD Ripper Ultimate 7 gibts hier) den Main Track von der DVD runtergezogen und dabei Deutsche Untertitel ausgewählt:

Rip

Die Datei dann aufs iPad synchronisiert und – die Enttäuschung war groß! Denn die Untertitel werden vom iPad Video Player nicht angezeigt. Bäh!

Nach meiner Suche fand ich den (kostenpflichtigen) oPlayer HD fürs iPad, der Untertitel abspielen kann. Allerdings kann der wiederum nicht auf die Videos zugreifen, die in der iTunes Library gespeichert sind, sondern hat einen eigenen Speicherbereich, den man über die Apps Dateifreigabe im iTunes einzeln füllen muß:

Dateifreigabe

Aber immerhin, oPlayer HD zeigt die Untertitel an der passenden Stelle an:

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