Es war langsam dringend nötig, mal neue Bilder von mir online zu stellen, die alten Bilder zeigten mich noch alle mit kurzen Haaren, da würde ich mich ja selbst nicht mehr auf der Straße erkennen. Allerdings scheue ich den Aufwand immer, nicht das schießen der Bilder, auch nicht die Nachbearbeitung im Photoshop – richtig aufwändig ist allerdings, dann alle sozialen Netzwerke abzuklappern und dort die Profilfotos auszutauschen. Heute hab ich den Aufwand mal wieder betrieben und 4 Stunden später sind nun alle Fotos wieder aktuell. Meinen fleißligen Blog-Lesern möchte ich die Bilder natürlich auch nicht vorhenthalten, hier sind sie:
Das blaue Bild lasse ich übrigens bei www.warholize.me bearbeiten, das geht fix und für 1 € hat man sein Bild im Andy Warhol Look. Die totalen Stars sind natürlich Timmy und Tobi, das Bild mit den Sonnenbrillen wurde alleine bei Facebook so oft geliked, da könnte man neidisch werden….
Meine Lust aufs Fotografieren hab ich gestern und heute genutzt, und mal einige Fotos von mir selbst in meinem Studio gemacht. Ich belege im Rahmen meiner Serie “Boys and Men” somit den Ehren(?)platz des ältesten Modells. Wobei, ich laß mir den Titel gerne mal abnehmen, wenn jemand möchte…
Ich hab eine erste Zusammenstellung der Fotos vom gestrigen und heutigen Shooting gemacht, um Eure Neugier zu befriedigen:
Insgesamt sind nun 720 Fotodateien auf der Festplatte, wobei ich im JPG+RAW Modus schieße, es sind also tatsächlich nur 360 verschiedene Fotos. Die müssen nun nachbearbeitet werden, das wird einige Abende dauern und den Charakter der Fotos nochmal gründlich ändern.
Wenn ich fertig bin, wird es dann ein öffentliches Album geben.
Alle Fotos sind mit mir selbst und von mir selbst per Funkauslöser fotografiert (mach ich übrigens auch, wenn ich nicht selbst vor, sondern hinter der Kamera stehe, so ist man dem Modell näher). Styling und Licht ist auch von mir. Wenn jemand der Überzeugung ist, daß ich daran was verbessern kann, mach ich sehr gerne meine nächste Session mit ihm!
Ich habe 6,5 Stunden im Fotostudio verbracht, das entspricht etwa einem Foto pro Minute. Das ist auch die Taktrate, die meine anderen Modelle von mir kennen, ich gehe das recht unhektisch an. Meine Kamera spielt jedes Foto sofort aufs iPad, dort wird kontrolliert und fürs nächste Foto verbessert.
Nächster Schritt ist jetzt etwa noch zweimal soviel Zeit, bis die Fotos in Photoshop bearbeitet sind. Ihr könnt ja dann einen Vorher-/Nachher Vergleich anstellen.
Ich hab den Morgen mal wieder in meinem Fitnessraum begonnen, was an sich nichts erwähnenswertes wäre (höchstens einen Post “Bewegung!” wäre das wert), wenn ich ihn nicht in mein Fotostudio umgebaut hätte (was exakt 10 Minuten dauert). Ich wollte mal wieder ein aktuelles Bild von mir machen und den Schlumpf (ihr erinnert Euch, das “Wahrholized” Bild) durch was neues ersetzen.
Diesmal gings weniger um die leicht dunklere Haut, die ich durch eine Woche auf Fuerteventura habe (da könnte ich im Sommer auch ein Bild machen) – die war allerdings eine Gelegenheit meinen Faltreflektor mal auf die Seite mit der Goldfolie zu drehen. Mir gings mehr um die Tatsache, daß ich mal ein Foto mit Brille von mir machen wollte und ich weiß noch von früher, daß das recht trickreich ist, wenn man nicht das halbe Studioequipment inklusive Blitzgeräte in der Brille sehen möchte.
Am längsten dauert es natürlich, das passende Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und heute kam erschwerend hinzu, daß mein Canon RC-6 Fernauslöser den Geist aufgegeben hat und ich mich jedesmal zur Kamera vorbeugen mußte, auf den Auslöser drücken, zurücklehnen, Lächeln, in die richtige Richtung sehen, Peng. Mit Fernauslöser ist das dramatisch einfacher.
Zu Technik: Mit der Canon 550d auf manueller Stellung, 1/60 sec, f/6,3, ISO400, Objektiv auf 18mm. Remote Control für die Blitze auf der Kamera, somit kein Licht von vorne, ein Canon Speedlite von 75 Grad links durch den weißen Schirm als A, ein Speedlite blitzte nach rechts in den Goldreflektor, der bei etwa 80 Grad stand als B. Verhältnis A:B war 1:2,5. Ich hab ein wenig experimentiert, schon wenige Zentimeter nach vorne oder zurück mit dem Goldreflektor veränderten die Belichtung drastisch. Ausgespielt über die WiFi Karte aufs iPad, das am Stativ montiert war, damit ich sofort sehen konnte, ob mein Lächeln paßt. Und sich nix in der Brille spiegelt. Ich halte das Experiment für gelungen. Das mit der Brille.
Kaum nachbearbeitet: In Picasa 3 als Quadrat ausgeschnitten (weil ich es so als Profilfoto für alle Social Networks hernehmen kann) und mit dem Effekt “Vignettierung” in schwarz bearbeitet, damit dir Ränder noch stärker abfallen.
Der heutige Besuch bei unseren Friseur Rainer Renauer erforderte unbedingt, daß wir die neuen Frisuren auch fotografieren. Auf der Rückfahrt überlegte ich mir schon, wie ich ein Fotostudio auf der Hütte improvisieren könnte – ich habe natürlich weder meine Blitzgeräte, noch die Reflektoren und schon garnicht die Hintergrundfolie aus meinem Studio dabei. Fotos draußen fällt heute auch aus, denn es schüttet in Strömen und die Frisuren überleben das höchstens für 20 Sekunden, das entspricht 2 Fotos.
Also habe ich eines der Hüttenzimmer, Thomas und Martin nennen es eh schon “Multifunktionsraum” kurzerhand zum Fotostudio umfunktioniert. Es hat ein großes Fenster Richtung Zillertal, da kommt im Augenblick nicht Tageslicht rein. An der Wand daneben ist eine Lampe montiert, die habe ich eingeschaltet und dann meinen Fotoapparat direkt neben das Fenster gestellt (das Stativ habe ich immer dabei). Den Blitz habe ich auf die Decke gerichtet und die Weitwinkelstreuscheibe des Blitzes als kleinen Reflektor verwendet (den Blitz habe ich auch immer dabei):
Alle Wände des Zimmers sind aus Holz, die Decke auch – so entsteht ein warmer Farbton, den man auch nicht wegbekommt. Hüttenstudio halt. Das Bose Sounddock sorgt für die entsprechende musikalische Laune.
Natürlich habe ich auch meine Eye-Fi Studiokarte immer dabei, so kann ich die Bilder direkt auf das iPad ausspielen. Unabdingbar bei den Bildern von mir, die per Funkauslöser gemacht wurden (den habe ich auch immer mit) und praktisch bei den Bildern von Thomas und Martin, die sich gleich begutachten können:
Die Fotos folgen gleich.
Mit der aktuellsten Firmware macht mir die Eye-Fi Karte im Fotostudio richtig viel Spaß – endlich spielt meine Kamera die Bilder, die ich mache nahezu live auf das iPad aus und wir können sie sofort in vernünftiger Größe betrachten:
Allerdings mag ich meine Eye-Fi Karte nicht andauernd umkonfigurieren und auch keine Timeouts haben, also hab’ ich mir fürs Studio eine zweite Eye-Fi Karte gekauft, da tuts eine Mobile (eigentlich tuts auch eine Connect, aber 4 GB sind mir zuwenig, man weiß ja nie, wie lang so eine Fotosession dann werden kann). Diese hab ich so eingestellt, daß der Direct Mode endlos aktiv ist, bis ich die Kamera abschalte:
Der automatische Wechsel zwischen Private Networks und Direct Mode ist ja eine hübsche Idee, aber hier im Studio natürlich nicht durchführbar, weil unser Hausnetz hier überall empfangbar ist (wäre ja schlecht, wenn nicht).
Außerdem hab ich die Eye-Fi Karte fürs Studio so konfiguriert, daß sie alle geschossenen Fotos überträgt, nicht nur diejenigen, die ich in der Kamera schütze (was unterwegs wiederum wünschenswert ist):
Der Ablauf ist dann einfach:
Dann werden alle Fotos, die ich mit der Kamera mache, umgehend auf dem iPad angezeigt. Funktioniert großartig (inzwischen, mit der älteren Eye-Fi App und mit den älteren Firmwares auf den Eye-Fi Karten ging das noch nicht so stabil).
Am Ende der Session wechsle ich dann wieder die Eye-Fi Karten aus und tu meine Eye-Fi Pro wieder rein, die zu allen meinen WLANs verbindet und zu public Hotspots und alle Fotos, die ich in der Kamera “schütze”, zu Picasa hochlädt. Dazu ein andermal mehr.