Mai
20

Da ist er nun, der Blackberry Q10. Die Hoffnung von Blackberry nach dem durchaus vielversprechenden Blackberry Z10. Der Q10 hat nun wieder eine feste Tastatur, dafür hat er ein kleineres Display – von der Form her ist er den klassischen Blackberries wieder ähnlich. Ich hab ihn am Samstag in Betrieb genommen

Blackberry Q10

Hier nun mein Erfahrungsbericht nach den ersten zwei Tagen im Vergleich zum Z10 (über den ich hier berichtet habe)

  • Das kleine Display stört viel weniger, als ich zunächst dachte. Klar, die Tastatur nimmt Platz weg, aber außer bei den fotolastigen Netzwerken Facebook und Google+ behält man eigentlich prima die Übersicht.
  • Die Tastatur, von deren Vorschlägen ich beim Z10 ja schon begeistert war, erreicht hier nochmal einen neuen Level. Durch die ‘echten’ Tasten gibt man schon viel genauer ein und man kann trotzdem stinkfaul sein, weil am unteren Rand des Display bereits nach den ersten eingegeben Buchstaben die Vorschläge kommen und erstaunlich oft passen.
  • Durch die Tastatur ist der Q10 nun für E-Mail, WhatsApp, Twitter und SMS die allererste Wahl für unterwegs.
  • Mein Bluetooth Headset funktioniert natürlich auch klasse (das tat es mit dem Z10 schon) und das iPhone Headset (und somit auch meine beiden BOSE Kopfhörer) funktionieren auch klassen, inklusive Laut/Leise und Gespräch annehmen. Ein Klick auf die Headphone Taste bei laufendem Gespräch schaltet es übrigens stumm und beendet es nicht, ich finde, keine schlechte Idee.
  • Das Format ist absolut klasse – der Q10 liegt um Längen besser in der Hand, als der Z10, die Rückseite fühlt sich noch besser an und die abgerundeten Ecken ebenfalls.
  • Einige Apps, die auf dem Z10 verfügbar waren (Buffer, WeatherPro) gibts -noch- nicht für den Q10. Hier besteht der größte Bedarf, das Gerät braucht Apps, Apps und nochmal Apps. In dem kleinen Display sind selbst die mobilen Browser-Versionen der meisten Webanwendungen nicht wirklich brauchbar.
  • Musik geht so einfach, wie im Z10: Musik am PC auf die Speicherkarte kopieren, Karte in den Blackberry (da muß nicht mal das Akku raus) und Musik hören. Als MP3 Fan, der seine Alben in Verzeichnissen organisieren mag und sich wenig um MP3 Tag scheren mag, ist das für mich genau richtig.
  • Was mich verwirrt: Beim Z10 mit OS 10 war der private Bereich blau und der geschäftliche lila – beim Q10 mit OS 10.1 ists umgekehrt.
  • An den Blackberry Hub hab ich mich bereits in den letzten Monaten gewöhnt, ich möchte nicht mehr ohne – Alle E-Mails (auch von meinen Kunden), WhatsApp, SMS, Mentions und Direktnachrichten von Twitter, Anrufe – alles in einer Liste (Facebook hab ich da allerdings ausgeblendet).
  • Beim nachträglichen Editieren von Texten kann man mit OS 10.1 nun den Cursor verschieben (das klingt so selbstverständlich, ging aber in OS 10 noch nicht).
  • Die Kamera hat nun HDR, das scheint sich auf den Smartphones so zum Standard zu entwickeln. Es ist, mangels Clients für Social Networks noch etwas umständlich, die Fotos dann auch zu teilen, aber die Fotos sind gut. Witzig finde ich, daß der Blackberry Q10 die Fotos standardmäßig in quadratisch schießt. Man kann das zwar auf 4:3 oder 16:9 umstellen, aber ich finde 1:1 gar kein schlechtes Format, erinnert mich an die Polaroid Kameras meiner Kindheit.
  • Der Kalender ist in der Wochen- oder Tagesansicht auf dem kleinen Display etwas unübersichtlich. Die Ansicht “Tagesordnung” ist aber brauchbar. Die Kalender aus den verschiedenen ActiveSync Konten werden in verschiedenen Farben dargestellt (auch das ist inzwischen Smartphone Standard), ich hab noch nicht rausgefunden, wo ich die Farben einstellen kann.
  • Eher ein Bugfix: Man kann jetzt Telefonnummern in Websites und Mails anklicken und der Blackberry wählt die dann an (das ging in OS 10 tatsächlich nicht).

Was fehlt mir noch (das ist eine dringende Bitte an die Softwareentwickler):

  • Ein funktionierender, performanter Client für Nozbe.
  • Eine Anwendung für App.Net, eine für Google+ und ein nativer Q10 Client für Buffer.
  • Evernote. Nicht nur integriert ins Betriebssystem, sondern ein echter Client, mit dem ich meine Notizen auf wiederfinden kann.

Das Resumee? Der Blackberry Q10 in der linken Hosentasche ersetzt jetzt den Z10 und das iPhone bleibt recht – für das, was der Blackberry (noch) nicht kann.

Ich habe leider eine schlechte Nachricht für meine neu- und wiedergewonnenen Raucherfreunde: Ich habe wieder aufgehört.

Dabei waren nicht die auf den Zigarettenschachteln inzwischen aufgedruckten Warnhinweise im Konjunktiv ausschlaggebend, denn die habe ich ja eh immer mit eigenen Sprüchen überklebt (Ein Hinweis wie “Rauchen kann tödlich sein”, ist in meiner Auffassung etwa genauso hilfreich wie “Gehen Sie lieber nicht über die Straße, sie können dort umkommen”).

Rauchen

Meine persönlichen Gründe, mich nach 4 Monaten wieder gegen das Rauchen zu entscheiden, waren folgende:

  • Mein Suchtzentrum hat sich natürlich sehr gut daran erinnert, daß ich schon mal (das ist 17 Jahre her) bis zu vier Schachteln pro Tag geraucht habe, und hat versucht, jeden Tag die Dosis zu steigern. Von anfänglich 3-4 Zigaretten im Dezember mit denen ich ja noch prima hätte leben können (auch wenn die ersten 4 schon sehr schädlich sind), wollte es nun immer öfter und öfter.
  • Ich habe begonnen, Dinge zu tun, damit ich “Eine Rauchen” kann. Das mag ja noch angehen, wenn man sagt “Jetzt mache ich diese schwierige Arbeit fertig und danach belohne ich mich mit einer Zigarette”. Damit hätte ich kein so großes Problem. Ein Gedanke der aber sagt “Lass mich jetzt was essen und danach rauchst du eine” der nervt gewaltig. Denn Essen und vor allem gesundes Essen ist mir viel zu wichtig, als daß ich es nur deswegen tun möchte, damit ich danach eine rauchen kann.
  • Meine Leistung beim Sport war drastisch auf dem Weg nach unten: Meine morgendliche halbe Stunde auf dem Fahrrad oder dem Crosstrainer in meinem Fitnessraum, die ich ja bei einem vorher festgelegten Zielpuls durchführe, zeigt von Tag zu Tag eine sinkende Belastung. Das bedeutet: Meine körperliche Leistungsfähigkeit sank. Ich befand mich zudem seit Dezember, beim Krafttraining auf einem Plateau und würde eigentlich gerne mal wieder etwas nach oben kommen.
  • Außerdem habe ich eigentlich alle “schönen Situationen”, die man mit Zigaretten erleben kann, in den vergangenen fünf Monaten wieder erlebt. Von der “Zigarette danach”, mit der (ganz bewußt inszeniert) alles losging, über das “Eine Rauchen gehen” oder “Besprechen wir dieses Projekt beim Rauchen”, bis zu “Zigaretten mit alten Freunden” und “In einem Restaurant zu sitzen und im Anschluss an das Essen gemütlich eine zu rauchen (ohne rauszugehen)”. Da steht nichts mehr auf der “noch zu erleben” Liste.

Zigarettenrauch wäre ja eine ganz geschickte Sache, wenn man es schaffen würde, zwei, drei oder auch vier am Tag zu rauchen (allerdings kann man in der einschlägigen Literatur nachlesen, daß auch 2-5 Zigaretten am Tag schon erheblich schädlich sind!). Durch die entsprechend langen Pausen schmecken die dann entsprechend genial (dass ist ja das Fatale an der ersten Zigarette und an der ersten Zigarette nach einer langen Pause) – die sind ja wirklich ein Genuss. Alles was mehr als fünf Zigaretten am Tag ist, finde ich aber, schmeckt irgendwie pappig und fad und ist mehr Gewohnheit, pardon, Sucht, als Genuss. Mein Suchtzentrum macht aber definitiv Probleme wenn’s nur fünf am Tag sind und schreit mir dazwischen etwas zu laut nach der nächsten Zigarette – das stört mich bei der Arbeit, lenkt mich ab und ganz ehrlich, es nervt mich auch. Ich würde das gerne selbst steuern, deswegen höre ich wieder ganz auf.

Außerdem fängt meine Haut allmählich an, grau zu werden und das genügt eigentlich völlig wenn das in den Haaren passiert.

Wie Ihr wißt, bin ich ja normalerweise eine Woche im Monat weg, um mich meiner Projektarbeit zu widmen. Meist nenne ich das Klausurtage, hier am Wörthersee kann ich es diesmal auch Einsiedelei nennen, denn ich bin mal ganz alleine im Haus am Wörthersee, na gut, nicht ganz alleine, denn ich habe meine ToDo Liste und einige interessante Projekte dabei.

ToDo

Klausurtage, das ist eine Woche im Monat, während derer ich nicht für Vor-Ort-Termine zur Verfügung stehe und bei denen ich auch sonst keinen fest vorgeplanten Tagesablauf habe, sondern mich allein danach richte, wie meine Arbeit vorangeht.

Manche nennen das Urlaub, weil ich meine Klausurtage in typischen Ferienregionen verbringe (Zillertal, Wörthersee, Fuerteventura) und verstehen nicht, wieso ich im Urlaub auch noch arbeite. Nun – es ist kein Urlaub. Den brauche ich auch nicht, weil ich mich tagtäglich bemühe, meine Balance zu halten, ausgeglichen zu sein und nicht unter den Druck von Kunden oder Projekten zu geraten. Gerade deswegen sind die Wochen mit den Klausurtagen aber erholsam: Denn ich kann ohne Störungen an meinen Projekten arbeiten und diese auch fertigstellen. Fertigstellen ist aber in der heutigen Arbeitswelt, wenn überhaupt, dann meist nur unter größtem Druck möglich. Drum genieße ich die Zeit hier sehr, in der ich in Ruhe arbeiten kann und koste das Gefühl jedesmal aus, wenn ich in meiner ToDo Liste ein Projekt mit dem Haken fertig kennzeichnen kann und es dann ins Archiv wandert.

Erledigt

Und keine Sorge, zwischendurch gibt es schon mal Pausen, in denen ich die Sonne genieße oder auch den See – der Tag hat ja schließlich 24 Stunden und mehr als 12 arbeite ich auch hier (normalerweise) nicht.

Nach nunmehr 15 Jahren endete heute der Betrieb in unserem Rechenzentrum in Dorfen. Im Mai 1998 gingen hier 8 Server mit Windows NT 4.0 und Novell Netware, sowie eine AS/400 an den Start, eine Internetleitung mit sagenhaften 256 KBit in beiden Richtungen verband das Netzwerk mit dem damals noch recht jungen Internet.

Serverraum 1998

Jeder Server war mit einem eigenen Bildschirm ausgerüstet, so daß man beim Betreten des Raumes auf einen Blick sehen konnte, ob alles korrekt läuft. Viele Stunden verbrachte ich dort im Kellerraum, nicht nur, weil die Fernsteuerungstechniken noch nicht so ausgereift waren – es war auch der einzig klimatisierte Raum im Haus und eine Wohltat an heißen Tagen im Sommer.

Bildschirme

Von Beginn an hosteten wir Anwendungen von Kunden auf unseren Servern, darum wurden die Server schnell mehr und mußen sich über Bildschirmumschalter die Bildschirme teilen, denn im Rack war einfach nicht für mehr, als 8 Röhrenmonitore Platz. Die Internetleitung wuchs auf 2 MBit, vor dem Beginn des Virtualisierungszeitalters erreichten wir in unserem Rechenzentrum in Dorfen den Spitzenwert von 23 Servern, was nicht nur die Ohren herausforderte, wenn man im Raum war, sondern im Sommer auch die Klimaanlage an ihre Leistungsgrenze brachte.

Durch Virtualisierungen (und viele spannende Programmierprojekte) konnten wir im Laufe der Jahre die Anzahl der Server auf über 50 steigern und gleichzeitig die Zahl der physikalischen Rechner auf 4 reduzieren. Im Jahre 2007 stiegen die Anforderungen unserer Kunden, sie wünschten eine Anbindung ihrer Server ans Internet mit 100 MBit und eine redundante Anbindung. Dies konnten wir mit unserem Rechnerraum in Dorfen nicht mehr befriedigen (es gibt hier nur einen Internet Provider und der wollte damals nur 10 MBit und das zu einem horrenden Preis liefern) und so begann die Migration unseres Rechenzentrums in die Welt des Cloud Computing.

Heute betreiben wir knapp 100 Server für unsere Kunden unter dem Label psag.net und verteilen diese auf die virtuellen Rechner vor allem bei Amazon aber auch bei Strato sowie 1und1 für Kunden, die ihre Daten lieber in Deutschland haben möchten.

psag.net

Ich behielt seither noch einige Test- und Entwicklungsserver hier in Dorfen, aber bereits 2009 konnten wir Klimaanlage abschalten, weil die verbleibenden Rechner nicht mehr soviel Wärme produzieren. An Ostern 2010 wurde dann aus dem Rechenzentrum nur noch ein Rechnerraum für den eigenen Bedarf, der in den vergangenen 3 Jahren dann kontinuierlich zusammenschrumpfte (der Rechnerraum, nicht der Bedarf).

Heute nun baute ich die letzten Rechner ab und alles was übrig bleibt, paßt in den 19″ Schrank: Zwei Netzwerkswitches, ein Synology NAS als lokaler Zwischenspeicher für unsere Daten, ein Firewall zum Internet und das Akozia Gateway zu unserem lokalen Telefonanschluß:

Abbau

Bye Bye, Rechenzentrum Dorfen.

Wir haben seit gestern nachmittag einen Fehler in unserem WebMail System auf mail.psag.net – dabei wird den Benutzern mitten in der Sitzung oder beim Schreiben eines E-Mails das Anmeldefenster präsentiert. Wir konnten den Fehler inzwischen dahingehend eingrenzen, daß die Sitzungen ungültig werden, weil der WebMail-Server mittendrin um 2 Stunden zurückschaltet und dann natürlich die Sitzungstokens nicht mehr aktuell sind:

Log File

Bedauerlicherweise haben wir noch keinen Hinweis, wodurch dieser Zeitwechsel, es sind ja genau die 2 Stunden Unterschied von MESZ zu UTC) verursacht wird und können unsere Kunden im Augenblick nur um Geduld bitten, der Fehler wird mit höchster Priorität analysiert und bearbeitet.

Mail Sitzungen aus Outlook (mit unserem Outlook Connector oder via IMAP) oder von mobilen Geräten (iPhone, iPad, Android, Blackberry) sind hiervon nicht betroffen.

Wir geben an dieser Stelle (hoffentlich bald) Entwarnung, wenn der WebMail-Server wieder in seiner Zeitzone bleiben mag.

Update 8.5.2013 17:19 Uhr: Wir können den Fehler reproduzieren. Wenn man in das Feld “An” eine 0 (Ziffer Null) eingibt und dann abwartet, dann crasht der Prozeß auf dem Server, der den WebMailer bedient und startet neu. E-Mail Adressen, die mit 0 beginnen benutzen unsere Kunden, welche unsere Faxlösung einsetzen, denn dort gibt man die Faxnummer mit einer speziellen Domäne ins “An” Feld ein. Gibt man dort nun die 0 ein und wartet dann, z.B. um die richtige Faxnummer nachzusehen, versucht der Server aus den gespeicherten Adressen, an die man bisher Mails versendet hat, die richtige rauszusuchen und wenn er nur eine 0 hat, dann stürzt der Prozeß ab. Die Crashdumps werden aktuell im Labor analysiert und wir sind guter Dinge, bald einen Fix in der Software zu haben.

Update 14.5.2013 20:05: Wir haben ein neues Softwaremodul vom Entwickler erhalten, der Fehler ist behoben!