Archiv für die 'Arbeitsmethodik' Kategorie

Betrug im Web 2.0

Mittwoch 24. Februar 2010 von Christian Pohle

Thomas hat heute unsere Freundin Elsbeth Fiedler in Berlin angerufen. Er wäre gerade in Berlin und wir hätten uns dort eine Eigentumswohnung gekauft. Warum er so komisch klingt? Ach so, er hat Schnupfen. Christian? Ja, der ist auch dabei. Und die Hunde? Die sind zuhause.

Ja, wie gesagt, wir haben uns gerade eine Eigentumswohnung in Berlin gekauft und nicht genügend Geld dabei; ob Elsbeth uns was leihen kann. Wir kommen gleich vorbei.

Problem: Wir sind nicht in Berlin. Wir haben keine Eigentumswohnung gekauft und Thomas hat nicht angerufen – wir sitzen mit Freunden beim Kaffee. In Dorfen. Und die Hunde bei uns.

Data Mining im Web 2.0? Sicher. Google spuckt zum Thema “Elsbeth und Viola Fiedler” unsere Seite immerhin schon auf Platz 7 aus:

Elsbeth und Viola Fiedler bei Google

und verlinkt auf einen Kommentar von Viola zu unserer Rückfahrt aus Klecken:

Kommentar

Es gibt noch eine weitere Stelle, die eine Verbindung von uns zu den beiden offenlegt – der Artikel über unseren letzten Flug nach Tempelhof:

Tempelhof Memorial Flight

Hätte der mysteriöse Anrufer diesen gelesen, könnte er sich übrigens denken, daß wir uns keine Eigentumswohnung in einer Stadt kaufen, die gerade ihren Stadtflughafen geschlossen hat. Datenbeschaffung – gut gemacht, aber nicht gut genug.

Wir möchten an dieser Stelle davor warnen: Nicht jeder, der sich als Christian oder Thomas Pohle ausgibt, ist auch einer von uns beiden. Weder beim E-Mail. Noch am Telefon. Im Zweifel, bitte immer anrufen oder ein Mail schicken (neues Mail, nicht auf “Antworten” Klicken).

Dieser Anruf von heute wird erst die Spitze des Eisbergs sein. Unsere Blogs, Twittermeldungen, Facebookeinträge, Webprofile werden noch viel gründlicher ausgewertet werden, um sie mißbrauchen zu können. Denn Kriminalität hat immer gewaltige Energie.

Es wäre in meiner Auffassung falsch, keine Einträge mehr im Internet vorzunehmen und keine Spuren mehr hinterlerlassen zu wollen (ob das gelingen würde, bezweifle ich). Richtig ist, mißtrauisch zu sein. Mißtrauisch und die modernen Kommunikationsmedien zu benutzen, um nachzuforschen.

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Arbeiten von zuhause aus

Dienstag 16. Februar 2010 von Christian Pohle

Habe ja heute geschrieben, daß ich “von zuhause aus arbeite”:

Tweet von zuhause aus

Das klingt unlogischer, als es ist – wir haben zwar unsere Büros im gleichen Haus, in dem wir auch wohnen, die Büros sind aber räumlich und vor allem gedanklich strikt vom Wohnbereich getrennt. Natürlich ist es praktisch, wenn der Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte genau 20 Sekunden beträgt, nach 12 Jahren Selbständigkeit muß man aber im eigenen Interesse Firma und Privatleben trennen, um nicht von seinen eigenen Firmen aufgefressen zu werden.

Vor der Ankunft von Timmy und Tobi haben wir allerdings beschlossen, daß ich für 2 Wochen das Haus nicht mehr verlasse und meinen Arbeitsplatz in die Küche verlege, denn wir bewohnen derzeit mit Timmy und Tobi nur den Gang, die beiden Küchen und das Welpenzimmer. Alle anderen Räume im Haus existieren für die beiden noch nicht.

Da ich nicht im Nichts arbeiten kann aber auch nicht 2 Wochen die Firma zusperren möchte und trotzdem bei unseren Lieblingen sein möchte, wird halt ein Arbeitsplatz improvisiert. Beweisfoto? Bittesehr:

Büro

Daher bitte ich vorab schon mal um Verständnis, wenn es während eines geschäftlichen Telefonates mal im Hintergrund fiept oder jemand an meiner Hose zerrt oder mal einer bellt…

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Foursquare hört zu

Sonntag 14. Februar 2010 von Christian Pohle

Hatte ich nicht letzthin geschrieben, daß ich es praktischer finde, wie man bei Gowalla einen Ort ganz präzise auf der Google Map bestimmen kann, anstelle, wie bei Foursquare, eine genaue Adresse eingeben zu müssen?

Wieder ein Punkt mehr für Foursquare: Wenn man einen Punkt angelegt hat, dann erscheint in der Anzeige dieses Punktes in der Map der Hinweis “Drag Pin to edit location” und so funktionert das nun auch bei Foursquare ganz einfach.

Drag Pin

So macht das Anlegen von Punkten nun auch bei Foursquare mehr Spaß!

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Vergleich von Gowalla und Foursquare

Sonntag 7. Februar 2010 von Christian Pohle

Meine anfängliche Begeisterung für Gowalla wich in den letzten Tagen mehr einer Ernüchterung: Gowalla ist schön und Gowalla macht Spaß. Foursquare ist nicht so schön und macht (erstmal) nicht so viel Spaß, ist aber nützlicher als Gowalla. Letztendlich entscheidet nicht immer die Schönheit oder die technische Qualität über den Durchbruch in den Mainstream – und ohne den sind beide Dienste nur hübsche Spielzeuge zum Selbstvergnügen, die bald wieder in der Schublade verschwinden.

Beide Dienste sind relativ ähnlich und ich benutze sie derzeit parallel und beleuchte hier einfach mal nacheinander, was mir bei beiden so auffällt. Ich habe zu jedem Punkt meinen persönlichen “Sieger” jeweils als ersten genannt:

Nutzer (Stand Ende Januar 2010)

  • Foursquare spricht im Augenblick von 350.000 Benutzern (Quelle). Unter meinen Twitterfreunden befinden sich 25.
  • Gowalla hat derzeit geschätze 100.000 Benutzern (Quelle). Unter meinen Twitterfreunden sind es 3.

Integration mit Twitter

  • Foursquare hat im iPhone Client eine Umkreissuche, die alle Georeferenzierten Tweets um meinen aktuellen Standort herum anzeigt, es zeigt somit also nicht nur CheckIn’s um mich herum an, sondern alle Tweets, die mit einem Standort gesendet wurden. Das ist praktisch, um Twitterer am aktuellen Ort zu finden, die nicht über Foursquare oder Gowalla verfügen.
  • Twittern an sich können inzwischen beide gut, man kann bei jedem Check In einzeln angeben, ob dieser getwittert werden soll und man kann noch was dazuschreiben, was man gerade am Standort tut – das ist wichtig, denn einfach zu twittern, wo man ist, ist für die meisten Leser langweilig (und meine Kürzel für die Übertragung zu Facebook, LinkedIn und Xing muß ich ja auch hinzufügen).

Integration ins Blog

  • Für Gowalla gibt es WP-Walla, ein sehr hübsches Plugin, das in der Sidebar nicht nur die Orte und die Checkin-Zeiten fehlerfrei einblendet, sondern auch die Icons, die innerhalb von Gowalla verwendet werden:

WP-Walla

  • Foursquare stellt nur einen RSS Feed zur Verfügung (über History – Feeds aufrufbar). Diesen kann man direkt ins Blog einfügen. Es gibt auch ein Plugin, das diesen formatiert ausgibt, das ist aber auch nicht so “schön”, weil die Bilder fehlen.

Plattformen (das ist wichtig, die Menschen haben nicht nur iPhones)

  • Foursquare hat native Anwendungen für iPhone, Blackberry (in Beta) und Android und Palm. Viele andere Mobilplattformen können über das Webinterface ebenfalls an Foursquare teilnehmen.
  • Gowalla ist für iPhone verfügbar. Native Anwendungen für die anderen Plattformen sind in Planung, das mobile Webinterface funktionert nur auf manchen Plattformen.

Tipps

  • Man sieht auch hier, Foursquare ist für Freunde gemacht: Man kann zu jedem Place einen oder mehrere Tipps hinterlegen und dort auch weiterführende Links angeben:

Tipps in Foursquare

  • In Gowalla kann nur der Ersteller eines Places einen Tipp zu diesem hinterlegen.

Geografische Exaktheit

  • Foursquare nimmt es mit dem Standort nicht so genau, das GPS wird lediglich verwendet, um Orte in der Nähe zu finden. Will man einfach was mitteilen, daß man jetzt weg ist, dann kann man auch “off the grid” einchecken, ohne Standortmeltung.
  • Gowalla ist auf den Meter genau. Zu jedem Place läßt sich genau festlegen, in welchem Umkreis ein CheckIn möglich sein soll und Gowalla hält sich auch daran. So ist sichergestellt, daß Nutzer, die an einem Punkt einchecken, auch genau dort sind (das kann natürlich auch ein Fluch sein, wenn das eingebaute GPS gerade glaubt, daß es ganz woanders ist.

Doppelte Orte

  • Durch die geografische Exaktheit findet man in Gowalla schnell den Ort, wenn dieser schon existiert. Daher kommen Duplikate weniger vor. Das kann aber auch daran liegen, daß Gowalla im Augenblick deutlich weniger Benutzer hat.
  • Foursquare bietet Punkte in einem weiteren Umkreis an, um dort einzuchecken, da passiert es leicht, daß man den gewünschten Punkt nicht findet und einen neuen anlegt (den Flughafen München habe ich schon 6 mal entdeckt).

Kategorien von Punkten

  • Bei Gowalla muß jeder Punkt, wenn er erstellt wird, in eine Kategorie eingeteilt werden, diese sind recht strikt. Dadurch fällt das Einordnen auch für ungeübte leichter. Punkte in der Nähe kann man auch über die Kategorien suchen, das ist nütlich, wenn man z.B. den nächstgelegen Schuhladen sucht.
  • Foursquare sortiert die Punkte garnicht, sondern verläßt sich auf die User, daß eine eindeutige Beschreibung hinterlegt wird. Man findet die Punkte dann auch nur über den Namen oder über die Tipps der Freunde.

Nachbearbeiten von Punkten

  • Im Webinterface von Gowalla kann man auf der Google Map den Ort auf den Meter genau positionieren. Das hilft, denn die Pohle & Schultes AG ist nun mal nicht in der Mitte der Gartenstraße, sondern am Ende:

Gowalla Punkte Editieren

  • Foursquare erlaubt es nur, über die Eingabe einer Adresse einen Punkt genau anzulegen und diese Adresse muß so eingegeben sein, daß sie von Google Maps exakt interpretiert werden kann. Im Falle des Rasthauses Oberaudorf ist das schlecht, denn die Straße hat keinen Namen und man muß den Namen der danebenliegenden Straße nehmen:

Foursquare Straßen

Spieleffekt vs. Nützlichkeit

  • Foursquare definiert den Benutzer zum Mayor, der am häufigsten an diesem Platz eingecheckt hat und zeigt alle Tipps von anderen an, die diese an diesem Platz hinterlassen haben. Foursquare führt außerdem eine übersichtliche History aller eigenen Aktivitäten, wie ein Tagebuch.
  • Gowalla erlaubt das Aufnehmen, Ablegen und Tauschen von virtuellen Items (das erinnert an die Kindheit mit Sammelkarten), verleiht Badges für Vielreisende und definert Trips, die man vervollständigen muß, um den Batch zu erhalten. Es gibt einen persönlichen Tresor für die virtuellen Items. Es werden zu jedem Platz die 10 Personen gelistet, die am häufigsten da waren.

Beide Dienste haben, wie man sieht, jeweils ihren Reiz. Letztendlich entscheidet, welcher Dienst für die Anwender der nützlichere sein wird und hier tippt meine Nase derzeit eher auf Foursquare (obwohl mir Gowalla immer noch besser “gefällt”). Wie bei allen Glaskugelbetrachtungen werden wir in einem Jahr (oder schon früher) sehen, ob meine Nase richtig tippte.

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Instantblog

Donnerstag 4. Februar 2010 von Christian Pohle

Blogging funktioniert bei mir nur, solange ich Artikel sofort schreibe. Alle Artikel, die auf der “da werde ich mal drüber schreiben” Liste stehen, haben eine enorm kleine Realisierungschance.

Ich denke, daß ich mit diesem Verhalten nicht alleine bin, daher möchte ich im Rahmen einer Artikelserie unter dem Schlagwort “Instantblog” Techniken vorstellen, wie man Blogeinträge sofort schreibt, wenn Geschichten, Bilder oder eine dazu Idee entstehen.

An sich wäre es ja einfach, ein iPhone und der Wordpress Client würden ja genügen. Einfach losschreiben und hochladen (habe ich ja schon mal gezeigt). Die Erfahrung zeigt aber, daß Artikel ohne Bild wesentlich weniger gelesen werden (so hat dieser Artikel wahrscheinlich auch keine Chance), also müssen Bilder dazu oder Screenshots oder Filme oder was auch immer.

Ich zeige einfach, wie ich das löse und begrüße jeden Nachahmer meiner Instantblog Techniken.

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Gowalla Friends

Dienstag 26. Januar 2010 von Christian Pohle

Nicht nur bei Foursquare kann man Freunde haben, auch bei Gowalla ist das möglich (und Gowalla ohne Freunde macht auf Dauer genausowenig Spaß, wie Foursquare ohne Freunde)

Dazu gibt es in Gowalla auf dem iPhone einen Knopf “Friends”:

Image 2010126214556

Die Liste ist noch ziemlich leer (die ist bei mir generell leerer, als bei Foursuqare, weil viel mehr Menschen, die ich kenne, Foursquare benutzen, als Gowalla, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, denn ich finde Gowalla ist das schönere Produkt)

Image 2010126214603

Mit dem Knopf “Twitter Friends” sucht der Gowalla Client in Twitter (die Twitter Logindaten hat man ja eh hinterlegt), wem man auf Twitter folgt und vergleicht, wer von diesen Benutzern bei Gowalla auch ein Konto hat:

Image 2010126214610

Man wählt aus, wen man hinzufügen will und klickt Add:

Image 2010126214616

Das war’s für’s erste, der Bentuzer verschwindet erstmal aus der Liste.

Im Hintergrund erhält er eine Anfrage, ob er auch umgekehrt Freund werden möchte und sobald er bestätigt hat, kann man konfigurieren, ob man seine Check Ins als Push Nachrichten auf dem iPhone haben möchte:

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Ab sofort steht er unter “Überwachung”, denn mein iPhone erzählt mir jedesmal, wenn er irgendwo eincheckt. Bei Gowalla kann man die Push Nachrichten übrigens nur pro User aus- und wieder einschalten, bei Foursquare ist das praktischer gelöst, da kann man die “Pings” generell oder bis zum nächsten Morgen ausschalten.

Renato ist übrigens der Betreiber von ApfelBlog und in Sachen Mac, iPhone, iPad seht aktiv und informativ. Lesetipp!

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Gowalla – Position melden und einchecken

Dienstag 26. Januar 2010 von Christian Pohle

Seit kurzem ist in der rechten Leiste unseres Blog ein Abschnitt “Checkings (Gowalla)” zu sehen, der auflistet, wo ich mich gerade aufhalte:

Gowalla

Hier sieht man z.B. unsere Reise von Klecken nach Hause:

  • Ab 12:17 sind wir bei “Trinity Sunfire”, das ist die Züchtung von Timmy und Tobi. Den Ort habe ich (wie viele andere Orte auch) in Gowalla angelegt, weil es ihn natürlich nicht gab.
  • Um 16:45 dann eine Shell Tankstelle, offensichtlich mußte der Mietwagen vollgetankt werden vor der Rückgabe.
  • Denn um 16:53 sind wir am Airport Hamburg
  • Aha, Kaffee oder einen Snack – um 17:06 am Mövenpick. Klickt man auf das Mövenpick sieht man, daß es das an den Gates ist, also ist die Security schon passiert.
  • Um 19:00 Uhr sind wir wieder am Flughafen München
  • Schlemmer – um 19:24 im Il Mondo, es scheint noch ein leckeres Abendessen zu geben
  • Um 20:57 dann wieder zuhause

Wozu das gut ist? Zunächst mal macht der Gowalla Client auf dem iPhone viel Spaß, funktioniert einigermaßen absturzsicher und ist vom Design her hübscher, als das Konkurrenprodukt Foursquare (das übrigens anscheinend beliebter ist, möglicherweise, weil es Clients für die anderen Smartphone Plattformen gibt). Ich habe mich jedenfalls vom Gefühl leiten lassen, beide ausprobiert und gebe (im Augenblick) Gowalla den Vorzug, weil mir die Optik symphatischer ist und ich leichter zurecht komme.

Auf dem iPhone startet man Gowalla, es übernimmt das GPS Signal (daher wird es auf dem iPhone 2G, also der ersten Generation, nicht funktionieren) und zeigt die “Spots” an, die in der näheren Umgebung liegen. Die Spots an denen man schon mal eingecheckt war, sind mit einem Haken versehen:

Nearby Spots

Man wählt den aus, der genau beschreibt, wo man ist und klickt “Check in Here”:

Check In

Nun kann man sogar eine Statusmeldung eingeben, die dann zu Twitter und auch Facebook gepostet wird. Hier darf man das Feld allerdings nicht vollschreiben, denn Gowalla hängt hinten noch “at Name des Spots” und den Link an und schneidet alle Zeichen der eingegebenen Nachricht ab, die das 140 Zeichen Limit überschreiten würden. Meine Kürzel #fb #li oder #xng funktionieren natürlich auch hier:

Twitter Nachricht

So ist man dann eingecheckt:

Confirm Check In

Die Nachricht, die, wenn man das aktiviert hat, auf Twitter gepostet wird, sieht dann so aus:

Tweet

Hier treten, neben der Optik der Gowalla iPhone Applikation, zwei weitere Vorteile gegenüber Foursquare zutage:

  • Bei Foursquare kann ich keine eigene Nachricht dazugeben, es wird nur, in Englisch, gepostet, wo ich bin. Also keine Kürzel für Facebook, Xing oder LinkedIn und keine weitere Erklärung. Dadurch sind die Tweets eher langweilig. Das englische “at” fällt hingegen kaum auf, wenn man vorher was deutsches schreibt.
  • Bei Foursquare kann ich man nur generell aktivieren, daß alle Check In Vorgänge getwittert werden sollen, während ich bei Gowalla bei jedem Tweet einzeln entscheiden kann, ob ich das auch noch auf Twitter melden möchte. Das dient vor allem dazu, die Timeline nicht allzu sehr zu langweilen mit Positionsmeldungen.

So sieht die Twitterei zur obigen Reise nicht ganz so umfangreich aus, denn einige Spots habe ich mir einfach gespart. Andererseits erfährt der geneigte Leser aber, was wir da jeweils gemacht haben:

Tweets

Das Twittern aus Gowalla hat übrigens noch den Nebeneffekt, daß die Positionsmeldungen exakter sind. Ich hatte mich ja schon mal darüber belustigt, daß ich in Unterhausmehring, also etwa 700 Meter von meinem Bett aufzuwachen scheine. Mit Gowalla würde das nicht passieren, denn da ist die Position des Tweets exakt. Allerdings ist das nur in Geolocation enabled Clients zu sehen, wie hier in Twittelator for iPhone:

Twitter Nachricht

Klickt man auf die rote Stecknadel wird genau die GPS Position des Spots angezeigt und nicht die GPS Position, die das iPhone aktuell glaubt:

Twitter Position

Das liegt aber vor allem daran, daß man nach dem Erstellen eines neuen Spots auf der Gowalla Website dessen Position exakt festlegen kann:

Position exakt festlegen

Auf die Spielfähigkeiten von Gowalla bin ich (als alter Nichtspieler) garnicht eingegangen. Man kann virtuelle Gegenstände finden, an Spots gegen andere Gegenstände tauschen und Gegenstände in seinen eigenen Tresor legen. Ziel ist es wohl, von jedem Gegenstand einen im Tresor zu haben. Ich gebe zu, ich habe mich bisher nicht sonderlich dafür interessiert, aber an jedem Spot, den ich erstellt habe brav ein Item abgelegt, damit es von jemand anderem gefunden werden kann. Dadurch ist mein Tresor natürlich gähnend leer.

Außerdem kann man sogenannte “Trips” komplettieren, das sind eigentlich Reiserouten. Als Belohnung gibt es dann einen Pin dafür. Es gibt aber auch Trips wie “Einchecken an 25 verschiedenen Spots”. Die sammelt man eher so nebenbei.

Was es als nächstes im Real Life auszuprobieren gilt ist, andere Menschen zu treffen, die sich am gleichen Ort aufhalten und die man dadurch findet, daß sie auch am gleichen Gowalla Spot einchecken. Dazu muß ich aber erstmal meine analogen Kontakte mit iPhone davon überzeugen, Gowalla zu laden und zu regelmäßig zu benutzen und dann auch in Gowalla eine “Freundschaft” mit mir einzugehen. Mal sehen, ob das gelingt.

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DandyID

Montag 25. Januar 2010 von Christian Pohle

DandyID ist ein Service, bei dem man alle seine Online Profile hinterlegen kann und sozusagen seine “Online Identität” übersichtlich auf einer Seite sehen kann. Na gut, es fehlen noch einige (Formspring, Stayfriends, Gowalla), aber die kann man vorschlagen, mal sehen, wie schnell die dann eingebunden werden. Ich habe mir mal so ein Profil für mich erstellt:

DandyID

Das wirklich interessante an diesem Dienst ist die Liste der Dienste, in die man seine Online Profile eingibt, ich habe einige entdeckt (Amazon, eBay), an die hätte ich auf die Frage “Wo bis Du überall im Netz sichtbar”, nicht gedacht:

Identities

Natürlich gibt es dann auch ein Wordpress Plugin für DandyID, das installiert sich in der Sidebar und zeigt alle gespeicherten IDs an:

DandyID

und eine DandyID App für Facebook ist auch erhältlich, diese soll im eigenen Facebook Profil dann die konfigurierten IDs anzeigen. Bei meinem Facebook Account kam die allerdings nicht über wiederholte Anfragen, ob ich DandyID zulassen möchte hinaus. Vielleicht wird das ja noch nachgebessert.

Eine schöne Möglichkeit, seine Online Profile aufzulisten und auch selbst mal einen Überblick über seine Online Identität zu erhalten. Denn nur, wenn man sie kennt kann man Sie auch managen.

Sie glauben, Sie haben keine Online Identität? Geben Sie mal Ihren Namen in das Google Suchfeld ein!

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Twitter Ortsidentifizierung

Samstag 16. Januar 2010 von Christian Pohle

Twitter hat in den Einstellungen eine Option zur “Ortsidentifizierung”:

Twitter Ortsidentifizierung

In der Hilfe zur Geolocation ist auch beschrieben, warum man auf Twitter.com überhaupt nichts sieht, wenn man das aktiviert hat (und warum Tweets, die man über das Webinterface von Twitter sendet, natürlich auch keine Ortsdaten enthalten):

Twitter Hilfe zur Geolocation

So ist mein üblicher Morgentweet trotz eingeschalteter Geolocation auf Twitter.com immer noch der gleiche:

Morgentweet auf Twitter.com

Sehe ich ihn aber auf dem iPhone im Twittelator an (von dem ich ihn auch gesendet habe), dann ist da eine rote Stecknadel zu sehen:

Geolocation im Twittelator

Klickt man drauf, öffenet sich eine Google Maps Karte und die zeigt an, von wo aus der Tweet gesendet wurde:

Google Maps

Aber halt, die grüne Stecknadel ist garnicht bei uns zuhause. Wie gut, daß Thomas gerade neben mir war als ich den Tweet gesendet habe, nicht auszudenken, wenn er dächte, ich würde in einem fremden Bett ein paar hundert Meter weiter aufgewacht sein…

Das hängt natürlich mit der mangelnden Genauigkeit des GPS Signals zusammen und damit, daß mein iPhone im Hause nicht in der Lage ist, genügend Satelliten für eine genauere Ortsbestimmung zu empfangen – das kennen Sie vielleicht von Ihrem mobilen Navigationsgerät, wenn Sie in einer Großstadt durch die Häuserschluchten fahren: Je mehr Satelliten im Sichtbereich des GPS Empfängers sind, desto genauer kann die Ortsbestimmung durchgeführt werden.

Trotzdem werde ich die Ortsbestimmung erstmal an lassen, außer, wenn ich zu einem Kunden fahre, dort werde ich aus Gründen des Datenschutzes die Ortsbestimmung abschalten. Somit werden alle Tweets, die ich vom iPhone aus sende, mit einer Ortsmarke versehen sein und Sie wissen immer, wo ich bin.

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Die Sehnsucht nach Ruhe

Mittwoch 13. Januar 2010 von Christian Pohle

Das interaktive Internet, meist auch Web 2.0 genannt, ist uns vertraut. Formulare, die zum Kommentieren einladen, Felder, die die Mailadresse aufnehmen, Seiten, die den eigenen Avatar anzeigen beherrschen uns. Wir wissen alles um jeden und geben alles Preis. Doch da kommt eine neue Seite, die mit alledem aufräumt, eine Seite ohne Schnickschnack, ein Ruheraum vor dem Web 2.0. Klicken Sie, lehnen Sie sich zurück, atmen Sie tief durch, hier ist er: Der Ruheraum des Web 2.0

Wenn Ihnen das gefallen hat (wie lange waren Sie dort, ehrlich?), und sie über einen endgültigen Ausstieg aus dem Web 2.0 nachdenken – dafür gibt es eine Lösung: Die Web 2.0 Suizide Machine. Nach Eingabe Ihrer Userdaten bei Twitter, LinkedIn, Facebook und Co löscht die Selbstmordmaschine alle erreichbaren Tweets, Fotos, Statusupdates und zuletzt Ihr Konto. Das ist übrigens keine Demo, die Daten sind wirklich weg, oder zumindest nicht mehr erreichbar, denn was Twitter, Facebook etc. mit unseren Daten machen, wissen wir ja nicht mit Sicherheit:

Sie halten das alles für tolle neue Ideen? Nicht ganz, denn das Ende des Internets, das gab es schon im Web 1.0:

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Follow Friday bei Twitter

Samstag 9. Januar 2010 von Christian Pohle

Eine Twitter Nachricht von mir löste leichte Verwirrung und Rückfragen aus. Verwirrung mit Rückfrage ist sehr gut, denn dann kann man erklären. Die fragliche Nachricht war diese:

Follow Friday

Die Benutzer von Twitter haben diesen sogenannten “Follow Friday” erfunden (bei Twitter sind es meistens die Benutzer, die etwas erfinden), das bedeutet, daß man am Freitag eine Liste derjenigen Benutzer herumschickt, denen es sich zu folgen lohnt (“folgen” nennt man bei Twitter, wenn man die Nachrichten eines anderen Benutzer quasi “abonniert”).

Diese Nachricht wird dann von allen Abonnenten der eigenen Nachrichten (bei Twitter “Freunde” genannt) empfangen (das heißt natürlich nicht, daß sie auch gelesen wird, was bei interessanten Nachrichten schade ist) und sie erhalten eine Empfehlung dafür, wessen Nachrichten ich besonders gerne abonniert habe.

Mehr noch, man kann gleich auf den/die Namen der Empfohlenen klicken und sieht deren Profil und die letzten Twitter Nachrichten und kann, wenn man möchte, gleich folgen.

Der Follow Friday erleichtert bei Twitter das Auffinden interessanter Leute. man muß ja nicht alle persönlich kennen, wenn man ihnen folgt (=ihre Nachrichten abonniert). Folgt man ihnen eine Weile, lernt man sie aber irgendwie kennen.

Für die Nachricht am Followfriday senden manche einfach eine Liste von Benutzerkennungen raus, ich persönlich finde das wenig aussagefähig, sondern favorisiere eher eine kurze Erklärung, warum man jemanden empfiehlt.

Als Kennzeichen für den Followfriday werden sogenannte Hastags verwendet, das sind Worte mit einem Nummernzeichen davor (das auf English “Hash” genannt wird) und an meiner Nachricht sieht man schon die Dynamik von Twitter: Ursprünglich wurde der Hashtag #followfriday verwendet oder, wegen der Beschränkung auf 140 Zeichen auf nur #ff. Mein Hashtag “#Follow Friday” ist nicht etwa ein Schreibfehler, sondern war gestern, als ich die Nachricht schrieb, Platz 2 der sogenannten “Trending Topics” also der im Augenblick meistverwendeten Suchbegriffe, daher habe ich mich gestern dafür entschieden, die beiden Worte auseinander zu schreiben (die letzten drei Worte wollte ich eigentlich zusammenschreiben, aber das sieht komisch aus).

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Statistik unseres Blog 2009

Sonntag 3. Januar 2010 von Christian Pohle

Ein Jahr ist zuende, Zeit für Statistiken – hier die Statistik unseres Blog. Das Blog startete ja am 12. April 2009, allerdings habe ich erst am 10. September das Blog unter die Statistik von Google Analytics gestellt – daher sind die Statistiken erst ab diesem Tag verfügbar.

Wir hatten also in den letzten 4 Monaten knappe 4000 Zugriffe auf die Website mit jeweils 2,6 Seiten pro Zugriff und knappen 3 Minuten Verweildauer auf der Website:

Google Analytics Statistik des Blog http://pohle.de

Diese 4000 Zugriffe wurden von 2000 eindeutigen Benutzern durchgeführt:

Eindeutige Benutzer

Das führt mich natürlich zu der Frage nach den wiederkehrenden Benutzern und diese Statisik macht mich glatt ein wenig stolz: Über 30% der Besucher meines Blogs sind schon öfter, als 10 mal dagewesen:

Wiederholungszugriffe

Ich verspreche also, daß ich weiterhin interessante Artikel schreiben möchte, so daß es sich lohnt, öfter mal vorbeizuschauen.

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Test der neuen Wordpress Thumbnails

Freitag 1. Januar 2010 von Christian Pohle

Im Wordpress 2.9 soll es nun eine eingebaute Thumbnail Funktionalität geben. Bisher lade ich meine Bilder ja mit der Windows Software Blogdesk in mein Blog – diese erlaubt mir, Grafiken und Bilder als Datei und auch direkt aus der Zwischenablage in einen Artikel einzufügen und kümmert sich auf Wunsch um das Erstellen eines Thumbnail Bildes und verlinkt dieses dann auf die Originalgrafik. Nun gilt es, die eingebaute Wordpress Funktionalität zu testen, denn diese ist unabhängig vom Betriebssystem (läuft also auch auf Ubuntu).

Gut, schießen wir einen Screenshot und speichern wir ihn in einer Datei. Diese wird dann mit dem Media Uploader in den Text eingefügt:

Screenshot vom Media Upload

Hier hat man die Möglichkeit, das Bild zu Beschneiden, zu spiegeln oder zu skalieren:

Bild Beschneiden und Bearbeiten

und es letztlich als “Miniaturbild” in den Text einzufügen:

Miniaturbild im Wordpress einfügen

So, sehen wir uns den Artikel doch mal an. Die Miniaturbilder sind recht hübsch positioniert:

klickt man auf ein Bild, wird es in groß angezeigt, allerdings immer noch in den “Grenzen” des Blog Theme:

erst wenn man nochmal klickt, sieht man die Originalgröße. Ob da die Besucher so leicht draufkommen?

Trotzdem – eine tolle Funktionalität, wenn man mal auf die Schnelle einen Artikel schreiben möchte und den oder die PCs mit Blogdesk nicht zur Verfügung hat – Bloggen muß schließlich in Echtzeit erfolgen, denn nachträglich Artikel schreiben, das schaffe, zumindest ich, nicht. Ich werde das mal beobachten, aber ich denke, ich werde weiterhin die Mehrzahl der Artikel mit Blogdesk schreiben (Alternativ habe ich ja noch den Wordpress Client auf dem iPhone, wenn mal kein PC zur Hand ist).

Versteht sich von selbst, daß dieser Artikel mit dem Wordpress Editor geschrieben wurde.

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Seltsame Kürzel am Ende meiner Tweets

Dienstag 29. Dezember 2009 von Christian Pohle

Wer mit auf Twitter folgt, wird sich manchmal über seltsame Kürzel am Ende meiner Tweets wundern:

Hashtags

Eigentlich dienen diese sogenannten Hashtags ja dazu, daß man auf Twitter nach Nachrichten zum gleichen Thema suchen kann (dazu klickt man sie einfach an). In meinem Fall verfolgen diese aber einen anderen Zweck:

#wp sorgt dafür, daß die Nachricht rechts oben in der “Neueste Tweets” in diesem Blog angezeigt wird (dafür sorgt ein von mir überarbeitetes “Twitter for Wordpress Extended“, das nur die Nachrichten von mir mit dem Tag #wp anzeigt und außerdem die 4 von mir verwendeten Tags rausfiltert):

Twitter for Wordpress Extended

#xng ist dafür zuständig, daß Xwitter, die neue Applikation von Xing den Tweet rausfischt und in mein Xing Profil als Statusmeldung einbaut (das macht natürlich nur bei einem Xing Premium Acount Sinn, da der Basic Account keine Statusmeldungen kennt. Derzeit ist Xwitter noch im Teststadium, um daran teilzunehmen folgt man Xwitterinvite bei Twitter und wartet ab):

Statusmeldung bei Xing

#fb wird von der Facebook Anwendung Selektive Tweet Status ausgewertet und fügt so markierte Twitter Nachrichten von mir als Statusupdate in Facebook ein:

Facebook Statusupdate

Zuletzt noch #li – damit horcht LinkedIn auf meine Tweets und veröffentlicht diese als Statusupdates (das konfiguriert man in seinem LinkedIn Konto)

Linked In Statusmeldung

So habe ich alle meine Social Networks unter einem Dach und brauche nur einen Twitter Client oder die Twitter Weboberfläche und kann bestimmen, in welchen Diensten der Statusupdate auftauschen soll.

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Welcher Tag ist heute

Samstag 26. Dezember 2009 von Christian Pohle

Es gibt Tage wie heute, da kommt der persönliche Rhythmus einfach durcheinander (heute sind es die Weihnachtsfeiertage, mit Heilig Abend am Donnerstag und vielen Feiern ist spätestens am dritten Tag die Orientierung weg). Wie gut, daß es www.welchertagistheute.de gibt:

Welcher Tag ist heute

Da erfährt man auf einen Blick den aktuellen Wochentag und man kann seinen Gefühlen ausdruck verleihen und mit darüber abstimmen, nach welchem Tag man sich eigentlich fühlt – mit Sofortauswertung! Man sieht, ich bin nicht der einzige, der sich wie Montag fühlt heute:

Abstimmung

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