Online-Upload mit der Eye-Fi Karte – gute Idee, dilettantisch umgesetzt
Montag 23. August 2010 von Christian Pohle
In meinem Blog-Eintrag Fotos aus der Canon 550d mit dem iPhone zu Twitter senden hatte ich beschrieben, wie ich mit der Eye-Fi Pro X2 Speicherkarte mit Wi-Fi Bilder in einer Auflösung von 1024×768 auf meinen FTP Server übertrage. Ich habe seinerzeit geglaubt, daß die Eye-Fi Karte die Umrechnung des Fotos erledigen würde und das auch so dargestellt:
In den Advanced Options ist nun die wichtige Option, daß das Bild von der Eye-Fi Karte heruntergerechnet wird, ich habe 1024px eingestellt.
Da habe ich mich leider getäuscht. Im Schwarzwald waren wir öfter mal an lauschigen Orten, an denen mein Huawei E5 Router nur eine EDGE Verbindung aufbaute und ich wunderte mich maßlos, daß der Upload des Fotos fast eine halbe Stunde brauchte.
Ich stellte einen Vergleich an, in welchem ich ein Foto von der Kamera in das iPad kopierte und dort mit Photogene verkleinerte und dann hochlud. Das war deutlich schneller – nebenbei entstand der Artikel Photogene für iPad jetzt mit FTP Upload, der genau das beschreibt.
Also suchte ich in allen erreichbaren Dokumentationen der Eye-Fi Karte, fand aber keinerlei Beschreibung darüber, wie ein Foto online gestellt wird. Eine Anfrage beim Support von Eye-Fi förderte dann zumindest folgende Aussage zutage:
Wichtig ist hierbei der Satz
Die Karte selber vergrössert oder verkleinert keine Datei.
Daraus konstruiere ich nun folgenden Ablauf:
- Ich schieße ein Foto, markiere das als “Schützen” in der Kamera, damit die Eye-Fi Karte aktiv wird.
- Die Eye-Fi Karte überträgt das gesamte Foto im JPG Format in der Auflösung, in der meine Kamera das Foto geschossen hat, auf einen unbekannten Server.
- Dieser unbekannte Server rechnet das Foto auf 1024px um, loggt sich bei meinem FTP Server ein und überträgt das Foto dort hin.
Bei diesem Ablauf habe ich verständlicherweise zwei Probleme:
- Ein Praktisches: Irgendwo auf der Welt schnell ein Foto twittern geht nicht, weil erst das Foto in der Auflösung, in der meine Kamera die Fotos schießt, über die Internet Verbindung hochgeladen werden muß. Das ist unnötige Verschwendung von Bandbreite.
- Ein Datenschutzproblem: Der “unbekannte Server” kennt das Paßwort für meinen FTP Server (oder jeden anderen Online Sharing Service), das ich auf meiner Karte eingetragen habe. Ich wurde an keiner Stelle im Prozeß darauf hingewiesen, daß das Kennwort irgendwo online gespeichert wird.
Ich bin im Augenblick enttäuscht und ziehe meine Empfehlung für die Eye-Fi Karte wieder zurück. Gute Idee, dilettantisch umgesetzt.
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