Ich war gerade (19:30 Uhr) draußen mit meiner Kamera und habe ein wenig fotografiert. Stativ drunter, ISO 800 und Belichtungszeiten von 8 bis 15 Sekunden. Der Mond ist nicht das einzig interesante, auch das Zillertal im Nebel und die Tatsache, daß wir auf 1.100 Metern gerade drüber sind über dem Zillertal ist ein paar Fotos und klamme Finger wert gewesen:
Ich war heute mit Tobi Richtung Brindlingsalm unterwegs. Dazu geht's hinter meinem Aussichtsbankerl am Schwendberg noch etwas weiter, allerdings geradeaus durch den Wald, mit ein paar Wurzeln als Stufen. Ganz haben wir's nicht geschafft bis zur Brindlingsalm, weil dann die Zeit ausging, denn unsere Gäste kamen an. Aber wir sind ja noch eine Weile hier. Derweil gibt's Bilder von der Hütte in der Vormittagssonne und vom Spaziergang.
Die Spaziergangsbilder sind, wie gewohnt, mit dem iPhone gemacht. Die beiden von der Hütte sind HDR Bilder aus der Canon.
Der letzte Pohle Air Hüttentraum in diesem Jahr startet morgen, wir haben heute unser Equipment auf die Hütte gebracht, Telefonanlage und Internetverbindung stehen, es ist alles eingeräumt, eingeheizt und die Hütte gemütlich vorweihnachtlich dekoriert.
Die Vorratsschränke sind gefüllt, morgen reisen die ersten Gäste an, der Defender steht zum Shuttle bereit und auch die Hüttenzimmer sind bereits gerichtet.
Wir sind bis 12. Dezember hier und über die Zeit ausgebucht, nochmal einen Blick ins Tal werfen, bevor der Hüttenzauber beginnt:
Und: Wir haben heute mit einer Bäuerin hier gesprochen (ihre Wettervorhersage ist verläßlicher als meine) und sie sagt ab Montag sogar Schnee voraus!
Vom Frühstücksplatz in der Hütte sehe ich immer auf eine andere Hütte ganz oben auf einem Berg. Die Hütte lag heute wunderschön in der Sonne und so von unserer Hütte aus gesehen, sieht es eigentlich so aus, als müsse man da fast hin laufen können. Wir beschlossen, daß wir da heute irgendwie hin wollen:
Laufen wird natürlich nichts, es ist kein durchgehender Wanderweg zu finden (aus gutem Grund, denn es hat einige Täler und Schluchten zwischendurch, dabei sieht das auf dem Bild oben so harmlos aus). Zumindest wissen wir nun durch Google Earth, daß es schlappe 5 Kilometer Luftlinie von unserer Hütte bis dort oben sind mit 1135 Metern Höhenunterschied:
Google Earth File zum Download
Also den Defender gesattelt und eine Fahrbare Route entwickelt, wie wir dorthin kommen. Thomas hat inzwischen rausgefunden, daß das Ding da oben Kristallhütte heißt. Man erreicht es nur über die Zillertaler Höhenstraße und da kann man im November nicht sicher sein, ob die offen ist – da keine der bewirtschafteten Hütten an der Zillertaler Höhenstraße geöffnet hat und ja auch derzeit keinerlei Touristen im Zillertal unterwegs sind, wird für die Zillertaler Höhenstraße keine Maut kassiert und der letzte von den Anwohnern macht die Schranke zu und schließt ab.
Also fahren wir erstmal den Schwendberg runter und den Zellberg wieder hoch. Mit Glück, denn die Schranke zur Zillertaler Höhenstraße war geöffnet. So kamen wir der Sache schon näher, aber nicht nahe genug. Immerhin, von hier aus (das ist die Hütte der Zellberg Buam, über die hatte ich schon mal berichtet) hätten wir’s dann laufen können – etwa 40 Minuten bergauf und wir wären da:
Google Earth File zum Download
Gut 40 Minuten bergauf ist anstrengend, gibt aber einen straffen Popo und müde Hunde. Was uns letztendlich bewog, das nicht zu tun war der heftige Wind der bereits um die Zellberg Hütte herum wehte (und oben auf der Kristallhütte noch deutlich heftiger und vor allem kälter werden sollte). Also machten wir uns im Defender auf den Weg nach oben und staunten nicht schlecht, als wir auf einmal neben einem (künstlichen) See standen:
Da sich der See mitten in einem Gebiet mit entsetzlich vielen Skiliften und Schneekanonen befindet, nehmen wir mal an, der wird im Winter zufrieren und als künstliche Schlittschuhplattform dienen. Wir sind nämlich mitten durchs Skigebiet Hochzillertal gefahren auf unserem Weg
Der Weg führte aber erfolgreich ans Ziel, zur Kristallhütte:
Google Earth File zum Download
Wie schon erwähnt, war’s dort oben recht zugig, so daß sich unser Aufenthalt auf nur etwa 15 Minuten beschränkte. Zeit, um ein paar Landschaftsbilder zu schießen und den Defender in seiner natürlichen Umgebung zu fotografieren. Ich erwähnte schon, daß wir ziemlich alleine waren dort, der Betrieb geht erst mit dem Schnee wieder los:
So wurde aus einer Vision “Da will ich hin” ein hübscher Ausflug.
Der Spaziergang führte heute etwas weiter, als gestern, irgendwie zog es mich nach oben. Einen Teil des Weges waren Thomas und Martin mit Timmy auch dabei, bevor sie wieder zur Hütte zurückkehrten (sonst hätten wir ja das Winke-Winke Bild nicht machen können). Ich bin mit Tobi noch weiter gegangen bis zu einer Aussichtsbank, die auch den höchsten Punkt des Weges markiert.
Im Google Earth Track sieht man, daß wir uns mal für einen direkten Weg über eine gerodete Fläche entschieden haben. Da war uns auf halbem Weg klar, daß das keine gute Idee war und wir für den Rückweg den Weg wählen (im Track dann in Pink eingezeichnet). Immerhin bewiesen wir Teamwork: Ich half Tobi über zu hohe querliegende Baumstämme hinweg, er hingegen sprang voraus und hielt still, damit ich mich an der Leine dann festhalten konnte, wenn das Moos zu weich wurde.
Hier gibts den Google Earth Track zum Download
Stolz kamen wir oben an und erstellten gleich bei Foursquare einen neuen Punkt:
Auf dem befestigten Weg gings zurück und der gewährte sogar ein paar neue Aus-Sichten. Hier die Bilder vom Spaziergang, wieder alle "nur" mit dem iPhone 4S geschossen und mit Picasa behutsam nachbearbeitet:
Zum letzten Bild rief ich dann in der Hütte an und Thomas und Martin liefen vor die Hütte und winkten.