Archive for Lebensqualität

Heute gabs zum Abendessen Käsesemmeln. Das wäre insofern bemerkenswert, daß man sagen könnte “Ui guck mal, jetzt ist ihm seine Urmenschenernährung selbst zu blöd geworden und er hat sich was richtiges gemacht”. Dann würde das Weltbild einiger Leser wieder stimmen. Die muß ich aber enttäuschen.

Denn: Die Semmeln sind bemerkenswert: Sie enthalten so gut, wie keine Kohlenhydrate. Sie werden aus Eiern, Salz, Backpulver, Frischkäse, Leinsamen und etwas Sesam hergestellt:

Zutaten

Das Rezept dazu habe ich in einem Blog gefunden, dessen Autorin sich (auch) mit “Low Carb” Ernährung befaßt, was im weitesten Sinne mit meiner Urmenschenernährung harmoniert (fürs Rezept der Semmeln müßt Ihr auf das Bild klicken, dann bekommt Ihr das Original aus ihrem Blog angezeigt):

Image

Gepanscht, gerührt, geschlagen und dann die Häufchen auf das Backblech gegeben. Sahen lustig aus, waren fluffig:

Backblech

Das fertige Abendessen, also zwei dieser Semmeln mit je 3 Scheiben Emmentaler belegt, sah dann so aus:

Fertige Käsesemmeln

Geschmacklich sind die Semmeln, na, nennen wirs mal: “Überraschend”. Sie fassen und kauen sich nicht wie Semmeln, sondern sind von der Konsistenz viel lockerer, eher, wie lockerer Blätterteig. Ich hatte gedacht, ich könnte damit einen eingefleischten “Ich will meine Semmeln zum Frühstück” Esser mal von was kohlenhydratfreiem überzeugen – das wird eher nicht gelingen. Meine eigene Lust auf Semmeln in der Früh ist allerdings nicht mehr so groß; sind welche im gemeinsamen Frühstückskorb, esse ich gerne mit, sind keine im Haus, mach ich mir was anderes, ohne groß nachzudenken. Also wird kein besonderer Bedarf dafür bestehen.

Es ist also nicht sicher, daß ich die Dinger öfters backen werde, aber es ist zumindest beruhigend, zu wissen, daß ich jetzt ein Rezept für richtig gesunde Semmeln in meinem Kochbüchlein stehen habe.

Jan
02
Filed Under (Lebensqualität, Privat) by on 02-01-2012

Bevor das Wissen in Vergessenheit gerät, halte ich es hier fest. Es gibt auch im Jahre 2011 noch Autoren bzw. Verlage, die ihre Bücher nicht für die elektronische Verbreitung freigeben, einfach ausgedrückt: Bücher, die man nicht auf dem Kindle lesen kann. Normalerweise lehne ich solche Bücher einfach ab und lese sie nicht. Das fällt bei JPod von Douglas Coupland schwer und so habe ich das unglaubliche getan: Ich habe mir das Buch gekauft. So richtig mit Einband, Papier und Gewicht: Ja, Gewicht. Nun besitze ich ja keinen Original Kindle, sondern “nur” die Kindle App auf meinem iPad, aber das ist immer noch leichter, als so ein Buch.

JPod

Da die Bücher auf dem Kindle auch “Bücher” genannt werden, nenne ich diese Form des Buches zur Unterscheidung: “Analoges Buch”. Im Gegensatz zum “Digitalen Buch”, da dies aber der Normalfall ist (für mich) oder wird (für alle andern), sage ich “Digital” nicht mehr dazu, sondern dazu nur noch “Buch”.

Also: 528 Seiten lang bin ich analog. Und das ausgerechnet bei diesem Buch.

Gestern abend hab ich mit meinem Post über meine Blutzuckermessung

Blutzuckermessung

eine ganz schöne Lawine losgetreten. Entschuldigt bitte, das war unüberlegt von mir, das einfach so zu posten ohne Erklärung, warum ich das eigentlich tue. Ich möchte das hier kurz erklären, auch wenn alles noch sehr theoretisch ist:

Wie Ihr alle wißt, habe ich vor etwa 1 1/2 Jahren unter dem Stichwort Gesund Essen meine Theorie der Urmenschenernährung entwickelt. Eigentlich wollte ich mich nur hochwertiger ernähren und keinen Müll mehr essen, diese Ernährungsumstellung führte aber dazu, daß ich, tatsächlich anfangs unabsichtlich, insgesamt 16 Kilogramm Körperfett verloren habe. Da mein Arzt mit meinen Blutwerten mehr, als zufrieden ist und ich mich auch kerngesund fühle, scheint das nicht krankheitsbedingt zu sein und so habe ich mich mit den theoretischen Grundlagen dieses Gewichtsverlustes befaßt.

Dabei habe ich festgestelllt, daß mein Gewichtsverlust wohl durch meinen Verzicht auf Kohlenhydrate und die gleichzeitig eiweißreiche Koste verursacht wurde. Theorien überprüfe ich gerne und so habe ich auch Selbstversuche durchgeführt und beschrieben (Unter dem Stichwort Low-Carb findet man auch in der Wikipedia weitere Hintergründe dazu). Bitte vergeßt dabei nicht: Ich mach’ keine Diät! Ich verzichte nicht auf irgendwas, ich leide nie Hunger, ich esse einfach nur das, was ich für richtig halte.

Nun kommt es dabei an manchen Tagen vor, daß ich seltsam rieche. Ich merk’ das selbst nicht, auch Timmy und Tobi drehen sich nicht weg, aber Menschen in meiner Umgebung teilen mir das (nach anfänglicher Überwindung) mit. Das soll so ein leicht süßlicher, seltsamer, nicht besonders anziehender Geruch sein. Ich habe durch ein wenig experimentieren festgestellt, daß ich diesen Körpergeruch durch die Eiweißzufuhr beeinflussen kann: Zuviel Eiweiß = Geruch, weniger Eiweiß = alles wieder normal. Die mir momentan wahrscheinlichste Theorie ist die:

Bei einer bestimmten Kombination von wenig Kohlenhydraten und gleichzeitig viel Eiweiß schafft der Körper es nicht, die Fette aus der Nahrung vollständig zu verbrennen und läßt sogenannte ß-Ketonkörper im Blut übrig. Die führen dann letztendlich zum Körpergeruch.

Theorien mag ich überprüfen und so habe ich mich umgesehen, ob man ß-Ketonkörper im Blut messen kann. Kann man, tut jeder Diabetiker, stelle ich fest. Und so habe ich mir ein Meßgerät gekauf, mit dem ich Blutzucker und eben auch ß-Keton messen kann:

Blutzuckermeßgerät

Damit habe ich jetzt eine Testreihe vor; ich werde mit der Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr ganz bewußt rumexperimentieren und aufzeichnen, wie hoch die Werte im Blut sind und natürlich auch meine Umwelt befragen, wann der Körpergeruch auftritt (also nicht erschrecken, wenn ich mal so eine Frage stelle). Die Ergebnisse? Klar schreibe ich die hier auf, versprochen!

Ach noch was: Wenn jemand von meinen Lesern weiß, wie ich selber den Eiweißgehalt im Blut bestimmen kann, das würde mich auch sehr interessieren – da habe ich bisher noch kein Meßgerät gefunden.

Nov
10

Wer zu Lebzeiten nicht das Glück hatte, von Andy Warhol portraitiert zu werden, dem kann jetzt geholfen werden: Mit dem Warholizer. Unter warholize.me lädt man ein Foto von sich hoch, sucht eine Farbe aus, fügt eventuell einen von Warhols Sprüchen hinzu und läßt das ganze zu einem Bild berechnen:

Warholizer

Das Bild kann man dann so, wie es ist, verwenden mit dem Watermark, das auf die Website zeigt oder für 1 € (per Paypal zu zahlen) in hoher Auflösung und ohne Watermark herunterladen:

Bild im Warhol Design

Drum ist mein Profilbild ab heute für eine Weile blau.

Heute gibts in unserer Reihe Gesund Essen mal ein Rezept. Wir veröffentlichen ja nicht gerne Rezepte, weil wir Sorge haben, daß beim Nachkochen was nicht gelingt und der geneigte Leser sich dann fragt, warum wir von so was furchtbarem so begeistert sind. Außerdem setzen wir uns mit jedem Rezept ständigen Diskussionen aus, ob es nicht so oder so besser wäre oder ob die Dinge wirklich so gesund sind, wie wir sie finden (siehe auch die Kommentare zu diesem Post). 

Heute haben Thomas und Martin einen Kuchen designt, der nicht nur superklasse schmeckt, sondern auch noch in die Urmenschenernährung paßt, weil er keine Füllstoffe (sprich: Mehl) enthält und einfach herzustellen ist. 

Der Karotten-Nußkuchen (der abgebildete ist schon zur Hälfte aufgegessen, sorry, der ist einfach zu lecker):

Karotten-Nußkuchen

Zutaten:

  • 250 Gramm Karotten
  • 200 bis 250 Gramm geriebene Haselnüsse
  • 150 Gramm Honig
  • 4 Eier
  • 1 Packerl Backpulver
  • 1 Eßlöffel Zitronensaft

Die Karotten kleinschneiden und im Mixer weiter zerkleinern, 4 Eidotter, die geriebenen Haselnüsse, den Honig und das Backpulver dazu und zu einem Teig mixen. In einer anderen Schlüssel die 4 Eiweiß mit dem Eslöffel Zitronensaft steif schlagen und dem Teig unterheben. In einer flachen Form bei 180 Grad etwa 30 Minuten backen.