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Jan
25

Ich verwende keine Sonnenschutzmittel.

Das fällt mir immer erst wieder auf, wenn ich die Menschen hier auf den Grillstationen sehe, wie sie sich den ganzen Tag eincremen. Gut, mir geht die Erinnerung an den Urlaub ab, die sich am Geruch von Sonnencreme festmacht (mich erinnert eher der salzige Geruch des Meeres an Fuerteventura).

Sonnenschutz

Nun bin ich zum Sonne tanken hier und das paßt doch wohl nicht zu der Aussage, daß ich mich nicht vor der Sonne schütze, schließlich ist die doch hier auf den Kanaren besonders stark. Will ich etwa Hautkrebs bekommen?

Natürlich nicht. Ich schütze mich ja vor der Sonne: Ich bin heute 15 Minuten den Strand "hinauf" gelaufen, mit der Sonne im Rücken, hab dann umgedreht und bin 15 Minuten wieder "herunter" (der Strand hat natürlich keinen Berg, ich empfinde nur Richtung Norden als "hinauf"). Meine Schultern sind jetzt leicht, ganz leicht gerötet, das sieht man gut wenn man die Finger auf die Haut drückt, dann bleibts kurz weiß, wenn man sie wegnimmt. Ich habe heute also die Sonne perfekt dosiert, perfekt an der Reizschwelle, so daß meine Haut mit der Pigmentproduktion beginnt und dunkler wird (das soll ja so gesund aussehen, wenn man "braungebrannt" nach Hause kommt) aber noch nicht so, daß sich eine Verbrennung eingestellt hätte.

Den Rest des Tages verbrachte ich weitgehend im Schatten. Natürlich nicht, ohne mich am Anblick der Sonne zu erfreuen und regelmäßig rauszusehen auf das sonnendurchflutete Meer. Ich bin also ziemlich sicher, daß ich heute die maximale Dosis Licht und Sonneneinstrahlung abbekommen habe, die notwendig ist, um die Vitamin D Produktion meines Körpers auf Hochtouren zu bringen.

Vitamin D: Ein Vitamin, das der Körper selbst produzieren kann, von dem aber sehr, sehr viele Deutsche zu wenig haben. Auch im Sommer. Auch bei gutem Wetter. Dabei wärs doch so einfach: Gezielt ab und an in die Sonne gehen und wenns draußen hell ist, hinaussehen (ich gebe zu, nicht alle Jobs erlauben es, regelmäßig hinauszusehen/-gehen). Cremes mit Lichtschutzfaktor verhindern die Vitamin D Produktion!

Wozu nun also Sonnenschutz? Wozu eine Creme mit Lichtschutzfaktor 12 auf die Haut schmieren, die mir die Poren verstopft? Damit ich dann 12 * 15 Minuten von jeder Seite rösten muß? Na gut, wenn ich unbedingt 3 Stunden den Strand hinauf und dann 3 Stunden wieder runter laufen möchte, hätte ich mit Lichtschutzfaktor 12 genau das gleiche erreicht, wie mit 2 mal 15 Minuten. Rechnerisch. Ich hätte allerdings meine Haut gewaltig mehr ausgetrocknet. Und: Ich wäre wahrscheinlich nicht 6 Stunden am Strand gelaufen, sondern hätte mich mindestens 5 Stunden davon auf eine Liege legen müssen.

Andersrum ausgedrückt: Wenn man nicht unbedingt in der Sonne sein muß (Straßenarbeiter, Tennis- und Skilehrer etc.), sondern sich extra zum Bräunen in die Sonne legt, dann ist Sonnenschutz doch völliger Quatsch, denn er verzögert doch nur das, warum man sich eigentlich in die Sonne legt. So schön finde ich das grillen nicht.

Anders ausgedrückt: Scharf anbraten und dann gleich wieder ab in den Schatten. Mach ich mit Filetsteak auf dem Grill ja auch so.

Übrigens sind die Hautpigmente im dunklen, kalten Deutschland sowieso schneller weg, als einem lieb ist. Lohnt sich also garnicht, sich jeden Tag stundenlang in die Sonne zu legen, da genieße ich lieber die Luft, den Wind und vor allem die Helligkeit in Fuerteventura.

Es steht mal wieder eine Woche Klausur an. Im Unterschied zu den sonstigen Klausurtagen sind diesmal nicht Thomas und Martin unterwegs und ich mit Timmy und Tobi alleine, sondern ich lasse die 4 mal zuhause und verdufte für ne Woche. Zum Aufwärmen und zum Durchlüften – nach Fuerteventura, was übersetzt "starker Wind" heißt.


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Kenner wissen: Da war ich schon öfter, genauer: immer. Immer, wenn ich nach Fuerteventura fliege, wohne ich im Hotel Fuerteventura Princess, in einem der Zimmer im Block 5109-5216. "Langweilig" sagen manche dazu, "Home sweet Home" nenne ich das, wenn ich irgendwohin auf der Welt zurückkommen kann. Und das sah erstmal garnicht danach aus.

Als wir (damals noch Thomas und ich) uns entschieden, als Nachfolger von Ajax gleich zwei Hunde anzuschaffen, war klar, daß keine Flugreiseurlaube mehr drin sind. Denn einen Hund kann man immer mal für eine Woche bei Freunden unterbringen, aber Freunde, die auch mal zwei Hunde nehmen, die gibt es nicht. Trennen kam nicht in Frage und so nahmen wir vor 2 1/2 Jahren für längere Zeit Abschied von der windigen Insel im Atlantik.

Dann kam alles anders, Thomas macht jetzt Urlaub mit Martin (wenn wir nicht zu dritt auf der Hütte oder im Haus am Wörthersee sind), ich lege dann ein paar Klausurtage im Büro ein und genieße es, mit Timmy und Tobi alleine zu sein. Natürlich gibts dann auch die umgekehrte Variante und ich kann mal ein paar Tage alleine weg, dann bleiben Thomas und Martin eben mit Timmy und Tobi zuhause.

Da ich ja über Weihnachten und Neujahr die Netzwerke unserer Kunden betreue und Rufbereitschaften habe, kommen so ein paar Tage "raus" im Januar recht gelegen.

Ehrensache, daß ich meinen Flug über PohleAir gebucht habe, denn bei uns gibts ja nicht nur Rundflüge, sondern das gesamte Programm der Linienflüge von Lufthansa, AirBerlin, TUIfly und natürlich auch Condor. Hat sich auch ausbezahlt, Martin hat das hervorragend organisiert, ich sitze nämlich vorne links – na gut, nicht ganz vorne links, weil ich nicht selber fliege, aber zumindest so weit vorne links, wie das für einen Passagier geht (Danke Martin, gut gemacht)!

Vorne Links

Den Flugtermin haben wir übrigens schon Ende Oktober festgelegt, da war noch nicht absehbar, daß ich Euch morgen hier in Deutschland mit starkem Wind, Regen und ab Freitag dann auch Schnee zurücklasse. Sorry, war nicht geplant, trifft sich aber irgendwie hervorragend, gerade jetzt zu flüchten, wo es greislig wird.

Der Koffer ist gepackt und wiegt genau 20 kg, obwohl meine Handpresso, ein kleiner Wasserkocher, mein VoIP Telefon, der BOSE SoundLink und ein Heizlüfter im Gepäck stecken. Dafür ist die Kleidung natürlich leichter: Die Ärmel der Hemden sind kurz, die Beine der Hosen auch und statt Winterstiefel stecken einfache spanische Holzsandalen im Koffer.

Koffer für Fuerteventura

Zu schaffen macht mir allerdings mein neuer Laptop, weil ich auf die Displaygröße, die Batterielaufzeit und die Geschwindigkeit geachtet habe, aber natürlich nicht aufs Gewicht und so bringt er mal eben 4,5 kg auf die Waage. Keine Chance, damit die Handgepäckbestimmungen mit 6 kg Gewicht einzuhalten. Aber halt: Da steht "Zuzüglich zum Handgepäck kann ein Laptop kostenfrei in der Kabine mitgeführt werden." Genial. Ohne Laptop wiegt meine Tasche genau 5,9 kg.

Handgepäck

Dann kanns ja losgehen. Morgen 08:45 Uhr ab München, ein Auto in Fuerteventura ist direkt bei Cicar gebucht, Ankunft im Hotel nach deutscher Zeit etwa 15:00 Uhr. Online werde ich mit meinem "Büro Fuerteventura" etwa ab 16:00 Uhr sein.

Natürlich sind die Expressnummern während der gesamten Woche in Fuerteventura erreichbar, lediglich während der beiden Flüge muß ich die Anrufe auf die Mailbox leiten und die maximale Rückrufzeit von 4h ausnutzen. Ab Ankunft im Hotel sollte auch meine Büronummer dann auch wieder erreichbar sein.

Neidisch? Wär ich auch. Der Atlantik hat zwar nur 16 Grad zur Zeit aber die Luft 22 und die Sonne scheint. Spazierengehen am Meer, Wind um die Ohren, Wärme. Ich hab' aber auch eine hübsche Schale mit Arbeit dabei, die ich, wie immer nach Lust und Laune, erledigen kann. Damit mir nicht langweilig wird.

Bis morgen dann, von irgendwo dort:

Fuerteventura

Jan
16
Filed Under (Privat, Urlaub) by on 16-01-2012 and tagged ,
Jan
16
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Thomas und Martin waren übers Wochenende in NewYork und natürlich haben sie Timmy und Tobi versprochen, ihnen was mitzubringen. Es ist auch gleich was geworden, von dem beide was haben, am besten gleichzeitig: Ein Kauspielzeugstofftier:

Kauspielzeugstofftier

Und weiter haben sich die beiden bemüht, nur Produkte mitzubringen, die es so in Deutschland nicht gibt. Das ist inzwischen, bedingt durch die Globalisierung des Handels, garnicht mehr so einfach. Aber sie wurden fündig: Von seltsam aussehenden Säckchen mit Geschirrspülpulver über die bekannten großen Aspiringläser bis hin zu Gummibären von Haribo, die extra für den amerikanischen Markt hergestellt werden (allerdings werden die auch in Europa hergestellt, nämlich in der Türkei, gemäß Packungsaufdruck):

Amerikanische Produkte

Welcome Back!