Im Mai 2012 sind die folgenden Apps auf dem Hauptbildschirm meines iPad und somit die meistbenutzten:
Bei Evernote sammle ich alles: Webseiten, PDF Dateien, Zeitungsartikel (die scanne ich ein und Evernote macht dann eine OCR drüber), Checklisten, Rezepte oder einfach Notizen und Ideen.
Was ich bei Evernote speichere, muß ich nicht irgendwann lesen oder durcharbeiten, sondern kann das tun, wenn ich den Bedarf dazu habe. Vieles speichere ich dort und sehe es nie wieder an, vieles kommt mir gerade dann gelegen, wenn ich es brauche, aber schon lange vergessen hatte, daß ich es mal gescannt habe und bei manchem erschließt sich erst später, wozu ich das (in irgendwie weiser Voraussicht) mal gespeichert hatte.
Wenn ich in Evernote ein Schlagwort vergebe, das den gleichen Namen trägt, wie ein Projekt in Nozbe, dann erscheinen die Notizen dort unter Projektnotizen und sind auch aus Nozbe heraus zugänglich.
Evernote benutze ich in meiner Ausbildung zum Heilpraktiker auch für sämtliche Unterlagen und zum Mitschreiben.
Good Reader ist inzwischen mein Interface für Dropbox – wenn ich ein Dokument ansehen möchte, das ich in Dropbox gespeichert habe, dann benutze ich Good Reader, um es auf das iPad runterzuladen und anzusehen.
Ich habe auch einige vertrauliche Dokumente, die ich in einem passwortgeschützten Bereich in Good Reader auf dem iPad mit mir führe.
Good Reader kann Dokumente aus dem Web oder von Dropbox laden, man kann ihn aber auch über WiFi und über iTunes befüllen.
Für handschriftliche Notizen auf dem iPad benutze ich Noteshelf zusammen mit dem mumbi Stylus Pen (der Stift ist recht günstig, angeblich soll sich die Gummispitze recht bald abnützen, das konnte ich bisher nicht feststellen, denn bevor das passiert, ist der Stift meist verliehen, verloren oder beides).
So ein iPad ist ja für Notizen in einem Meeting oder während eines Gespräches perfekt, weil es im Gegensatz zu einem Notebook mit aufgestelltem Bildschirm keine Barriere zwischen die Gesprächspartner baut. In Meetings bevorzuge ich handschriftliche Notizen, weil man dann nicht so angestrengt auf den Bildschirm starrt, wie beim Tippen. Im Stehen kann man eh nur handschriftliche Notizen auf dem iPad erfassen.
Die Notizen speichere ich dann entweder in Evernote, wenn ich sie nicht mehr weiterbearbeiten möchte, oder in Dropbox, wenn ich sie (immer sofort nach dem Meeting!) in ein Protokoll oder eine Mindmap überführen möchte. So bleibt in Noteshelf nichts liegen. Noteshelf macht keine Handschriftenerkennung (die immer wieder zu Verzögerungen führt, wenn sie nicht funktioniert) hat aber einen “Handballenschutz”, so schreibt man tatsächlich mit der Stiftspitze und nicht mit dem Rest der aufliegenden Hand. Funktioniert sehr gut!
Kalender
Ich habe einige alternative Kalenderapps ausprobiert, komme aber immer wieder zum eingebauten Kalender von iOS zurück. Der Kalender ist über Active Sync mit unserem PSAG Mailserver verbunden und synchronisiert sich in Echtzeit.
Kontakte
Auch bei den Kontakten bevorzuge ich die eingebaute App von iOS. Auch der Kontakteordner ist über Active Sync mit unserem PSAG Mailserver verbunden und synchronisiert sich in Echtzeit.
Zusätzlich ist er über MobileIron mit einem Kundennetzwerk verbunden und gibt mir nicht nur Zugriff auf meine eigenen Outlook Kontakte dort, sondern sogar auf die Global Address List der Exchange Organisation.
Ich bin ja kein typischer Zeitungsleser, drum ist in meiner Sammlung nur eine Zeitschrift drin, die ich auf dem iPad lese: Der Spiegel. Die App ist sehr gelungen, ich bekomme die aktuelle Ausgabe bereits am Sonntag und es sind alle Videos von Spiegel TV mit dabei und können, ergänzend zum Artikel, gleich angesehen werden. Der Umbruch der Artikel paßt sich an Hoch- oder Querformat auf dem iPad an und das Lesen geht sehr flüssig von der Hand.
Eigentlich gäbe es noch eine zweite Zeitschrift, die ich regelmäßig lese: Die c’t. Leider ist die Lese App des Heise Verlags dermaßen gräßlich, daß ich tatsächlich lieber die Papierausgabe lese. Aus zwei Gründen: Zum einen speist der Heise Verlag einfach Bilder der Zeitschriftenseiten in die App ein und man ist ständig am vergrößern, verkleinern und irgendwie umständlich umblättern, was keinen Spaß macht, sondern einfach lästig ist. Zum anderen habe ich regelmäßig Artikel in der c’t, die ich in Evernote aufhebe. Dazu reiß ich die entsprechenden Seiten einfach aus der Papierversion raus und scanne die dann wieder ein. Online aus der c’t App heraus geht das garnicht. Das ist furchtbar umständlich und hochpeinlich für den Verlag, der die beste Computerzeitung Deutschlands rausgibt, aber wahrscheinlich hat der Heise Verlag das einfach nicht nötig, weil sich die Zeitung auch so verkauft. Zudem liegt die c’t am Samstag bereits im Postfach, runterladen kann der Abonnent sie aber erst am Montag.
Wenn es ein Buch im Kindle eBooks Shop gibt, kaufe ich es elektronisch. Ist in wenigen Sekunden auf dem iPad, liest sich angenehm durch flexiblen Umbruch, synchronisiert seine Lesezeichen mit dem PC und dem iPhone (auf den beiden Geräten schlag ich aber höchstens mal was nach, lesen tu ich eigentlich nur auf dem iPad).
Die Original Kindle Modelle sind zwar kleiner und leichter, aber mein iPad habe ich immer dabei und so müßte ich einen Kindle zusätzlich mitnehmen. So habe ich mein halbes Bücherregal auf dem iPad einfach mit. Die andere Hälfte leider nicht, weil es viele interessante Bücher leider immer noch nicht als Kindle eBooks gibt.
Mein RSS Reader. Ich habe alle RSS Feeds, die mich interessieren, in Google Reader gespeichert und zeige sie mit Early Edition 2 an – als Zeitung, wo die App mir die Artikel aus allen RSS Feeds wie eine Zeitung zusammenmixt oder nach Feeds getrennt – ich benutze beide Varianten. Wenn eine Website nur einen Teaser liefert, kann ich ruckzuck innerhalb von Early Edition 2 die gesamte Seite ansehen. Leider kann man nur die URL einer Seite zu Evernote schicken, nicht den ganzen Artikel. Durch die Verwaltung der RSS Feeds in Google Reader kann ich jederzeit und überall einen neuen RSS Feed erfassen, auch, wenn ich mein iPad gerade nicht dabei habe.
Eine Zeitlang hab ich übrigens Flipboard benutzt, bin aber inzwischen wieder zu Early Edition 2 zurückgekehrt, weil ich tatsächlich nur RSS Feeds lese und nicht die Steams aus Twitter und Facebook.
Nicht als Flugwetterbriefing (da benutze ich die Flugwetterdaten vom Deutschen Wetterdienst oder die eingebauten Wetterdaten in Blitzplan), aber als allgemeine Wettervorhersage der nächsten 10 Tage absolut brauchbar und übersichtlich dargestellt.
Weather Pro HD ist übrigens eine der Grundlagen meiner Wettervorhersage unter http://pohle.de/wetter
Zum Chatten in Facebook, Hochladen von Bildern oder für “Gefällt mir” an Kommentaren führt kein Weg an der Facebook App vorbei. Leider ist der Funktionsumfang und die Bedienung zwischen der Website und der Facebook App sehr uneinheitlich, vieles geht auch einfach nicht, aber – es gibt irgendwie nichts anderes.
So rein grundsätzlich eignet sich das iPad ja nicht zum Bloggen, schon garnicht in WordPress. Der Safari Browser verweigert den Zugriff auf die gespeicherten Bilder und heruntergeladene Dateien, das Webkit kann den Editor von WordPress nicht ordentlich darstellen und und und. Das Team um Lance Barton hat sich um all das nicht gekümmert und mit Blogsy eine App geschaffen, mit der man tatsächlich Blogartikel mit Bildern und Links für sein WordPress Blog erstellen kann. Ohne Wenn und Aber (viele meiner Blogartikel sind mit Blogsy geschrieben, Ihr seht keinen Unterschied zu denen aus BlogDesk).
Über Blogsy hatte ich hier schon mal begeistert geschrieben.
Ein Blog oder eine Website zu betreiben, ohne nachzuvollziehen, was die Benutzer lesen und was sie tatsächlich interessiert, ist reiner Blindflug. Ich verwende auf allen unseren Seiten Google Analytics und sehe mir die Ergebnisse am liebsten in der Analytics HD App auf dem iPad an.
Auf unsere geschäftlichen Ausgaben paßt ja unsere Buchhaltung auf, für meine privaten Ausgaben wollte ich allerdings auch etwas haben, um mir die Übersicht zu bewahren. Als Kind war das einfacher, man hatte Taschengeld in der Tasche und konnte es ausgeben und wenn nichts mehr in der Tasche war, konnte man nichts mehr ausgeben.
Heute jedoch hat man Bargeld, eine ec-Karte, eine Kreditkarte, ein PayPal Konto und man kauft online Dinge für jetzt oder für einen Tag in einem anderen Monat. All diese Ausgaben trage ich (etwas Disziplin muß man da schon mitbringen!) in die Ausgaben App auf meinem iPad ein und kann dann jederzeit sehen, ob ich in meinem selbstgesteckten Budget bin (eher selten) oder drüber (meistens). Außerdem kann ich sehen, wofür ich mein Geld ausgegeben habe, wenn mir mal wieder schleierhaft ist, wo es geblieben ist.
Die Ausgaben App synchronisiert sich mit nichts, die Daten sind also nur auf dem iPad gespeichert und zugänglich, werden aber vom iTunes Backup gesichert.
Man muß für jeden Dienst, speziell im Internet, ein eigenes Passwort haben und das Passwort bei Diensten, die man regelmäßig nutzt, auch noch immer wieder mal ändern. Das ist nichts, was man im Kopf behalten könnte. Auf dem PC laß ich die Passwörter direkt von einem Plugin im Browser eingeben und genau dafür ist 1Password auf dem iPad auch da: Es hat einen eingebauten Browser, man ruft die Website innerhalb von 1Password auf und 1Password gibt den Login Namen und das Passwort ein. Oder man schaut ein Passwort nach und gibt es selbst ein.
Alle Daten bezieht 1Password über einen Ordner in meinem Dropbox Account, allerdings muß man manuell synchronisieren, indem man den Dropbox Sync regelmäßig aufruft. Nicht perfekt, aber für unterwegs brauchbar und alternativlos.
Alle unsere Computer und die Server in unserem Rechenzentrum sind mit der LogMeIn Software ausgestattet, so daß ich sie jederzeit über das Internet fernsteuern kann. Der LogMeIn Client für das iPad erlaubt mir, die Rechner auch jederzeit vom iPad aus zu kontrollieren.
Für unseren Kundensupport benutze ich übrigens LogMeIn Rescue, damit kann ich Windows PCs, Macs, und Blackberries fernsteuern und auf iPhones eine Mailkonfiguration einrichten. Da gibt es aber noch keine App für das iPad.
Eine rudimentäre Flugplanung und sämtliche Anflugkarten des JeppView Abonnements auf dem iPad dabei. Jeppesen Mobile FD ist inzwischen sogar bei einigen Fluggesellschaften in USA als Backup (anstelle des Koffers voller Papieranflugkarten) zugelassen.
Ich betreibe Jeppesen Mobile FD zusammen mit meinem Cockpitrechner, hab das iPad allerdings während des Fluges im Flugmodus, so daß das GPS ausgeschaltet ist und ich nur Anflugkarten anzeigen kann. Zusammen mit dem JeppView auf meinem Cockpitrechner taugt mir das allerdings, so daß ich die Anflugkarten aus Papier (die ich in Deutschland leider vorschriftsmäßig immer noch mit mir führen muß) in der hinteren Tasche des Pilotensitzes verstaue und bisher nie rausziehen mußte.
Die Killer App für meine Fotoshootings – da wird das iPad in die iKlip2 Halterung (gibts bei Thomann) eingeschoben und an einem Stativ montiert. In die Kamera kommt meine Eye-Fi Karte fürs Fotostudio, dann wird das iPad in das WLAN der Eye-Fi Karte eingebucht und die Eye-Fi App zeigt fortan jedes geschossene Bild sofort an (hab ich hier schon mal ausführlich beschrieben)
Gehört zur Festplatte Seagate GoFlex Satellite. Auf dieser 500 GB Platte habe ich viele interessante Filme und meine gesamte Musik gespeichert. Befüllt wird sie ganz einfach über eine USB3 Schnittstelle. Die Platte verfügt über ein Akku (das bis zu 7 Stunden hält) und wenn ich sie einschalte, spannt sie ein WLAN auf, in welches ich das iPad einbuche. Dann kann ich mit der App Seagate GoFlex Media Musik und Videos von dieser Platte direkt streamen. Ich kann da vielleicht mal einen extra Blog Artikel drüber schreiben.
Auf dem iPad verwende ich die App für Videos (Musik höre ich mit den iPhones an). So bin ich nicht auf die 64 GB des iPads limitiert, sondern hab einfach alle Videos dabei und kann sie recht einfach ansehen.
Früher hab ich MaxiVista benutzt, um das iPad als zusätzlichen Bildschirm über WLAN an meinen Laptop anzubinden, inzwischen benutze ich Display Link, weil es einfacher ist und stabiler und schneller funktioniert. Auf dem Laptop ist ein spezieller Bildschirmtreiber installiert. Sobald das iPad im gleichen Netzwerk ist, wie der Laptop (und die Kommunikation der WLAN Geräte untereinander vom Hotspot gestattet ist), brauche ich nur die Display Link App aufzurufen, meinen Laptop auszuwählen und schon blendet sich das iPad wie ein zusätzlicher Bildschirm in den Laptop ein. Nun kann ich Fenster auf das iPad verschieben (das iPad fernsteuern geht allerdings nicht und man kann die Windows Fenster, die auf dem iPad angezeigt werden auch nicht “touchen”, daran soll aber angeblich sogar gearbeitet werden).
Das ganze ist nützlich, wenn man anderen im Raum etwas zeigen möchte, ohne, daß sie gleich alles sehen, was auf dem Laptopdisplay zu sehen ist und funktioniert z.B. auch gut aus Powerpoint heraus, wenn man den Zusatzbildschirm als Präsentationsdisplay nimmt. Manchmal benutze ich es auch, um im OTRS mitzuprotokollieren, was ich tue, wenn der Fernsteuerungsbildschirm beim Kunden den ganzen Laptopbildschirm einnimmt. Auf keinen Fall benutze ich es, um während der Arbeit dort z.B. Twitter oder Facebook anzuzeigen – das lenkt zu sehr ab und widerspricht meiner fokussierten Arbeitsweise.
Man sollte das iPad übrigens an eine Stromversorgung anschließen, wenn Display Link geladen ist.
Meine gesamte Aufgaben- und Projektplanung und das Management von Fristen findet in Nozbe statt. Eigentlich eine Web Applikation, benutze ich doch sehr gerne Nozbe iPad z.B. für mein sonntägliches Weekly Work Review, das ich meistens mit einer Tasse Kaffee im Bett durchführe. Wenn zwischendurch mal Zeit ist, überarbeite ich meine Aufgaben- und Projektlisten auch gerne auf dem iPad, da wird man nicht abgelenkt und es ist sichergestellt, daß ich ich nicht schnell mal eine der Aufgaben ausführe. Das kann ich auch im Zug oder im Linienflieger, denn Nozbe iPad arbeitet offline. Vorher synchronisieren, dann in Ruhe überarbeiten und abschließend wieder synchronisieren.
In Nozbe schaffe ich mir immer den Topf von Aufgaben, die ich “tun sollte” und kann mir dann das raussuchen, auf das ich im Augenblick am meisten Lust habe. Heute morgen war es übrigens der Task “Update der Top iPad Apps schreiben”.
Mein Social Media Frontend ist weiterhin HootSuite und auf dem iPad nehme ich die HootSuite for iPad App her. Damit kann ich nicht nur Tweets versenden, Mentions lesen, DMs empfangen und interessanten Twitterern über Listen folgen, ich kann auch mein Facebook Konto und alle unsere Facebook Pages von einem Ort aus füttern. Zusätzlich erlaubt es auch den Checkin bei Foursquare.
Nur Google+ kann HootSuite nicht ansprechen (weil Google keine API für Google+ bereitstellt), aber Google+ ist für mich ja eh schon tot.
Ein interessanter Tipp übrigens: Wenn man eine Seite, die man im Safari auf dem iPad anzeigt, zu Twitter oder Facebook schicken möchte, gibt man in der Adresszeile vor dem “http://” einfach owly: ein (so, wie es hier steht, die 4 Buchstaben und der Doppelpunkt). Dann wird die URL an die HootSuite for iPad App geschickt, dort gekürzt und der Titel der Website eingefügt. Praktisch, nicht?
Der Mail Client ist über ActiveSync mit unserem PSAG Mailserver verbunden und synchronisiert sich in Echtzeit. Zusätzlich ist er über MobileIron und Active Sync mit Exchange Servern in Kundennetzwerken verbunden und gibt mir so Zugriff auf meine E-Mails dort.
Ich rufe ihn allerdings nicht öfter, als 2-3 mal am Tag auf, um mich bei der Arbeit nicht ständig zu unterbrechen. Ich lese meine E-Mails aber am liebsten auf dem iPad weil das iPad einfach schneller und übersichtlicher ist.
Safari
Im Safari Browser habe ich Shortcuts, um die aktuelle Seite nach Evernote zu clippen (das ist allerdings eine ziemlich lahme Angelegenheit, die ich nur selten benutze), ich kann meine Zeiterfassung mite aufrufen (für das iPhone gibt es eine App), dann ein Shortcut für OTRS, mein Support-Ticket System (für das iPhone gibt es für OTRS eine App) und zwei Shortcuts für das Flugwetter des Deutschen Wetterdienstes und für Blitzplan, mein bevorzugtes Flugplanungsinstrument.
Mehr Shortcuts führe ich im Browser nicht, denn alles weitere finde ich über Google.
Einstellungen
Ohne die geht es nicht.
Und wer meint, ich schreib sowas, wie diesen Artikel mal eben schnell runter, der täuscht sich: 5 Stunden Arbeit stecken alleine in diesem Blog-Artikel!
Das Portal twago (das ist übrigens eine Abkürzung für “Teamwork Across Global Offices”) versteht sich als Vermittler von IT Services. Die Idee überzeugt: Man stellt seine Expertise ein und kann gefunden werden, Kunden suchen nach bestimmten Expertisen oder stellen Projekte ein und die Serviceanbieter können sich um diese Projekte bewerben. Irgendwie und so ähnlich schon mal dagewesen aber von twago hübscher umgesetzt – bis hin zu twago safePay, wo das Portal als Treuhänder für den vereinbarten Kaufpreis auftritt.
Grundsätzlich gefällt mir die Idee Projekte ohne jeglichen persönlichen (physikalischen) Kundenkontakt zu aquirieren, durchzuführen und abzuschließen – arbeite ich doch selbst sehr gerne außerhalb und fernab meines Büros, wie gerade eben auf der Hütte im Zillertal.
Ich hab dort also mal ein Konto eröffnet, die Pohle & Schultes AG reingesetzt
und meine Expertise hinterlegt. Dabei kam ich ein wenig ins Grübeln, als ich die Jahreszahlen eingetragen habe – naja, ich mach das IT Geschäft (früher hieß das ja noch EDV) schon recht lange – 25 Jahre, um genau zu sein. Und meine ältesten Kenntnisse, die Programmiersprache RPG zum Beispiel oder die CL (Control Language) der IBM /36 kann ich garnicht mehr aus den Pulldowns auswählen.
Ich hab mich erstmal für die Stufe “Freelancer” bei twago entschieden. Dadurch mußte ich mich bei den Referenzprojekten auf meine 6 Lieblingsprojekte beschränken. Wer von meinem Kunden seines wiederfindet, weiß nun, daß er eines meiner definitiven Lieblingsprojekte besitzt (ich hatte allerdings 31 Stück in meiner Mindmap, als ich mein Brainstorming machte, welche Projekte ich da reinsetzen möchte).
So, nun werden wir mal in den nächsten Monaten sehen, was bei twago für uns so rumkommt.
Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, die täglichen Tech-News zu konsumieren: Abos verschiedener RSS Feeds, Besuch ausgewählter Portale, Tech Blogs. Seit einigen Monaten hat sich meine tägliche Portion Tech-News auf exakt ein E-Mail und das auch nur werktags, reduziert: Den Techslash.de Newsletter
Marcus Schuler wählt täglich die relevanten News aus der Tech Welt aus, packt sie in ein Mail und zeigt damit, daß die Reduktion auf das wesentliche großartig ist. Der Newsletter kommt komplett im Posteingang an, man kann ihn somit auch lesen, wenn man gerade nicht online ist. Jeder Absatz behandelt ein Thema, kompakt und übersichtlich und man kann entscheiden, ob einen das Thema interessiert und man den Links folgen möchte. Es gibt keinen anderen Newsletter, von dem ich behaupten könnte, daß ich ihn komplett lese.
Die universelle Taskplanung Nozbe (eine einfache und sehr funktionelle Umsetzung der Getting Things Done Methode) wächst weiter! Es gibt nach den Apps für das iPad und das iPhone (die ich täglich in Verwendung habe) seit heute auch Applikationen für Windows und für MacOS:
Nach etlichen Beta Versionen liegt nun die finale Version vor, die sich über den Link http://nozbe.com/i/3l (für MacOS) und http://nozbe.com/i/3k (für Windows) herunterladen und installieren läßt. Die Apps lassen sich nicht standalone betreiben, sie benötigen ein Konto bei Nozbe, um funktionsfähig zu sein – dafür sind sie kostenlos (die Apps für iPad und iPhone könnten alleine laufen, dafür kosten sie auch Geld). Die App liegt, wie schon erwähnt, für Windows und für Mac vor, was den Vorteil hat, daß sie dann auch auf beiden Systemen gleich aussieht und sich gleich bedienen läßt:
Unter Windows ist die App ist ein wenig lahm, mit einer SSD im Rechner fällt das nicht auf, wenn man eine normale Festplatte im Rechner hat, ist die App langsamer, als die Web App. Was außerdem (noch?) fehlt, ist die Möglichkeit, daß man in einem Task einen Kontext einfach anklickt und dann alle Tasks für diesen Kontext angezeigt bekommt. Das wars aber auch schon mit den Nachteilen und ich bin sicher, Michael und sein Team werden die vermißten Funktionen bald noch einbauen.
Vorteile hat die App genügend, denn wenn man nicht gerade Google Chrome verwendet (wie ich) und Nozbe als Anwendungsverknüpfung in einem eigenen Browserfenster verwendet (wie unten gezeigt), dann hat man den ganzen Intenet Explorer / Firefox / Safari Fensterkrimskrams drumrum und demgegenüber ist die App einfach hübscher.
Ich persönlich hadere ein wenig mit mir, eigentlich finde ich die Windows App eine tolle Idee, meist rufe ich allerdings auf meinem Windows Laptop Nozbe direkt als Anwendungsverknüpfung im Chrome auf, das ist rasant schnell und auch die Eingaben sind sehr komfortabel möglich. Hier verwende ich die App eigentlich nur, wenn ich offline bin, was selten genug vorkommt. Im Zug oder (auf dem Beifahrersitz) im Auto plane ich meistens mit dem iPad, weil das handlicher ist. Interessanterweise nehme ich auf dem Mac seit Erscheinen der ersten beta nur noch die App für Nozbe her und rufe es überhaupt nicht mehr im Browser auf. Ich kann mir vorstellen, daß es Nozbe Anwendern mit Internet Explorer, Firefox oder Safari unter Windows ähnlich gehen wird.
Insgesamt eine tolle Ergänzung der Funktionalität von Nozbe. Durch die Datenspeicherung auf den Servern von Nozbe kann man sich ja in jeder Situation aussuchen, welche Zugangsmöglichkeit man benutzt. Wichtig ist nur, daß die Inbox immer zugänglich ist, damit man Gedanken und Ideen jederzeit erfassen kann (und später dann einsortieren), damit man immer wieder den Kopf frei hat, für das, was man aktuell tut. Die Nozbe Apps für Windows und Mac leisten ihren Beitrag dazu, denn so ist die Inbox auch offline auf dem Laptop verfügbar, wenn man sie schnell benötigt.
Nicht nur, daß ich regelmäßig meine Arbeits-Plätze wechsle, auch die Arbeits-Plätze an sich werden immer wieder mal umgebaut. Diesmal war das Kanzlerzimmer dran, denn mich störte der All In One Touch PC, der da seit 2 Monaten auf meinem Couchtisch steht und furchtbar Platz wegnimmt. Ursprünglich hatte ich ihn als Demonstrator für ein Projekt mit öffentlichen PCs gekauft und eigentlich wollte ich ihn dann wieder verkaufen, als ich ihn für das Projekt nicht mehr brauchte.
Dann kam Windows 8 und ich konnte auf einmal einen Touch PC gebrauchen. Gut, bleibt er da. Aber nicht auf dem Couchtisch. Praktisch ist, wenn man den Innenraumgestalter gleich im Haus hat und so erzählte ich Thomas gestern von meinem Wunsch, nämlich, daß der PC vom Tisch weg soll. Nach wenigen Stunden war es umgesetzt und der PC steht nun auf einem Sideboard, das auch noch die richtige Höhe hat, um im Stehen davor zu arbeiten:
Die Tastatur vor dem PC ist übrigens nicht DELL Original, ich hab die heute gegen eine Couch-Tastatur ausgetauscht, wo ein Trackpad eingebaut ist, denn Tastatur und Maus sind nichts für einen Couchtisch.
Nun ist auch mein Brother-5490CN Multifunktionsdrucker vom Schreibtisch weggewandert und es sieht insgesamt nicht mehr so gedrängt aus:
Daß die zweisitzige Couch fehlt, stört überhaupt nicht, so viele Menschen sitzen bei mir im Büro nicht auf der Couch und solange die 3-sitzige bleibt, auf der ich gelegentlich ein Schläfchen halte, wenn ich müde bin, ist alles in Ordnung: