Da ist er nun, der Blackberry Q10. Die Hoffnung von Blackberry nach dem durchaus vielversprechenden Blackberry Z10. Der Q10 hat nun wieder eine feste Tastatur, dafür hat er ein kleineres Display – von der Form her ist er den klassischen Blackberries wieder ähnlich. Ich hab ihn am Samstag in Betrieb genommen
Hier nun mein Erfahrungsbericht nach den ersten zwei Tagen im Vergleich zum Z10 (über den ich hier berichtet habe)
Was fehlt mir noch (das ist eine dringende Bitte an die Softwareentwickler):
Das Resumee? Der Blackberry Q10 in der linken Hosentasche ersetzt jetzt den Z10 und das iPhone bleibt recht – für das, was der Blackberry (noch) nicht kann.
Nach nunmehr 15 Jahren endete heute der Betrieb in unserem Rechenzentrum in Dorfen. Im Mai 1998 gingen hier 8 Server mit Windows NT 4.0 und Novell Netware, sowie eine AS/400 an den Start, eine Internetleitung mit sagenhaften 256 KBit in beiden Richtungen verband das Netzwerk mit dem damals noch recht jungen Internet.
Jeder Server war mit einem eigenen Bildschirm ausgerüstet, so daß man beim Betreten des Raumes auf einen Blick sehen konnte, ob alles korrekt läuft. Viele Stunden verbrachte ich dort im Kellerraum, nicht nur, weil die Fernsteuerungstechniken noch nicht so ausgereift waren – es war auch der einzig klimatisierte Raum im Haus und eine Wohltat an heißen Tagen im Sommer.
Von Beginn an hosteten wir Anwendungen von Kunden auf unseren Servern, darum wurden die Server schnell mehr und mußen sich über Bildschirmumschalter die Bildschirme teilen, denn im Rack war einfach nicht für mehr, als 8 Röhrenmonitore Platz. Die Internetleitung wuchs auf 2 MBit, vor dem Beginn des Virtualisierungszeitalters erreichten wir in unserem Rechenzentrum in Dorfen den Spitzenwert von 23 Servern, was nicht nur die Ohren herausforderte, wenn man im Raum war, sondern im Sommer auch die Klimaanlage an ihre Leistungsgrenze brachte.
Durch Virtualisierungen (und viele spannende Programmierprojekte) konnten wir im Laufe der Jahre die Anzahl der Server auf über 50 steigern und gleichzeitig die Zahl der physikalischen Rechner auf 4 reduzieren. Im Jahre 2007 stiegen die Anforderungen unserer Kunden, sie wünschten eine Anbindung ihrer Server ans Internet mit 100 MBit und eine redundante Anbindung. Dies konnten wir mit unserem Rechnerraum in Dorfen nicht mehr befriedigen (es gibt hier nur einen Internet Provider und der wollte damals nur 10 MBit und das zu einem horrenden Preis liefern) und so begann die Migration unseres Rechenzentrums in die Welt des Cloud Computing.
Heute betreiben wir knapp 100 Server für unsere Kunden unter dem Label psag.net und verteilen diese auf die virtuellen Rechner vor allem bei Amazon aber auch bei Strato sowie 1und1 für Kunden, die ihre Daten lieber in Deutschland haben möchten.
Ich behielt seither noch einige Test- und Entwicklungsserver hier in Dorfen, aber bereits 2009 konnten wir Klimaanlage abschalten, weil die verbleibenden Rechner nicht mehr soviel Wärme produzieren. An Ostern 2010 wurde dann aus dem Rechenzentrum nur noch ein Rechnerraum für den eigenen Bedarf, der in den vergangenen 3 Jahren dann kontinuierlich zusammenschrumpfte (der Rechnerraum, nicht der Bedarf).
Heute nun baute ich die letzten Rechner ab und alles was übrig bleibt, paßt in den 19″ Schrank: Zwei Netzwerkswitches, ein Synology NAS als lokaler Zwischenspeicher für unsere Daten, ein Firewall zum Internet und das Akozia Gateway zu unserem lokalen Telefonanschluß:
Bye Bye, Rechenzentrum Dorfen.
Wir haben seit gestern nachmittag einen Fehler in unserem WebMail System auf mail.psag.net – dabei wird den Benutzern mitten in der Sitzung oder beim Schreiben eines E-Mails das Anmeldefenster präsentiert. Wir konnten den Fehler inzwischen dahingehend eingrenzen, daß die Sitzungen ungültig werden, weil der WebMail-Server mittendrin um 2 Stunden zurückschaltet und dann natürlich die Sitzungstokens nicht mehr aktuell sind:

Bedauerlicherweise haben wir noch keinen Hinweis, wodurch dieser Zeitwechsel, es sind ja genau die 2 Stunden Unterschied von MESZ zu UTC) verursacht wird und können unsere Kunden im Augenblick nur um Geduld bitten, der Fehler wird mit höchster Priorität analysiert und bearbeitet.
Mail Sitzungen aus Outlook (mit unserem Outlook Connector oder via IMAP) oder von mobilen Geräten (iPhone, iPad, Android, Blackberry) sind hiervon nicht betroffen.
Wir geben an dieser Stelle (hoffentlich bald) Entwarnung, wenn der WebMail-Server wieder in seiner Zeitzone bleiben mag.
Update 8.5.2013 17:19 Uhr: Wir können den Fehler reproduzieren. Wenn man in das Feld “An” eine 0 (Ziffer Null) eingibt und dann abwartet, dann crasht der Prozeß auf dem Server, der den WebMailer bedient und startet neu. E-Mail Adressen, die mit 0 beginnen benutzen unsere Kunden, welche unsere Faxlösung einsetzen, denn dort gibt man die Faxnummer mit einer speziellen Domäne ins “An” Feld ein. Gibt man dort nun die 0 ein und wartet dann, z.B. um die richtige Faxnummer nachzusehen, versucht der Server aus den gespeicherten Adressen, an die man bisher Mails versendet hat, die richtige rauszusuchen und wenn er nur eine 0 hat, dann stürzt der Prozeß ab. Die Crashdumps werden aktuell im Labor analysiert und wir sind guter Dinge, bald einen Fix in der Software zu haben.
Update 14.5.2013 20:05: Wir haben ein neues Softwaremodul vom Entwickler erhalten, der Fehler ist behoben!
Ich habe Cyberghost ja schon mal gelobt, als ich von Spanien aus die Verbindungsprobleme in den Griff bekommen konnte, weil ich mit CyberghostVPN den unsäglich langsamen Proxy von Vodafone in Fuerteventura umgehen konnte. Ich möchte auch garnicht von YouTube sprechen oder anderen Streaming Services, welche das Land feststellen, aus dem die Adresse des PCs kommt, an dem man arbeitet. Ich hatte gerade ein ganz anderes Problem, daß ich im Büro in Zürich bin und eine Softwarelizenz kaufen möchte. Digital River erkennt natürlich, daß ich ein Schweizer bin und bietet mir die Lizenz in Schweizer Franken und natürlich ohne Mehrwertsteuer an, denn ein Schweizer hat keine Umsatzsteuer ID:
Eigentlich ein toller Service, sollte man meinen, nicht aber, wenn ich die Lizenz für mein deutsches Unternehmen kaufen möchte.
Also starte ich CyberGhost VPN, verbinde mich mit einem der Server in Deutschland
und nun ist alles so, wie ich’s brauche:
Vor zwei Wochen ist unser letzter ESX Server im Rechenzentrum gestorben. Er war mittendrin weg und ließ sich von der Hütte aus auch durch ein- und ausschalten der Stromversorgung nicht mehr zum Starten bewegen. Gut, er sollte eh in zwei bis drei Monaten im Rahmen der Dekommissionierung unseres Rechenzentrums in Dorfen abgeschaltet werden, er wollte mir wohl anläßlich seiner bevorstehenden Abschaltung nochmal einen Streich spielen.
Ich hab ihn dann zerlegt und ein wenig Strip-Poker mit ihm gespielt, die Fehlermeldungen deuten aber eindeutig aufs Motherboard hin. Der Server ist nun 5 Jahre alt, seit Ende letzten Jahres aus der Wartung raus und so ließ ich keinen Techniker von DELL kommen, der mir kostenpflichtig das Motherboard austauscht, nur, damit ich den Server in 2 Monaten dann eh abschalte und zum Elektroschrott gebe.

Allerdings, es sind noch drei virtuelle Maschinen auf der Kiste, die ich gerne hätte. Deren Datensicherung ist jeweils ne Woche alt und so habe ich die Platten aus dem Server ausgebaut und mit einem SATA/USB Interface an einen Laptop angehängt, den ich für meine forensischen Untersuchungen von Festplatten benutze. Der läuft mit Ubuntu und das kann natürlich keine VMFS Partitionen lesen. Man kann’s ihm aber beibringen:
Dazu braucht man auf Ubuntu die vmfs-tool
sudo apt-get update
sudo apt-get install vmfs-tools
Dann mit fdisk nachsehen, welche Partition die VMFS Partition ist
sudo fdisk -l
in meinem Fall war die externe Platte die sdc und die dritte Partition enthielt die VMFS Daten. Mounten mit
mkdir /mnt/vmfs
sudo vmfs-fuse /dev/sdc3 /mnt/vmfs
Fix eine USB Platte von meinem Windows 7 Laptop angesteckt und gemounted
mkdir /mnt/black
mnt -o rw /dev/sdc /mnt/black
und dann gemütlich die gewünschten Dateien von /mnt/vmfs nach /mnt/black kopieren.
Platte dismounten, abstecken und an den Windows 7 Laptop mit der VMWare Workstation angehängt. Dadurch daß der VMWare Server crashte, war aber leider der VMWare Converter nicht in der Lage, die Images zu öffnen und so zu konvertieren, daß ich sie in der VMWare Workstation hätte öffnen können.
Also muß auf die Schnelle ein VMWare ESXi Server her und das geht am einfachsten, indem man ihn von VMWare lädt und in der VMWare Workstation ausführt (das ist insofern nicht supported, als daß man es nicht für Produktionsumgebungen tun solle – wäre auch ziemlicher Blödsinn – und man keinen Support bei VMWare bekommt. Funktioniert aber prima).
Dann den vSphere Client vom ESXi herunterladen, auf den ESXi Server zugreifen, eine Virtuelle Maschine mit passendem Namen und ungefähr gleichen Specs anlegen, nicht starten und stattdessen im Datastore Browser das Verzeichnis der frisch angelegten VM löschen und das Verzeichnis aus der Sicherung hochkopieren. Dann läßt sich die VM einwandfrei starten. Netzwerk noch anpassen und und ich konnte die Daten rausziehen, um die es ging.
Bissl umständlich, aber das wars mir Wert, hatte ich doch auf einem der drei Server gerade in der Woche vor der Hütte umfangreiche Änderungen vorgenommen und darauf vertraut, daß er am Samstag gesichert wird. Freitag crashte der ESX.