Da hätte ich eine glänzende Idee gehabt: Auf den DVDs mit Aufnahmen aus der Metropolitan Opera sind immer zum Originalgesang auch Untertitel in allen möglichen Sprachen untergebracht. So könnte ich, dachte ich mir, eine Oper genauso verfolgen, wie in der Münchener Staatsoper, wo Übertitel eingeblendet werden (Untertitel wären da nicht so sehr praktisch, die müßten ja irgendwo im Orchester eingeblendet werden).
Also mit dem Xilisoft DVD Ripper Ultimate 7 (eine Testversion von DVD Ripper Ultimate 7 gibts hier) den Main Track von der DVD runtergezogen und dabei Deutsche Untertitel ausgewählt:
Die Datei dann aufs iPad synchronisiert und – die Enttäuschung war groß! Denn die Untertitel werden vom iPad Video Player nicht angezeigt. Bäh!
Nach meiner Suche fand ich den (kostenpflichtigen) oPlayer HD fürs iPad, der Untertitel abspielen kann. Allerdings kann der wiederum nicht auf die Videos zugreifen, die in der iTunes Library gespeichert sind, sondern hat einen eigenen Speicherbereich, den man über die Apps Dateifreigabe im iTunes einzeln füllen muß:
Aber immerhin, oPlayer HD zeigt die Untertitel an der passenden Stelle an:
Beim Einlesen von CDs ist man für die Benamung der Titel und die zugehörigen MP3 Tags entweder auf Gracenote/FreeDB oder auf seine 10 Finger angewiesen. Meistens bieten sich die eigenen 10 Finger eher an, denn dann hat man die MP3 Daten so, wie man sie möchte.
Beim Einlesen von Alben, die aus mehreren CDs bestehen, wir das besonders schlimm, weil kein MP3 Player der Welt die Alben wieder zusammenbringt, wenn sie so benannt sind (übrigens zeigt sich hier, daß das nicht nur ein Problem der freien Datenbanken im Internet ist, diese CD habe ich gerade frisch bei Amazon gekauft und runtergeladen). Hier würden die Akte 3 und 4 gemütlich vor den Akten 1 und 2 gespielt werden. Wie sinnreich. Immerhin ist das Album auf beiden CDs gleich, auch das ist nicht immer so.
Ich benutze also erstmal MP3TAG und entferne als erstes mit einer Custom Action das “Il Trovatore / ” im Titel – ich finde, das muß nicht in jedem Titel stehen, zu welcher Oper das Lied gehört:
Dann wird aus dem Album statt “Verdi: Il Trovatore” nur “Il Trovatore”:
Dann setze ich noch die Discnumber um von 1/2 und 2/2 in nur 1 und 2, damit ich sie später für den Dateinamen benutzen kann. Das Genre stelle ich gerne auf das deutsche Wort ein, in Zeiten von ID3V2 kein Problem, da ist das im Klartext gespeichert. Dann entferne ich noch das /16 aus den Tracknummern (wieder mit einer Custom Action) und schreibe (manuell) die Tracknummern zweistellig:
Zuletzt dann die große Umbenennung der Dateien. Da ich meine MP3 Dateien in Verzeichnisse nach dem Muster
Bandname\Album
speichere, brauche ich die beiden Daten nicht im Dateinamen kodieren, denn die Stücke landen in einem Ordner
Klassik\Verdi\Il Trovatore (Karajan)
Die Dateinamen kann MP3TAG automatisch erzeugen, nach dem Muster
So, nun sind die Dateien fertig vorbereitet, in iTunes oder jeden anderen Musikspeicher eingefügt zu werden. Natürlich ist das ein Haufen Arbeit, wenn man schnell ist, pro Album etwa 2 Minuten. Im Gegenzug gibts Ordnung.
Problem an jedem Sylvester ist, daß Timmy und Tobi beim Feuerwerk, wie so viele Hunde, halb durchdrehen. Ich persönlich finde das auch völlig in Ordnung, der Krach, der mit einem Feuerwerk erzeugt wird, bedeutet in der Natur “Höchste Gefahr” und veranlaßt Tiere richtigerweise zum flüchten. Ajax war da auch sehr panisch, wenn es draußen in einer Tour knallte. Nun gibt es zwar Verfechter der harten Linie, die meinen “da müssen die Hunde durch”, ich selbst gehöre nicht wirklich dazu, schließlich sollen Timmy und Tobi auch keine schußfesten Jagdhunde sein (und selbst auf der Jagd kracht es nicht so entsetzlich oft, wie bei einem Feuerwerk). Ich weiß, daß es falsch ist, sie zu trösten, aber ich tue zumindest nicht so, als wäre nichts, sondern nehme ihre Panik ernst.
Ich habe mich vor Jahren mal mit Ajax während eines Feuerwerks in der Sauna versteckt, damals hatten wir noch keine Lautsprecher in der Sauna und so haben wir das Feuerwerk immer noch gehört, allerdings gedämpft und leise. Das hatte zur Folge, daß Ajax nicht mehr panisch war, ich aber plötzlich reflektierte, wie meine Mutter oder meine Großmutter sich fühlten, wenn sie während des Krieges im Keller saßen und draußen die Bomben tobten. Nicht wirklich ein schönes Gefühl. Hinzu kommt, daß ich damals den Fehler machte, nach dem Feuerwerk rauszugehen und noch die verqualmte Luft und den Müll von den Feuerwerkskörpern sah. Das verstärkte dieses Kriegsgefühl noch.
Seit einigen Jahren haben wir im Keller ein kleines Tonstudio und das ist etwas schallgedämmt, damit wir auch nachts mal was proben können. Eher zufällig entdeckte ich mal während eines Gewitters im Sommer, daß man, wenn man im Studio Musik spielt, nicht hört, was draußen passiert und war sehr überrascht, daß die Liegen im Garten naß waren, als ich zurück kam.
Und so wurde ein Plan daus. Ich habe gestern abend für die Mitternachtsparty nur zwei Lautsprecher und etwas Licht vor unserem Haus platziert, die PA Anlage verblieb mit einem Satz Lautsprechern im Keller.
Gegen 23 Uhr verdrückte ich mich dann mit Timmy und Tobi ins Tonstudio und spielte Partymusik. Im Studio schön laut, vor dem Haus regelten Thomas und Martin gesondert die Lautstärke. Übrigens ein seltsames Gefühl, wenn man nicht direkt im Geschehen ist: man hat keine Ahnung, wie die Menschen auf die Musik reagieren. Musikwünsche und Regieanweisungen kommunizierten wir mit unseren Funkgeräten, was ganz gut klappte. Thomas sang auch ein paar Lieder, auch das hat trotz der räumlichen Trennung ganz gut funktioniert. Die Stimmung vor dem Haus soll prima gewesen sein, erzählte man mir später.

Und das Ziel der Aktion: Das wurde erreicht. Timmy und Tobi schliefen friedlich aneinander und an ein Stofftier gekuschelt. Keine Spur von Panik. Ob ihnen meine Musik gefallen hat, konnte ich allerdings nicht mit letztendlicher Sicherheit feststellen.
Heute zog ein Sturm über Bayern und Tobi hat seit dem späten Vormittag Panik. Er liegt unter meinem Schreibtisch, ganz eng an meine Füße gekuschelt und weicht mir nicht von der Seite. Als der Sturm dann nach Dorfen kam, erlöste ich ihn und wandte unser Spezialrezept "Feuerwerk" an: Wir zogen uns in unser Tonstudio zurück und drehten die Anlage laut auf. Kein Wind mehr zu hören, kein Gedonner, kein Sturm – alles ist wieder gut.
Das Resultat habe ich hochgeladen. Wenns Euch gefällt, dankt Tobi dafür, eigentlich hatte ich heute gar keine Zeit für einen neuen Mix.
Dark Grey ist Cool. Dark Grey ist keine Musik. Dark Grey it nicht zum Tanzen. Dark Grey is melancholisch. Dark Grey ist Sturm. Dark Grey is dunkel. Dark Grey ist grau, trotzdem.
Seit 2005 verwende ich die Software Mixmeister zum Produzieren meiner Mixtapes (auf meinem Laptop in der Version “Fusion”) sowie auch live (in der Version “Fusion+Video”). Ich war/bin von Mixmeister eigentlich ziemlich begeistert, denn Mixmeister ist nicht im Stil von 2 oder 4 Plattentellern gehalten, sondern eher wie ein Sequenzer aufgebaut, Cubase light sozusagen. Ich kann auf diese Weise endlos an Mixtapes feilen, bis sie mir perfekt gefallen (was nicht immer ein Vorteil ist, ich habe noch einige “in Arbeit”), für unsere Shows kann ich aber eben auch eine Playlist fix und fertig vorbereiten und rufe dann nur noch Musik, Halbplaybacks und Videos in der geplanten Reihenfolge ab.
Sicherlich gabs am Anfang eine gewisse Lernkuve, vor allem, wie man den Laptop so vorbereitet und installiert, daß MixMeister auch im Show- und Club-Betrieb ohne Klicks, Verzörgerungen und Abstürze einwandfrei läuft. Auch dann, wenn man Effekte in die Channels lädt oder parallel zur Musik Videos abspielt. Danach war ich mit Mixmeister immer recht zufrieden.
Die Ansprüche ändern sich natürlich und die eigenen Fähigkeiten wachsen auch und so ist seit einigen Jahren der Wunsch gewachsen, eine MIDI Konsole anschließen zu können, mit der man MixMeister nicht nur mit Maus und Tastatur, sondern einfach mit Knöpfen steuert. Leider, alle Versuche endeten erfolglos, MixMeister ist einfach nicht dazu zu bewegen, mit einer MIDI Konsole absturz- und einwandfrei zu funktionieren. Nicht mal und das ist besonders traurig, mit der maßgeschneiderten, weil von Numark speziell für MixMeister entwickelten Konsole MixMeister Control:
Die hätte eigentich alles, was man bräuchte, um MixMeister zu steuern, gleichwohl verhindern einige Softwarefehler die Arbeit ganz ohne Maus und Tastatur. Diese Softwarefehler werden wohl auch nie mehr behoben werden, denn Numark hat vor einigen Jahren die Softwareschmiede MixMeister (die hießen tatsächlich so, wie ihr Produkt) gekauft und, auch wenn sie es nicht gerne zugeben, die weitere Entwicklung anscheinend eingestellt. Es gibt keine neuen Versionen, auch keine Bugfixes mehr und MixMeister läuft nicht unter Windows 7 x64 und auch nicht unter OSX Lion.
Schade, denn vom Prinzip hätte mir der Ansatz von MixMeister sehr gut gefallen.
Ich nutze die Chance, mich neu zu orientieren und zu entscheiden, was ich am liebsten als Nachfolgeprodukt haben möchte. Für unsere beiden PA Anlagen besteht kein dringender Grund zum Handeln, da ist es auch aufwändiger, ein Nachfolgeprodukt zu finden, daß auch unser teilweise komplexes Videosetup handeln kann. Für meine Mixtapes ist es einfacher, mich zu einem neuen Produkt zu orientieren, vielleicht komm’ ich ja doch wieder zum Deck basierten Ansatz zurück, wie vor vielen, vielen Jahren mit den Plattenspielern.