LogMeIn Rescue, das kennen unsere Kunden als die Software, mit der ich wie von Zauberei mich auf ihren Rechner schalten kann und mir Fehler selbst ansehen und natürlich auch beheben kann (solange ihr Rechner ins Internet kommt, versteht sich). LogMeIn Rescue, das steht auch hinter dem PSAG Support Applet, das wir auf vielen unserer Kundenrechner installiert haben und das in jeder unserer Anwendungen, meist auf der Copyright Seite, integriert ist.
LogMeIn Rescue liegt nun in einer neuen Version vor und die wesentlichsten Änderung für unsere Kunden besteht darin, daß man nun nicht mehr so lange warten muß, bis ich die Konsole gestartet habe. In der Vergangenheit lief die LogMeIn Rescue Konsole nur in einem Internet Explorer oder in einem Firefox (die beiden habe ich meist nicht geöffnet) und brauchte recht lange zum Start. Nun liegt LogMeIn Rescue als native Windows Applikation vor, Aufruf, starten, einbuchen unter 20 Sekunden. Das nenne ich Verbesserung, bravo!
Die Liste der Rechner im LAN baut sich nun dramatisch schneller auf, auch der Verbindungsaufbau zu Rechnern im gleichen LAN erfolgt gefühlt schneller. Toll ist, daß man nun Scripts automatisch beim Verbindungsaufbau ausführen kann und sie nicht immer einzeln aufrufen muß:
Wesentlich verbessert wurde die Unterstützung von Smartphones, nun können auch ActiveSync Profile in einem Extra Register konfiguriert und fehlerfrei auf z.B. ein iPhone gepusht werden:
Auch Sicherheitseinstellungen können nun auf dem iPhone angepaßt werden:
sogar WLANs können hinterlegt werden:
und der Zugriff auf Ressourcen im Telefon kann unterbunden werden. Ich habe mal testweise die Kamera deaktiviert, iTunes und YouTube abgeschaltet:
und weg sind die Icons für Kamera, FaceTime, iTunes und YouTube:
Androids sind da nicht ganz so großzügig, dort kann man nur WLAN und APNs konfigurieren, aber keine E-Mail Settings:
Fernsteuern kann man beide Gerätetypen, Android und iPhone leider nicht, das geht, wie schon immer, nur mit Blackberries (das liegt an den Restriktionen von iOS und Android):
Wir sind jetzt im Besitz eines Code Signing Certificate, ausgestellt von Thawte. Dazu mußten wir nachweisen, daß es unsere Firma gibt und daß der Ansprechpartner, der eingetragen ist, also ich, auch tatsächlich eine lebende Person ist, die bei dieser Firma aktuell arbeitet. Thawte unternimmt also einige Anstrengungen, um Mißbrauch eines solchen Zertifikates zu vermeiden (wieweit das gelingt, möchte ich hier aber nicht untersuchen). Nach einigem Nachfragen (das ist bei Thawte wohl normal, ich habe da schonmal drüber berichtet) wurde das Zertifkat nun also geliefert und ich habe es in meinem Zertifikatsspeicher installiert:
Wichtig ist, daß der Rechner auf dem man das Zertifikat beantragt hat, dann auch der ist, mit dem man es herunterlädt. Wichtig ist auch, daß man die Intermediate Certificates von Thawte installiert hat, aber das wissen meine Leser ja bereits. Danach ist man dann nicht mehr auf diesen Rechner alleine festgelegt, sondern kann das Zertifikat exportieren und zusammen mit dem Private Key wieder importieren. Thawte hat hierzu Anleitungen:
Nach dem Export des Zertifikates als P7B Datei und anschließender Umbenennung von .P7B in .SPC kann man es zusammen mit dem Private Key (.PVC), mit dem Microsoft Tool PVKImport wieder importieren. Vor dieser Prozedur ist nämlich nur das Zertifikat vorhanden, jedoch nicht der Private Key:
Beim Import muß das Kennwort für den privaten Schlüssel angegeben werden:
Der geneigte Leser mag nun fragen: Wozu der ganze Aufwand? Ohne ein Code Signing Certificate muß man z.B. in Microsoft Access die Makro Sicherheit auf “Niedrig” einstellen, damit Code in der Datenbank ausgeführt wird:
und dem User keine häßliche Fehlermeldung präsentiert wird, wenn er die Datenbank öffnet:
Signiert man hingegen den Code in der Datenbank:
dann kann die Makro Security auch auf High eingestellt werden und Access fragt nur noch beim ersten Öffnen, ob man diesem Publisher vertrauen möchte:
Das wiederum kann man durch die Hinterlegung unserer Firma als “Trusted Publisher” via Group Policy umgehen, dazu muß man das Zertifikat als .CER File exportieren und dann als Group Policy importieren:
So kann man eine Datenbank mit signiertem Code auch vom Netzwerk öffnen ohne sie vorher mühsam als Trusted Document via Group Policies auf allen Rechnern eingetragen zu haben. Natürlich funktioniert das Signieren mit diesem Zertifikat nicht nur mit Access Datenbanken, sondern mit allen VBA Projekten, EXE Dateien, DLLs etc.
Ich mache seit einiger Zeit eine seltsame Beobachtung, die mit meiner morgendlichen Radtour in meinem Fitnessraum zu tun hat. Die Erklärung, für, das, was zunächst einfach paradox erscheint, die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
Ich habe morgens direkt nach dem Aufstehen zwei Möglichkeiten für meinen Weg ins Büro:
a) Ich stehe auf, ziehe meine Sportsachen an, gehe in den Fitnessraum und radle eine halbe Stunde, dann Duschen, anziehen und ins Büro.
b) Ich stehe auf, gehe Duschen, ziehe mich an und gehe ins Büro.
Nun sollte man gemeinhin meinen, daß der Weg a, also mit Radeln, länger dauert, als der Weg b. Kurzfristig betrachtet, ist das auch richtig, stehe ich zum Beispiel um 6 Uhr auf, dann bin ich mit Methode b um 6:45 Uhr im Büro, mit Methode a erst um 7:30 Uhr. Soweit noch nichts ungewöhnliches.
Sieht man sich aber um 12 Uhr an, wieviele Stunden ich an diesem Tag verrechenbar gearbeitet habe, dann habe ich an allen Tagen mit Lösung a um 12 Uhr mehr verrechenbare Stunden auf dem Konto, als an Tagen mit b (da ich mitschreibe, wann ich wie lange im Fitnessraum war, kann ich das perfekt mit meiner Zeiterfassung korrelieren).
Wenn ich also zu einem Zeitpunkt X aufstehe und erstmal Zeit im Fitnessraum verbringe, dadurch also später ins Büro komme, dann arbeite ich mehr Stunden bis zum Zeitpunkt Y, als wenn ich gleich ins Büro renne? Klingt nicht wirklich wahnsinnig logisch, nicht?
Der Trick liegt in den ganzen “kleinen Störungen”, die in Form von E-Mails, kleinen Aufgaben, Meldungen in sozialen Netzwerken und allen möglichen Neuigkeiten auf uns lauern. Kleinigkeiten für die wir uns nicht explizit Zeit nehmen und das ist der Fehler: Wir bearbeiten sie nämlich trotzdem. Zwischendurch. Und aus diesem Zwischendurch kann ganz schön viel Zeit werden.
Was hat das jetzt mit meinem Fitnessraum zu tun?
Dort nehme ich mir Zeit für diese Kleinigkeiten. Auf dem Rad habe ich mein iPad mit und sehe ganz locker meine E-Mails durch, beantworte sie entweder oder mache eine Aufgabe draus (“kannst Du ein Mail in 90 Sekunden beantworten, tue es sofort, ansonsten mache eine Aufgabe draus”, nach Getting Things Done Methode von David Allen), sehe nach Kommentaren, Gefällt mirs, +1s in den den sozialen Netzwerken und ich sehe meine ToDo Liste durch, ordne und sortiere die Aufgaben für den Tag. Dazu habe ich eine halbe Stunde und wenns mal länger dauert, dann radle ich einfach länger, bis zu 50 Minuten, länger habe ich meistens keine Lust.
Der Effekt ist, daß ich danach mit einem aufgeräumten Kopf und einer ordentlichen ToDo Liste ins Büro komme und sofort mit den richtigen/wichtigen Tasks für den Tag konzentriert loslegen kann. Und das auch tue. Die Kleinigkeiten brennen ja nicht mehr an, die sind ja erledigt. Ich sehe nicht mal mehr nach E-Mails oder Facebook Nachrichten, denn ich habe sie ja gelesen. Das ergibt: Konzentrierte Arbeit. Verrechenbare Arbeit. Arbeit, die mich im Sinne meiner Projekte weiterbringt.
Gehe ich direkt ins Büro, dann nehme ich mir natürlich auch die richtigen/wichtigen Tasks aus der Aufgabenliste vor. Dazu muß ich natürlich erstmal reinsehen in die ToDo Liste und da sehe ich sie, die Kleinigkeiten, die heute noch gemacht werden müßten. Dann sehe ich in die E-Mails, es könnte ja was wichtiges drin sein. Nein, ich will doch diese eine Projektaufgabe erledigen. Aber vielleicht brennt was an? …..
Der an sich so paradoxe Unterschied, erscheint nun garnicht mehr so paradox: In einem Fall nehme ich mir bewußt Zeit für die Kleinigkeiten, und zwar eine begrenzte Zeit. Danach geht’s an die Projektarbeit. Im anderen Fall ignoriere ich die Kleinigkeiten, was dazu führt, daß ich mehr Zeit für sie aufwende. Daraus folgt:
Nimm Dir Zeit für die ungeliebten Kleinigkeiten, auch wenn die keine verrechenbare Dienstleistungszeit bringen.
Das geht natürlich nicht nur mit einem Fitnessraum im Keller (auch wenn das die gesündeste Variante ist) – ich könnte mir auch eine feste Zeit im Büro setzen, um die Kleinigkeiten zu bearbeiten. Oder im Zug (im Auto ist das allerdings nicht so praktisch). Wichtig ist nur, daß man sich an die gesetzte Zeit auch hält.
Mein Arbeitsplatz im neuen Zimmer besteht nun eine knappe Woche und hat am Donnerstag abend seinen ersten Update erhalten. Er wurde um ein Multifunktionsgerät ergänzt, welches Drucker, Scanner, Fax und Kopierer vereinigt. Das Brother MFC-5490cn empfehle ich auch allen Privatkunden und kleinen Büros, die nicht so ein hohes Druckaufkommen haben. Thomas kam auf die Idee mit dem Glastisch, so sieht das Ding vor meinem Tisch recht locker aus:
Ich hab’ dann unter dem Tisch an der Querleiste, sozusagen “halb versteckt” eine Steckdosenleiste angebracht (von links nach Rechts: Netzteil meines Gigaset C610, Netzteil von der iPad Dockingstation, Netzteil des Polycom Konferenztelefones, AVM Repeater 300E, Stecker vom iPhone Netzteil, Stecker vom Brother MFC-5490cn, Stecker vom Netzteil meines Laptop, Netzteil vom Gigabit Switch). Daneben habe ich einen Gigabit Switch montiert, der die Netzwerkverkabelung für das Brother MFC-5490cn und meinen Rechner herstellt. Der Switch ist netzwerkseitig dann mit dem AVM Repeater 300E über WLAN mit dem Hausnetz verbunden. So habe ich einen kabelgebundenes Netzwerk im Tisch und bin stabil über WLAN angebunden. Ganz rechts dann das Netzteil vom iPhone, das auf dem Tisch liegt (wegen den notwendigen Bumpern kann man die iPhone 4 ja nicht in eine Dockingstation tun) und das Netzteil vom Laptop. Oben hängt die DECT Basisstation vom Polycom Konferenztelefon, das kann ich dann entweder auf dem Schreibtisch (bei Videokonferenzen) oder auch mal auf dem Tisch vor der Couch (bei reinen Audio Konferenzen) verwenden:
Auf dem iPad das man im oberen Bild sieht habe ich während der Projektarbeit immer die Nozbe Applikation für das iPad geöffnet. Auf dem Laptop sind nur die Anwendungen offen, die ich für den aktuellen Projektschritt brauche, sobald ich eine Idee habe oder mir was notieren möchte, gebe ich das am iPad ein (siehe Pomodoro Technik).
Die Musikanlage im Zimmer hat natürlich (wie alle Musikanlagen bei mir) einen Bluetooth Musik-Empfänger von Belkin bekommen, so kann ich flexibel Musik vom Laptop, vom iPad oder einem der iPhones einspielen.
Nach meinem Wehklagen über MindMeister kam mir in den Sinn, ich könnte doch mal versuchsweise die MindMap zu MindJet Connect hochladen. Vielleicht kann der Inhalt dort vernünftig angezeigt werden, denn MindJet Connect = Mindjet MindManager. Sollte man meinen.
Zumindest die Stunden der geplanten und erledigten Aufgaben werden angezeigt, auch die Callouts mit Anmerkungen oder Preisen. Eines der wichtigsten Dinge aber, die eingebetteten Grafiken aus meinen Bildschirmkopien – auch hier Fehlanzeige:
Export nach Word? Geht garnicht. Gerade mal als MindMananger Map kann man die Datei wieder auf die Platte speichern. Also auch kein Ersatz für meinen betagten MindManager 8 unter Windows.