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Ich habe leider eine schlechte Nachricht für meine neu- und wiedergewonnenen Raucherfreunde: Ich habe wieder aufgehört.

Dabei waren nicht die auf den Zigarettenschachteln inzwischen aufgedruckten Warnhinweise im Konjunktiv ausschlaggebend, denn die habe ich ja eh immer mit eigenen Sprüchen überklebt (Ein Hinweis wie “Rauchen kann tödlich sein”, ist in meiner Auffassung etwa genauso hilfreich wie “Gehen Sie lieber nicht über die Straße, sie können dort umkommen”).

Rauchen

Meine persönlichen Gründe, mich nach 4 Monaten wieder gegen das Rauchen zu entscheiden, waren folgende:

  • Mein Suchtzentrum hat sich natürlich sehr gut daran erinnert, daß ich schon mal (das ist 17 Jahre her) bis zu vier Schachteln pro Tag geraucht habe, und hat versucht, jeden Tag die Dosis zu steigern. Von anfänglich 3-4 Zigaretten im Dezember mit denen ich ja noch prima hätte leben können (auch wenn die ersten 4 schon sehr schädlich sind), wollte es nun immer öfter und öfter.
  • Ich habe begonnen, Dinge zu tun, damit ich “Eine Rauchen” kann. Das mag ja noch angehen, wenn man sagt “Jetzt mache ich diese schwierige Arbeit fertig und danach belohne ich mich mit einer Zigarette”. Damit hätte ich kein so großes Problem. Ein Gedanke der aber sagt “Lass mich jetzt was essen und danach rauchst du eine” der nervt gewaltig. Denn Essen und vor allem gesundes Essen ist mir viel zu wichtig, als daß ich es nur deswegen tun möchte, damit ich danach eine rauchen kann.
  • Meine Leistung beim Sport war drastisch auf dem Weg nach unten: Meine morgendliche halbe Stunde auf dem Fahrrad oder dem Crosstrainer in meinem Fitnessraum, die ich ja bei einem vorher festgelegten Zielpuls durchführe, zeigt von Tag zu Tag eine sinkende Belastung. Das bedeutet: Meine körperliche Leistungsfähigkeit sank. Ich befand mich zudem seit Dezember, beim Krafttraining auf einem Plateau und würde eigentlich gerne mal wieder etwas nach oben kommen.
  • Außerdem habe ich eigentlich alle “schönen Situationen”, die man mit Zigaretten erleben kann, in den vergangenen fünf Monaten wieder erlebt. Von der “Zigarette danach”, mit der (ganz bewußt inszeniert) alles losging, über das “Eine Rauchen gehen” oder “Besprechen wir dieses Projekt beim Rauchen”, bis zu “Zigaretten mit alten Freunden” und “In einem Restaurant zu sitzen und im Anschluss an das Essen gemütlich eine zu rauchen (ohne rauszugehen)”. Da steht nichts mehr auf der “noch zu erleben” Liste.

Zigarettenrauch wäre ja eine ganz geschickte Sache, wenn man es schaffen würde, zwei, drei oder auch vier am Tag zu rauchen (allerdings kann man in der einschlägigen Literatur nachlesen, daß auch 2-5 Zigaretten am Tag schon erheblich schädlich sind!). Durch die entsprechend langen Pausen schmecken die dann entsprechend genial (dass ist ja das Fatale an der ersten Zigarette und an der ersten Zigarette nach einer langen Pause) – die sind ja wirklich ein Genuss. Alles was mehr als fünf Zigaretten am Tag ist, finde ich aber, schmeckt irgendwie pappig und fad und ist mehr Gewohnheit, pardon, Sucht, als Genuss. Mein Suchtzentrum macht aber definitiv Probleme wenn’s nur fünf am Tag sind und schreit mir dazwischen etwas zu laut nach der nächsten Zigarette – das stört mich bei der Arbeit, lenkt mich ab und ganz ehrlich, es nervt mich auch. Ich würde das gerne selbst steuern, deswegen höre ich wieder ganz auf.

Außerdem fängt meine Haut allmählich an, grau zu werden und das genügt eigentlich völlig wenn das in den Haaren passiert.

Als Mitglied bei Foodwatch, einem Verein, der sich gegen falsche Werbung der Lebensmittelkonzerne für angeblich so gesundes Essen richtet und jedes Jahr den goldenen Windbeutel für die dreistesten Werbelügen der Lebensmittelkonzerne vergibt, habe ich nun auch ein öffentliches Statement abgegeben, das könnt Ihr hier einsehen:

Image

Wenn Ihr mitmachen wollt, geht doch gleich mal auf die Seite von Foodwatch und seht Euch an, wer dieses Jahr für den goldenen Windbeutel nominiert ist (mein persönlicher Favorit ist das orange Zuckerwasser).

Apr
12
Filed Under (Lebensqualität, Privat) by on 12-04-2013 and tagged

Die sozialen Netzwerke sind irgendwie praktisch. Früher hatte ich einen Großteil meines Geburts-Tages am Telefon verbracht, um Glückwünsche entgegenzunehmen. Im Zeitalter der Sozialen Netzwerke hab ich nicht nur mehr Zeit für mich (und meine Gäste), sondern ich bekomme auch deutlich mehr Glückwünsche, als früher.

Geburtstag2013

Hier die Statistik:

  • 59 in Facebook
  • 14 auf Google+ (holt ganz schön auf)
  • 8 via Twitter (inzwischen weit abgeschlagen)
  • 1 über App.net (ist noch nicht wirklich populär)
  • 5 in Gayromeo
  • 1 in Foursquare
  • 16 haben mir persönlich gratuliert
  • 15 per E-Mail
  • 3 per Telefon
  • 1 Geburtstagskarte per Post

Ich habe mich natürlich über jeden einzelnen Glückwunsch gefreut, egal, über welches Medium er kam. Vielen Dank an alle Gratulanten, so geht’s mit Rückenwind ins neue Lebensjahr.

Und immerhin: Die Bäume brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, man wird heute nicht mehr mit Pappkarten überschwemmt.

Mrz
30

Normalerweise warne ich ja nicht vorher, nur diesmal hab ich die Warnung an die Vegetarier unter meinen Followern ausgesprochen, weil ich die Idee zu diesem Blogpost hatte:

Warnung

denn im gerade geposteten Freßfoto kamen insgesamt 1,1 kg rohes Rindfleisch vor:

Rindfleisch

Ich bin den Vegtariern unter meinen Freunden und Followern (und das sind einige) immer wieder sehr dankbar, daß zu diesen Mahlzeiten keine Diskussionen darüber folgen, ob Menschen Fleisch essen sollten, oder nicht (darum diskutiere ich auch nicht, wenn jemand begeistert seine Mahlzeit auf Getreide- und/oder Zuckerbasis postet – nur weil ich das nicht gut finde, muß das ja nicht für alle anderen auch gelten).

Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, daß die Urmenschenernährung auch ab und an das Fleisch toter Tiere beinhalten kann. Auch der Mensch vor 15.000 Jahren, an dem ich mich aufgrund der nicht veränderten Genetik seither, orientiere, hat mal ein totes Tier gefunden oder möglicherweise sogar selbst eines erlegt und getötet und dann das Fleisch dieses Tieres aufgegessen. Das ist aber, und das ist der wesentliche Unterschied zur heutigen Zivilisation, sicherlich nicht täglich geschehen.

Sehe ich mir die üblichen Portionen der meisten Menschen um mich herum an, dann ist da mindestens einmal am Tag, häufig sogar mehrfach täglich, Fleisch dabei (Fisch fehlt meist völlig) und das nicht nur als Mittagessen in der ursprünglichen Form als ein Stück Fleisch, sondern auch als Schinken zum Frühstück und als Wurst zum Abendbrot. Das ist in meiner Auffassung falsch, weil zuviel (die Quittung dafür erhält man üblicherweise bei den Blutwerten, da sind dann Harnsäure und Triglyceride zu hoch). Und wenn der Rest der Wurst nach dem Essen auch noch weggeworfen wird, weil sie etwas angetrocknet ist, dann hab ich ein ethisches Problem, denn wir müssen sicherlich nicht Tiere dafür töten, daß wir anschließend ihr Fleisch auch noch wegwerfen, weil es nicht mehr so schön aussieht (immerhin beruhigt dabei die Tatsache, daß in gewöhnlicher Wurst reines Fleisch den geringsten Anteil hat, der Rest sind Industriefette und Füllstoffe).

Elsa

Ich würde mich am besten fühlen, wenn ich hier in der Nähe einen Bauern fände, der seine Kühe täglich auf der Weide Gras fressen läßt und nicht mit Zusatzstoffen mästet, denn das Fleisch dieser Kühe enthält dann nur ungesättigte Fettsäuren, was für uns Menschen verträglich ist. Fleisch aus der Rindermast enthält fast nur noch gesättigte Fettsäuren, die sind für uns Menschen weder verträglich, noch gesund (da kommen die Triglyceride im Blut her). Dann sollte der Bauer seine Kühe mit Namen kennen und lieben und diese, wenn sie alt geworden sind und ihre Zeit abgelaufen ist, von einem Metzger seines Vertrauens sorgsam zerlegen lassen. Super wäre, wenn er dann ein Mail an seine Kunden schickt, daß heute die Kuh Elsa leider gestorben ist und es morgen beim Metzger ihr Fleisch zu kaufen gibt.

Soweit die Theorie.

In der Praxis gibt es leider so einen Bauern hier nicht (und das ist gleich als Aufruf zu verstehen, sich bei mir zu melden, wenn ich irre, ich werde sofort Kunde).

Bei dieser Art würde sich der Fleischkonsum ziemlich automatisch auf das für Menschen gesunde Maß reduzieren, einerseits durch die nur sporadische Erzeugung von Fleisch und zum anderen durch den Preis. Fleisch wäre dann wieder das, was es für den Urmenschen auch war: Ein Luxusgut, das es selten gibt. Ich versuche das für meine Ernährung dadurch nachzubauen, daß ich nur ein oder zweimal die Woche eine Fleischmahlzeit einnehme.

Ich versuche zudem, möglichst Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern zu bekommen, das gelingt mir im Zillertal ganz gut, meine Lieblings-Steak-House Kette hat das auch (allerdings muß das Fleisch von Argentinien hier her und der Transportweg und die Diskussion um den Regenwald ist auch nicht ganz ohne), nur zuhause in Bayern gehts nicht, weil es hier kaum mehr grasgefütterte Rinder gibt. Die leben hier alle in Ställen, sehen kaum Tageslicht, werden mit Industrienahrung, Getreide und Mais gemästet, damit sie möglichst bald möglichst schwer sind und wer nicht genug Milch gibt, endet frühzeitig als Kalbfleisch (die Milch dieser gemästeten Tiere ist für uns Menschen übrigens genauso wenig verträglich, wie ihr Fleisch).

Man kann sicher herauslesen, daß ich mit den derzeitgen Formen von Tierhaltung und Tierverwertung ein Problem habe, aber noch keine Lösung. Für mich persönlich ist der Verzicht auf Tierprodukte keine Lösung, obwohl man damit immerhin durch fehlende Nachfrage den Markt für solche Produkte zerstört. Ich würde meine Nachfrage lieber dahingehend einsetzen, um gesunde tierische Nahrungsmittel zu beschaffen, der Preis dieser Produkte wäre für mich nicht das Problem. Es ist keine Lösung für mich, auf ein industriell hergestelltes Produkt einfach ein Bio-Siegel aufzukleben – ich möchte gerne den gesamten Produktionsprozess nachvollziehen und ansehen können. Beispiel siehe oben. Vielleicht bin ich damit einfach noch etwas zu früh dran.

Ursprünglich waren die praktischen Unterrichte für meine Fluglehrerausbildung über die freien Termine des Jahres verteilt, so daß ich gegen Ende September fertig geworden wäre. Das ging meiner Flugschule aber nicht schnell genug, sie würden mich gerne bereits im Sommer als Lehrer einsetzen. Also ging ich mit der Motorsäge an meinen Kalender (ich bin derzeit bis Ende Februar 2014 ausgebucht) und schnitt ein paar Löcher hinein – die Kunden, deren Termine ich mal nachmittags verkürzte und mal auf einen anderen Tag verlegte, reagierten glücklicherweise mit Verständnis. So passen nun die 30 Stunden praktische Ausbildung (in der Luft, hinzu kommt die Vor- und Nachbereitung am Boden) mehr oder weniger bequem bis Mitte Juni in den Kalender (nur die verfügbare Rest-Freizeit litt etwas, aber das ist sie bei mir ja gewohnt).

Calendar

Wenn alles klappt, mir das Wetter hold ist, ich gelehrig genug bin und ich den Prüfer vom Luftamt am Ende davon überzeugen kann, daß ich ein guter Fluglehrer bin, könnt Ihr bei mir ab Juli diesen Jahres dann das Fliegen lernen. Kostet etwa 11.500 € (wobei den größten Teil der Staat Deutschland im Rahmen der Mineralölsteuer kassiert, Ihr tut also ein gutes Werk damit) und die Ausbildung sieht so aus:

PPLA

Am Ende dürft und könnt Ihr dann bei gutem Wetter (Sichtflug!) ein einmotoriges Landflugzeug durch die Luft steuern. Interesse?