Ich benutze ja gerne den Begriff "Klausurtage" anstelle von Urlaub. Natürlich sehe ich ein, daß in der Vorstellung der meisten Menschen eine Reise nach Fuerteventura "Urlaub" bedeutet und mit diesem Wort verbindet man dann nicht nur Sonne, Meer, Strand und Wärme, sondern auch "Nicht arbeiten".
Ich möchte aber hier auf Fuerteventura nicht auf meine interessanten Projekte verzichten (Genauso, wie ich zuhause nicht auf freie Zeit oder Vergnügungen verzichten möchte).
Drum achte ich sehr darauf, nicht trennen zu müssen, keine "freien Tage" oder "Urlaubstage" zu haben (im Gegensatz dann zu "Arbeitstagen") und keine geregelte Woche einzurichten (Ihr habt schon gemerkt, daß mir Wochenenden alles andere, als heilig sind). Einzige Ausnahme: Wenn ich mal poste, daß ich einen Abend frei haben möchte, und meine Kunden bitte ihre Rechner in Ruhe lassen sollen – das meine ich dann auch so….
Drum gibts auch nicht "Jetzt bin ich im Urlaub und ab Freitag muß ich armer wieder arbeiten" (dann würde es mir heute abend nicht besonders gut gehen, muß ich, nein, darf ich doch morgen wieder zurückfliegen.
Der neumodische Begriff dafür lautet "Work-Life-Balance" und ich sehe das vor allem nicht als zeitliche Balance, sondern darin, daß meine Arbeit ein integraler Bestandteil meines Lebens ist und ich sie wirklich gerne tue. Ich muß mich nicht dazu zwingen. Ganz im Gegenteil, Ihr müßtet mich dazu zwingen, sie nicht zu tun.
So ist nicht weiter verwunderlich, daß die Statistik meiner Arbeitsstunden hier auf Fuerteventura kaum von den restlichen Wochen abweicht. Gut, ich habe die eine oder andere Stunde weniger gearbeitet, zugunsten einiger Spaziergänge am Strand. Dafür ist der Anteil der verrechenbaren Stunden höher, als im Büro (diese Woche 80%, verglichen mit 65% im Jahresmittel). Gesamt waren es in den 6 Tagen hier auf der Insel 40 Stunden verrechenbar und 10 Stunden nicht verrechenbar macht zusammen 50 Stunden und das ist auch nur geringfügig weniger, als meine 53 Wochenstunden aus dem Jahresmittel:
Anmerkung: Der Ausreißer am 4. Januar ist übrigens richtig – an diesem Tag habe ich tatsächlich 17 Stunden gearbeitet, weil ich tagsüber beim Kunden war und am Abend den Testaufbau für unsere Veranstaltung am 5. Januar durchgeführt habe.
Natürlich wünschten mir alle einen "schönen Urlaub" und am Telefon wurde ich ständig gefragt, "darf ich Sie im Urlaub stören". Das ist sehr nett gedacht, aber letztendlich habe ich nur meinen Lebensraum für eine Woche verlegt. Nämlich raus aus dem kalten, dunklen Deutschland in eine Gegend mit 22 Grad Lufttemperatur und Sonnenschein. Drum muß ich schmunzeln, wenn der Kellner im Restaurant in seinem Bemühen ums Deutsche meint, "Schade, ist Urlaub wieder vorbei" und ich mich überhaupt nicht so fühle, als ob etwas zu Ende ginge. Ich verlege halt morgen wieder zurück. In ein Land, in dem die Benutzung der Sauna Sinn macht. Da freue ich mich schon wieder drauf.
Für die nächsten 7 Tage habe ich mein Büro hier in Fuerteventura aufgeschlagen. Wer genau wissen möchte, wo es liegt, hier ist die Karte:
Vom Strand aus betrachtet, sieht das so aus, am Ende der Pfeilspitze ist mein Balkon:
Von der anderen Richtung aus gesehen, siehts dann so aus:
Die Miniaturisierung des notwendigen Rechenzentrums ist in den letzten Jahren auch weit, weit fortgeschritten. Im Bild von links unten nach rechts: Die Tasche mit den Kabeln, drüber der Ersatzlaptop, rechts der Blackberry, darüber das Ersatz iPhone, dahinter die Basisstation meines C610 VoIP Telefons, dann das iPad, eine kleine Steckdosenleiste und rechts der UMTS Router, der das WLAN hier aufspannt und einen Netzwerkanschluß für das VoIP Telefon bereitstellt. Auf Drucker und Scanner habe ich aus Gewichtsgründen verzichtet.
Nicht jedoch auf die Kaffeemaschine, die Handpresso samt einem ordentlichen Vorrat an ESE Pads gehört genauso, wie ausreichend Wasser zur Basisversorgung:
Erreichbar bin ich, wie immer, über meine normalen Büronummern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien, sowie über die Expressnummern. Natürlich auch sehr gerne per E-Mail, Google+, Facebook oder Twitter, das ist dann nicht so zeitkritisch, wie telefonieren, denn zwischendurch kann schon mal sein, daß ich meine Füße ins Wasser stelle:
Seit einigen Tagen zeigt das Webinterface von Zenbe Lists einen Error 500 an, wenn man auf seine Listen zugreifen möchte:
Einige Tage sind für “As soon as possible” deutlich zu lange und so nutze ich ein vor einigen Monaten eingeführtes Feature von Evernote: Dort kann man nämlich inzwischen auch Items mit einer Checkbox versehen. Der Abschied fiel mir bisher schwer, weil man die Listen aus Zenbe Lists nicht exportieren kann und ich die daher manuell übertragen muß. Da ich aber nun inkonsistente Listen auf dem iPhone und dem iPad habe (weil die sich durch den Serverfehler auch seit Tagen nicht mehr synchronisieren können), werd’ ich zu diesem Weg gezwungen:
Adjeu, Zenbe Lists. Ich brauch mich auch nie mehr über eure Synchronisationsfehler und die ständigen doppelten Einträge ärgern….
Noch vor einer Woche beklagte ich mich hier im Blog, daß es keine Lapops mehr mit der Bildschirmauflösung 1920*1200 zu kaufen gibt. Community sei Dank, dieser Beitrag wurde von einem Freund gelesen, der daraufhin die Verfügbarkeitslisten der Distributoren durchsuchte und eine winzig kleine Lagermenge HP EliteBook 8740w mit WUXGA Display (Code WD758EA#ABD) ausfindig machte. Da die Lieferung auf einen Tag knapp vor Weihnachten fiel, packten Thomas und Martin den neuen Laptop kurzerhand in Geschenkpapier und so lag er gestern unter meinem Weihnachtsbaum.
Da ist der nun, einer der letzten seiner Art, mit strahlend hellem 1920*1200 Display. Nicht zum Filme gucken, sondern für ganz, ganz viele Remote Control Fenster:
Die Basisausstattung muß ich natürlich noch etwas ergänzen, denn der Rechner wurde nur mit 4 GB Speicher geliefert, der zweite Speicherslot ist leer. Immerhin ist aber Windows 7 in der 64 bit Variante drauf. Aus den QuickSpecs geht nicht eindeutig hervor, ob der Rechner auch 8 GB Speicherriegel vertragen würde. Ich habe das mal vertragt, denn im Augenblick lebe ich hervorragend mit nur 3 GB (weil Windows XP 32bit nicht mehr benutzt) und der Upgrade auf 8 GB (2*4GB) ist schon mal ein Quantensprung. Außerdem gibt es derzeit den 4 GB Riegel für etwa 25 EUR, 8 GB Riegel sind (noch) deutlich teurer und ich müßte zudem die Tastatur ausbauen (würde mich aber durchaus mal interessieren, die soll nämlich flüssigkeitsfest sein und einen Ablauf unten haben, Kaffeedurchlauf sozusagen). Ein UMTS Modul baue ich nicht ein, weil ich ja immer einen Huawei dabei habe, der linke Slot bleibt also leer:
An die Platte muß ich natürlich ran, den der Laptop kommt mit einer mechanischen Festplatte und ich bin seit kurzem besseres gewöhnt. Die Samsung 830 in 512 GB ist derzeit nicht lieferbar, also warte ich ab und installiere solange auf der mitgelieferten 512 GB mit 7200 U/min. Umsetzen auf die SSD geht ja mit Acronis sehr einfach, das habe ich vor kurzem ja sogar bei meinem alten DELL noch gemacht:
Richtig heftig ist das Netzteil, das hat etwa die Größe eines Subnotebooks, ist aber deutlich schwerer – und somit auf keinen Fall etwas zum ständig überall hin mitnehmen wollen. Ich spendiere meinem neuen Arbeitsplatz aber das 12-Zellen Akku mit extrem hoher Kapazität (das heißt wirklich so), dann kann ich das Netzteil normalerweise am Arbeitsplatz lassen und bin im Haus, vor dem Haus, im Garten und auf der Hütte einfach ohne Netzteil unterwegs. Laut Beschreibung ist beim Zusatzakku sogar ein eigenes Netzteil dabei, so daß man das auch separat aufladen können soll. Wir werden sehen.
Ich muß mein Arbeitsplatzsetup nicht wesentlich ändern, denn der neue Arbeitsplatz pustet weiterhin links seine warme Luft raus – das habe ich bisher benutzt, um den Kaffee warmzuhalten, das geht also auch weiterhin. Allerdings muß ich lernen, daß links nun auch das Netzteil angesteckt wird und ich das Kabel irgendwie leiten muß (eine Dockingstation mag ich mir deswegen eigentlich nicht kaufen):
Aber versöhnlich: Der Kopfhörer kann nun vorne angesteckt werden, das vermeidet wieder ein paar cm Kabelsalat, beim DELL war der Stecker rechts, was unpaktisch war und sich mit der Maus ins Gehege kam.
Erwähnen sollte ich noch die USB 3.0 Slots, an denen meine externen Festplatten (mit den virtuellen Maschinen für VMWare Workstation) nun gleich schneller laufen können.
Es wird sicherlich ein paar Wochen dauern, bis der neue vollständig einsatzfähig ist, vor allem muß ich eine Menge Software von Windows XP zu Windows 7 aktualisieren und meine Arbeitsabläufe daran wieder anpassen. Auf diesem Weg wird sicher der eine oder andere Blog Artikel geschrieben werden.
Die Nozbe Applikation für das iPad hatte einen lästigen Bug (wir erinnern uns: Ich benutze das iPad morgens auf dem Rad in meinem Fitnessraum, um meine ToDo Liste zu pflegen): Wenn man ein neues Projekt angelegt hat und dieses innerhalb eines Labels umsortierte, dann wurden alle Projekte dieses Labels in der Liste kunterbunt durcheinandergeworfen.
Nachteil dabei: Ich habe alle Projekte fein säuberlich alphabetisch sortiert, weil man nämlich in der Nozbe iPad und auch in der Nozbe iPhone Anwendung nicht nach Projekten suchen konnte. Und: Ich habe alle Projekte mit Labels organisiert, damit ich sie nach Kunden trennen kann.
Nun wurden sozusagen beide Probleme behoben:
Nun ist die Nozbe Applikation für das iPad vollständig in der Lage, daß ich meinen Daily und sogar meinen Weekly Work Review darauf ausführe. Bravo.